KURZINFO:
Direktor:
Prof. Dr. med. Irenäus A. Adamietz

Tel. 0234 509-3331

Terminvereinbarung:

Sekretariat der Strahlentherapie
Betriebsstätte St. Josef-Hospital

Tel. 0234 - 509-3331
Fax: 0234 - 509-3350

Die eigene Internetpräsentation
    wird zur Zeit aktualisiert!




27. Deutscher Krebskongress
Wir über uns
Die Strahlentherapie ist in der Betriebsstätte St. Josef-Hospital bereits seit Jahrzehnten etabliert. Nachdem hier 1962 die erste Telekobalt-Therapie-
anlage im Ruhrgebiet ein-
gerichtet wurde, werden heute in der Abt. zwei hochmoderne Linearbeschleuniger und eine Afterloading-Bestrahlungsanlage betrieben.
In der Abteilung werden jährlich etwa 1.000 Patienten bestrahlt.



Teletherapie
Die Linearbeschleuniger haben die Telekobalt-Therapie ersetzt und werden zur sogen. Teletherapie eingesetzt. Hierbei werden die Tumore von außen aus größerer Entfernung bestrahlt.

Brachytherapie
Die Brachytherapie (Kurzdistanztherapie) wird mit dem Afterloadinggerät durchgeführt. Hierbei wird der Strahler einer nur ca. 2 x 1 mm großen Iridiumquelle ferngesteuert unmittelbar an den zu bestrahlenden Bereich herangefahren. Solche Bestrahlungen werden vor allem im gynäkologischen Genitalbereich, im Bronchialsystem oder in der Speiseröhre vorgenommen.

Bestrahlungsplanung
Physiker und Bestrahlungscomputer unterstützten die ärztliche Sachkenntnis bei der Erarbeitung individuell angepasster Bestrahlungspläne für die Patienten. Hierzu werden die Bilddaten von CT-/oder MRT-Untersuchungen aus der Tumorregion "online" in den Bestrahlungsplanungscomputer übernommen, und die Dosisverteilungen im Tumorgebiet und im mitbestrahlten Normalgewebe können 3 dimensional dargestellt werden.

Bestrahlung von Tumorerkrankungen
Besonders häufig werden Brustkarzinome bestrahlt, da es sich hierbei um den häufigsten Tumor der Frau handelt, nächsthäufig Kopf-/Hals-Tumore, Bronchialkarzinome, gynäkologische Unterleibstumore, Darmtumore, Lymphome und Prostatakarzinome. Das ganze Spektrum strahlenempfindlicher Tumore ist vertreten. Die Techniken der Bestrahlung sind durch die rasche Entwicklung der Gerätetechnik und ständige neue tumorbiologische Erkenntnisse immer differenzierter geworden.

Bestrahlung gutartiger Erkrankungen
Zu ca. 10-15 % werden auch Patienten mit gutartigen Erkrankungen bestrahlt, z.B. wegen Schmerzen bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates, zur Verhütung überschießender Gewebsreaktionen nach Operationen (Hemmbestrahlung) und bei verschiedenen Augenerkrankungen. Seit einigen Jahren erfolgt auch die Bestrahlung von Herzkranzgefäßen, um zu vermeiden, dass sich die Herzkranzgefäße nach einer Ballonkatheteraufweitung erneut verengen.

Ablauf der Bestrahlungsbehandlung
Die meisten Bestrahlungen können ambulant durchgeführt werden, da sie mit den modernen Bestrahlungstechniken und Bestrahlungsgeräten gut verträglich sind. Für die übrigen Patienten steht eine 24-Betten-Station zur Verfügung. Hier werden Patienten mit begleitenden internistischen Erkrankungen behandelt und Patienten, die eine zusätzliche Chemotherapie erhalten. Die Station arbeitet eng mit der internistisch-onkologischen Station zusammen.

Interdisziplinäre onkologische Konferenz
In den wöchentlich stattfindenden interdisziplinären onkologischen Konferenzen werden mit den anderen Fachdisziplinen adäquate Behandlungskonzepte für die Tumorpatienten erarbeitet.