Physiotherapieschule

Die Ausbildung ist Schuldgeld frei

Lernen nach dem „Neuen Denkmodell“

Physiotherapieschule

Als eine der ersten Physiotherapieschulen in Deutschland integrieren wir das „Neue Denkmodell“ in die Ausbildung und vermitteln den Lernenden so eine systemübergreifende Denk- und Handlungsweise. Das wird auch dadurch unterstrichen, dass die Lehrer der Schule die Auszubildenden sowohl im theoretisch-praktischen Unterricht als auch im klinischen Praktikum persönlich betreuen und anleiten. Damit wird der Theorie-Praxistransfer sichergestellt.

Der Unterricht ist in Modulform eingeführt, wodurch noch besser gewährleistet ist, dass einerseits die Lerninhalte konsequent thematisch aufeinander aufbauen und andererseits die Idee des „Neuen Denkmodells“ umgesetzt wird. Mit der Implementierung des „Neuen Denkmodells“, der Modularisierung des Unterrichts und dem akademischen Bezug zur Hochschule Osnabrück beschreitet die Physiotherapieschule Bochum innovative Wege zu einer modernen Physiotherapieausbildung.

ISQ-Qualitätssicherung
die Physiotherapieschule Bochum ist Mitgliedsschule des Interessenverbandes zur Sicherung der Qualität in der Ausbildung an den deutschen Schulen für Physiotherapie (ISQ)

Es ist unser Bestreben, eine qualitativ hochwertige Ausbildung an­zu­bieten, die deutlich über dem Durchschnitt anderer Physio­therapie­schulen angesiedelt ist. Aus diesem Grund ist die Physio­therapie­schule Bochum Mitgliedsschule des Interessen­verbandes zur Sicherung der Qualität in der Ausbildung an den deutschen Schulen für Physiotherapie (ISQ) und nimmt seit 1999 an dessen Qualitäts­sicherungs­verfahren teil. Seit April 2006 gehört unsere Schule zu den drei Schulen in NRW, die nach den Qualitäts­kriterien des ISQ zertifiziert sind. Über Inhalte, Ziele und Qualitäts­anforderungen des ISQ können Sie sich auf der Homepage www.isq-physio.de informieren.

Berufsbild

Eigenständiges Handeln im Umgang mit Menschen

Der Physiotherapeut nutzt aktive und passive Verfahren der Bewegungstherapie und der physikalischen Therapie, um die Gesundheit von Menschen zu erhalten, zu fördern oder wiederherzustellen sowie Menschen von ihren Schmerzen zu befreien oder diese zu lindern. Er versteht seine Behandlung als eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen oder operativen Therapie.

Dabei erstellt er in der Regel auf Grundlage einer ärztlichen Diagnose und der eigenständigen physiotherapeutischen Untersuchung einen individuellen Behandlungsplan, der sich an den Funktions-, Bewegungs- und Aktivitätseinschränkungen des Patienten sowie an dessen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Bedürfnissen orientiert. Seine Behandlung zielt auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus z.B. zu Muskelaufbau und Stoffwechselanregung und setzt auf ein verbessertes Verständnis von Körperfunktionen sowie auf einen verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper.

Physiotherapie ist ein Oberbegriff. Er umfasst einerseits die Krankengymnastik, die dem Physiotherapeuten vorbehalten ist, sowie die physikalische Therapie, also das Berufsfeld, in dem Physiotherapeuten und Masseure gleichberechtigt nebeneinander tätig werden. Die physikalische Therapie ihrerseits untergliedert sich in die Bereiche Massagen, Elektrotherapie, Hydrotherapie sowie Thermotherapie.

Typische Verfahren der Physiotherapie sind u. a.:
  • Aktive und passive mobilisierende Techniken
  • Übungen auf neurophysiologischer Grundlage nach Bobath, Vojta, PNF
  • Manuelle Therapie
  • Atemtherapie
  • Gerätegestützte Krankengymnastik / Medizinische Trainingstherapie
  • Entspannungstechniken
  • Behandlung im Schlingengerät
  • Massagetherapieformen (Klassische Massage, Bindegewebsmassage...)
  • Thermotherapie (Kälte / Wärme)
  • Hydrotherapie
  • Elektrotherapie
  • Licht- und Strahlentherapie
  • Inhalationstherapie

Die berufliche Tätigkeit kann selbstständig in eigener Praxis, als freier Mitarbeiter oder als Angestellter in den verschiedensten medizinischen und rehabilitativen Einrichtungen ausgeübt werden. Die Tätigkeitsfelder liegen in nahezu allen medizinischen Fachbereichen und reichen von der Prävention über die Behandlung orthopädischer Erkrankungen bis zur Rehabilitation in der Geriatrie. Der Physiotherapeut arbeitet oft eng mit anderen Berufsgruppen zusammen, insbesondere mit Ärzten, Pflegekräften, Ergotherapeuten und Logopäden.

