UNIVERITÄTSMEDIZIN

Es ist nicht genug zu wissen - man muss es auch tun.

Johann Wolfgang Goethe

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St. Josef-Hospital

Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

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4.000

stationäre Patienten jährlich

25.000

ambulante Patienten jährlich

90

stationäre Betten

Im Fokus Nicht zu viel und nicht zu wenig zum artikel

Der Anästhesie stehen viele Patienten etwas widersprüchlich gegenüber. Zum einen möchten alle möglichst wenige Schmerzen erleiden und während einer Operation ausreichend tief schlafen, zum anderen werden die Aufklärungsgespräche vor einer Operation oft mit weniger Aufmerksamkeit geführt als gegenüber dem Orthopäden oder Chirurgen. Das klingt zunächst verblüffend, aber für die Anästhesie ist es ein großer Vertrauensbeweis.

Anästhesist während der Anästhesie

„Dem Patienten während der Operation genau die richtige Menge zukommen zu lassen, um möglichst schonend zu handeln, ist durchaus komplex."

Prof. Dr. Thomas Weber
Direktor Anästhesiologie und Intensivmedizin

Aktuelles

Operieren mit High Tech und Herz

28.09.2021

Bereit für die Zukunft: Katholisches Klinikum Bochum nimmt neuen OP-Trakt mit acht Sälen und operativer Intensivstation in Betrieb

Gut zwei Jahre wurde gebaut. Jetzt ist das Gebäude, trotz Corona, planmäßig fertiggestellt: Der neue Zentral-OP mit acht Operationssälen, einer neuen operativen Intensivstation und neuen Bettenstationen im Universitätsklinikum St. Josef-Hospital. Mit einem Volumen von rund 33 Mio. Euro steht der Neubau für die bisher größte Einzelinvestition in der Geschichte des Katholischen Klinikums Bochum (KKB). Die offizielle Eröffnung findet in corona-gerecht beschränktem Umfang am kommenden Mittwoch (29. 9.) statt. Die ersten Operationen sind für Anfang Oktober geplant.

„Bereit für die Zukunft“, lautet der Anspruch des KKB. Wert gelegt wurde nicht nur auf eine patienten- und mitarbeiterfreundliche Ausstattung, sondern auch auf ausgefeilte Digitalisierung. Herzstück des markanten Neubaus, beim KKB intern Haus S genannt, ist der neue Zentral-OP. Er wird höchsten Anforderungen gerecht und stößt bereits national sowie international auf hohes Interesse der Fachwelt. Acht hochtechnisierte, in blaues Glas gefasste Operationssäle sowie ein großzügiger Aufwachraum stehen zur Verfügung. Alle OP-Glastüren sind mit bekannten Bochumer Motiven gestaltet, von der Jahrhunderthalle über das Musikforum und Schauspielhaus bis zum VfL-Stadion.

Eine Ebene höher befindet sich die Operative Intensivstation, auf der die Patienten nach größeren Eingriffen intensivmedizinisch versorgt und überwacht werden. Sie umfasst auf zwei parallel verlaufenden Fluren 22 Betten, davon 18 in Einzelzimmern. Darüber sind weitere Bettenstationen untergebracht.

KKB-Geschäftsführer Prof. Christoph Hanefeld: „Für unser Klinikum markiert Haus S einen weiteren Meilenstein. Es ist unser Anspruch, moderne Technik und Menschlichkeit zu verbinden. Auch wenn die Medizin immer komplexer wird, muss die Patientenversorgung stets von Zuwendung, Empathie und Herzlichkeit geprägt sein.“ Dabei unterstreicht er die hohe Bedeutung der Mitarbeitenden bei der Entstehung des Neubaus: „Von der Konzeption bis zur Realisierung waren unsere Kolleginnen und Kollegen, die nun dort arbeiten, permanent in die Planungen involviert. Das führte zu vielen wertvollen Initiativen und Rückmeldungen, so dass Haus S ein absolut mitarbeiterfreundliches Gebäude geworden ist.“

