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Wir über uns
Die Strahlentherapie ist in der Betriebsstätte St. Josef-Hospital bereits seit Jahrzehnten etabliert. Nachdem hier 1962
die erste Telekobalt-Therapie-anlage im Ruhrgebiet ein- gerichtet wurde, werden heute in der Abt. zwei hochmoderne Linearbeschleuniger und eine Afterloading-Bestrahlungsanlage betrieben. In der Abteilung werden jährlich etwa 1.000 Patienten bestrahlt. |
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Teletherapie
Die Linearbeschleuniger haben die Telekobalt-Therapie ersetzt und werden zur sogen. Teletherapie eingesetzt. Hierbei werden
die Tumore von außen aus größerer Entfernung bestrahlt.
Brachytherapie
Die Brachytherapie (Kurzdistanztherapie) wird mit dem Afterloadinggerät durchgeführt. Hierbei wird der Strahler
einer nur ca. 2 x 1 mm großen Iridiumquelle ferngesteuert unmittelbar an den zu bestrahlenden Bereich herangefahren.
Solche Bestrahlungen werden vor allem im gynäkologischen Genitalbereich, im Bronchialsystem oder in der
Speiseröhre vorgenommen.
Bestrahlungsplanung
Physiker und Bestrahlungscomputer unterstützten die ärztliche Sachkenntnis bei der Erarbeitung individuell
angepasster Bestrahlungspläne für die Patienten. Hierzu werden die Bilddaten von CT-/oder MRT-Untersuchungen
aus der Tumorregion "online" in den Bestrahlungsplanungscomputer übernommen, und die Dosisverteilungen im
Tumorgebiet und im mitbestrahlten Normalgewebe können 3 dimensional dargestellt werden.
Bestrahlung von Tumorerkrankungen
Besonders häufig werden Brustkarzinome bestrahlt, da es sich hierbei um den häufigsten Tumor der Frau handelt,
nächsthäufig Kopf-/Hals-Tumore, Bronchialkarzinome, gynäkologische Unterleibstumore, Darmtumore, Lymphome
und Prostatakarzinome. Das ganze Spektrum strahlenempfindlicher Tumore ist vertreten. Die Techniken der Bestrahlung sind
durch die rasche Entwicklung der Gerätetechnik und ständige neue tumorbiologische Erkenntnisse immer
differenzierter geworden.
Bestrahlung gutartiger Erkrankungen
Zu ca. 10-15 % werden auch Patienten mit gutartigen Erkrankungen bestrahlt, z.B. wegen Schmerzen bei degenerativen
Erkrankungen des Bewegungsapparates, zur Verhütung überschießender Gewebsreaktionen nach Operationen
(Hemmbestrahlung) und bei verschiedenen Augenerkrankungen. Seit einigen Jahren erfolgt auch die Bestrahlung von
Herzkranzgefäßen, um zu vermeiden, dass sich die Herzkranzgefäße nach einer
Ballonkatheteraufweitung erneut verengen.
Ablauf der Bestrahlungsbehandlung
Die meisten Bestrahlungen können ambulant durchgeführt werden, da sie mit den modernen Bestrahlungstechniken
und Bestrahlungsgeräten gut verträglich sind. Für die übrigen Patienten steht eine 24-Betten-Station
zur Verfügung. Hier werden Patienten mit begleitenden internistischen Erkrankungen behandelt und Patienten, die eine
zusätzliche Chemotherapie erhalten. Die Station arbeitet eng mit der internistisch-onkologischen Station zusammen.
Interdisziplinäre onkologische Konferenz
In den wöchentlich stattfindenden interdisziplinären onkologischen Konferenzen werden mit den anderen
Fachdisziplinen adäquate Behandlungskonzepte für die Tumorpatienten erarbeitet. |