Die Tätigkeitsfelder des Physiotherapeuten sind im Einzelnen:
  • im Krankenhaus, evtl. spezialisiert auf bestimmte Fachrichtungen
  • in einer freien Praxis (als Eigentümer, als Angestellter oder als freier Mitarbeiter)
  • in speziellen Einrichtungen wie z. B. Rehabilitations-Zentren, Schulen für Menschen mit (körperlichen) Behinderungen
  • als Lehrkraft an einer Schule für Physiotherapie oder als Dozent in der physiotherapeutischen Weiterbildung
  • in Wirtschaft (z.B. Verlagswesen) und Forschung (z.B. Hochschule)
  • Freizeit- und Wellnessbranche

Ausbildung

Voraussetzungen

Ist Physiotherapie der richtige Beruf für mich?

Die Ausbildung zum Physiotherapeuten findet an Fach- bzw. Berufsfachschulen statt. Eingangsvoraussetzung zur Ausbildung ist die Mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung. Das Mindestalter ist 17 Jahre bei Ausbildungsbeginn. Es gibt ein Auswahlverfahren.

Haben Sie:
  • Freude an einem abwechslungsreichen Beruf?
  • Neigung, anderen Menschen zu helfen, sie zu motivieren und anzuleiten?
  • Freude an körperlicher Bewegung?
  • Interesse an Anatomie und Funktionsabläufen des Körpers?
  • Freude an selbstbestimmter und verantwortungsvoller Tätigkeit?
  • Bereitschaft zur fortwährenden Aktualisierung Ihres Wissens?

Falls sie diese Fragen mit „ja“ beantworten, dann sollten Sie sich darüber hinaus Gedanken machen, ob Sie sich Körperkontakt zu kranken, gebrechlichen oder behinderten Menschen vorstellen können. Falls sie darauf nicht spontan antworten können, empfiehlt es sich, dies zuvor in einem Pflegepraktikum (in der Regel in einer Klinik, einem Alten- oder Pflegeheim - nicht in einer Physiotherapiepraxis!) heraus zu finden.

Sie sollten ferner über folgende Eigenschaften verfügen:
  • gute allgemeine Auffassungsgabe und Lernfähigkeit
  • sichere Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift; sie ist nötig im Umgang mit dem Patienten, aber auch im Austausch mit anderen Berufsgruppen wie z.B. Ärzten/Ärztinnen und dem Pflegepersonal
  • gute Beobachtungsgabe, um z. B. Bewegungsabläufe analysieren zu können
  • gute sensorische/taktile Wahrnehmung
  • Einfühlungsvermögen
  • gute körperliche Konstitution

Inhalt und Ablauf

Physis und Psyche miteinander verbinden

In den ersten neun bis zehn Monaten der Ausbildung findet der Unterricht an der Bochumer Physiotherapieschule in den Grundlagenfächern ausschließlich in der Schule statt. Ab Mitte des 2. Semesters beginnt die praktische Ausbildung auch am Patienten in den uns angeschlossenen Krankenhäusern und kooperierenden medizinischen Einrichtungen.

Der theoretisch-praktische Unterricht umfasst alle in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung festgelegten Unterrichtsfächer und wird von den hauptamtlichen Lehrkräften sowie von Ärzten und Psychologen vermittelt. Neben den klassischen Unterrichtsfächern wie Anatomie, Physiologie und spezielle Krankheitslehre liegt ein Schwerpunkt unserer Schule in der praxisorientierten Vermittlung der physiotherapeutischen Untersuchungs- und Behandlungstechniken und deren Umsetzung in der praktischen Arbeit am Patienten.

Wir orientieren uns an einem systembezogenen, fachübergreifenden Denkansatz, der die Physis und Psyche der Patienten miteinander verbindet. Dieses „Neue Denkmodell“ richtet sich nicht an den einzelnen medizinischen Fachbereichen aus, sondern gliedert die Physiotherapie nach ihren Wirkorten in vier große Systeme.