„Die Kliniklandschaft verändert sich in einem Tempo, wie wir es bisher nicht kannten. Konzentration auf Kernbereiche und Spezialisierung sind hier wichtige Stichworte“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende des Katholischen Klinikums, Ass. jur. Volker Goldmann. „Diese Zeichen haben wir früh erkannt und uns konsequent darauf ausgerichtet. Auch in Zukunft sind wir entschlossen, hohe medizinische Expertise und Kostenbewusstsein verantwortungsvoll zu kombinieren. Dazu wird der neue OP ein weiterer wichtiger Baustein sein.“

Anästhesie des Katholischen Klinikums Bochum erhält Preis für Patientensicherheit 2019

18.06.2019

In Deutschland werden pro Jahr rund 10 Millionen Operationen in Anästhesie durchgeführt. Um das Risiko der Narkose maximal zu reduzieren und den Patienten größtmögliche Sicherheit zu bieten, hat das Katholische Klinikum Bochum ein besonders anspruchsvolles Konzept der Kooperation zwischen Ärzten und Pflegekräften entwickelt. Dafür hat das Team der Anästhesiologie unter Leitung von Prof. Dr. med. Thomas Weber gemeinsam mit zwei anderen Preisträgern den Deutschen Preis für Patientensicherheit erhalten. Verliehen wird er vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (Berlin).

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie das Team auf Atemwegsnotfälle während der Operation reagiert. In Analogie zur Luftfahrt sprechen die Bochumer von einer „Cockpit Strategie“. Der Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten erfolgt so schnell und effizient, dass seit Einsatz dieser Strategie sämtliche Atemwegsnotfälle gelöst wurden, ohne dass es zu einer Patientenschädigung durch Sauerstoffmangel (Hypoxie) kam. Oberärztin Dr. Heike Vogelsang dokumentierte dieses Konzept auch wissenschaftlich und publizierte es in diesem Jahr als Erstautorin. Dazu hatte sie im Zeitraum 2010-2016 mehr als 100.000 Narkosen ausgewertet.

„Unser Ziel ist es, sicherer zu sein als die zivile Luftfahrt“, betont Professor Weber. Von den während der Operation kontinuierlich erhobenen Daten definiert die Anästhesiologie zwei konkrete Gradmesser für die Risikokontrolle: Sobald das CO2 der Atemluft sowie der Sauerstoffgehalt des Blutes (Sättigung) eine kritische Schwelle erreichen, wird, ähnlich wie in der Luftfahrt, minutiös die Reaktionskette in Gang gesetzt, um möglichst wenig Zeit zu verlieren und punktgenau zu reagieren. Mindestens fünfmal im Jahr wird ein Simulationstraining durchgeführt.

Der Preis wurde Dr. Vogelsang gemeinsam mit Jean-Noel Antoinette, dem Leiter der Anästhesie-Pflege des Katholischen Klinikums Bochum, in Berlin überreicht. Die Jury war hochrangig besetzt, u.a. mit Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, der Krankenkassen und Apothekerverbände. Das Grußwort zur Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit stammte von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Stellenangebote

(Fach-)Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d)

für die Anästhesiepflege im OP

Einsatzort: St. Elisabeth-Hospital Fachbereich: Anästhesiologie und Intensivmedizin Tätigkeitsfeld: Pflegerischer Bereich Arbeitszeit: Teilzeit / Vollzeit

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Gesundheits- und Krankenpfleger oder Fachkrankenpfleger (m/w/d)

für Intensivpflege und Anästhesie

Einsatzort: St. Josef-Hospital Fachbereich: Anästhesiologie und Intensivmedizin Tätigkeitsfeld: Pflegerischer Bereich Arbeitszeit: Teilzeit / Vollzeit
zum Einsatz auf unserer neuen operativen Intensivstation mit 22 Betten

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Informationsmaterial
Informationsbroschüren des Kath. Klinikum Bochum werden hochgehalten