Das Ausbildungsziel, die Anzahl der Unterrichtsfächer und Unterrichtstunden sowie die Prüfungsfächer werden bundesweit einheitlich durch das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) von 1994 und die damit verbundenen Ausbildungs- und Prüfungversordnung (PhysTh-AprV) geregelt. Für die Lernziele der Unterrichtsfächer gibt es zwar umfangreich erarbeitete Curricula, aber die Entscheidung über die inhaltliche und methodische Gestaltung des Unterrichts liegt in den Händen der jeweiligen Schule oder des unterrichtenden Lehrers.

Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre, die in sechs Semester aufgeteilt sind. Sie umfasst insgesamt 4500 Unterrichtsstunden, die sich in 2900 Unterrichtsstunden theoretisch-praktischen Unterricht in der Schule und 1600 Unterrichtsstunden praktische Ausbildung am Patienten aufteilen.

Prüfungen und Kosten

Examen nach drei Jahren

Schulintern führen wir zusätzlich nach neun Monaten eine Probezeitprüfung und nach zwei Jahren ein Zwischenexamen durch. Während der praktischen Ausbildung am Patienten in den Kliniken erfolgt regelmäßig eine standardisierte Schülerbeurteilung durch die Lehrkräfte der Schule.

Durch die zusätzlichen Prüfungen an unserer Schule ist der/die Schüler/in kontinuierlich über den Leistungsstand und die Lernfortschritte informiert und wird konsequent auf das komplexe Abschlussexamen nach drei Jahren Ausbildung vorbereitet.

Zum Ende der Ausbildung findet das Staatsexamen statt. Die Anzahl der Prüfungsfächer sowie die Abläufe der Prüfungen des Staatsexamens sind in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung geregelt. Der/die Prüfungsvorsitzende wird von der Aufsicht führenden Behörde delegiert und ist letztendlich für den gesamten Prüfungsablauf verantwortlich.

Die Kosten

Die Ausbildung ist seit Oktober 2017 schulgeldfrei! Wir verlangen keine Aufnahme- oder Prüfungsgebühr. Im Verlauf der Ausbildung müssen Sie zusätzlich mit ca. 400,- Euro für Bücher und Berufskleidung rechnen.

Bewerbung

Benötigte Unterlagen

Bewerbungen können uns jederzeit zugesandt werden. Bitte verwenden Sie keine Bewerbungsmappe!

Bitte reichen Sie uns folgende Unterlagen ein:
  • tabellarischen Lebenslauf
  • zwei Passfotos ( mit Namen und Anschrift auf der Rückseite)
  • ein Abschlusszeugnis, mindestens Mittlere Reife
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
  • ein ärztliches Attest (Vordruck downloaden)
  • gegebenenfalls einen Nachweis über ein mehrwöchiges Praktikum im Bereich der Pflege / Physiotherapie
  • zwei, an sich selbst adressierte, ausreichend frankierte Briefumschläge DIN C6
  • einen genügend großen und ausreichend frankierten Umschlag für die Rücksendung Ihrer Unterlagen
In das Auswahlverfahren kommt nur eine schriftliche, vollständige Bewerbung!

Ganzjährig finden Vorstellungsgespräche statt. Diesen Vorstellungsgesprächen wird ein Aufnahmetest vorangestellt, um möglichst vielen Bewerberinnen eine Chance zum persönlichen Kontakt zu geben. Die Entscheidung über eine Aufnahme wird danach erfolgen.

Kooperationspartner

Anbindung an die Hochschule Osnabrück

Die Physiotherapieschule in Bochum hat als erste Schule in NRW seit 2002 einen Kooperationsvertrag mit der Hochschule Osnabrück. Dieser vereinfacht die Möglichkeit der Aufnahme des Studiums an der Hochschule Osnabrück im Anschluss an die dreijährige Ausbildung wesentlich.

Schon während der Ausbildung zum Physiotherapeuten vermitteln Dozenten der Hochschule Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, den Umgang mit englischsprachiger Fachliteratur sowie die Handhabung des Internets in fachlichen Belangen.

Die Kooperation mit der Hochschule ermöglicht den Absolventen unserer Schule, im Anschluss an die Ausbildung einen auf drei Semester verkürzten aufbauenden Studiengang an der Hochschule Osnabrück zu besuchen, der mit dem akademischen Abschluss „ Bachelor of Science“ endet.

Apex Social

Team

So erreichen Sie uns

BIGEST - Schule für Physiotherapie

Günnigfelder Straße 176
44793 Bochum

Telefon 0234/578786
Telefax 0234/578440