Schwerpunkte

  • Patientensicherheit
  • Kinderanästhesie
  • Geburtshilfliche Anästhesie
  • Akutschmerz

Patientensicherheit während der anästhesiologischen Versorgung

Selbstverständlich bieten wir unseren Patienten individuell abgestimmt die bestmögliche anästhesiologische Versorgung während und nach ihrer Operation an. Alle Verfahren – darunter fallen Allgemeinanästhesien, Regionalanästhesien oder kombinierte Verfahren – werden auf höchstem Niveau durchgeführt. Wir orientieren uns stets an neuesten wissenschaftlichen Standards. Alle technischen Hilfsmittel, die zu einer besseren Versorgung unserer Patienten beitragen, sind vorhanden.

Darüber hinaus sehen wir uns in der Pflicht, immer die Sicherheit unserer Patienten im perioperativen Umfeld im Fokus zu haben. Es ist hinlänglich bekannt, dass Fehler in der Medizin oft durch eine Verkettung menschlicher Irrtümer und „kleinerer“ Fehlentscheidungen entstehen. Für Patienten entwickeln sich dadurch teilweise fatale Konsequenzen.

Vor fast zehn Jahren haben wir eine Forschungsgruppe zur Untersuchung und Verbesserung der Patientensicherheit in der Anästhesiologie gegründet. Durch genaue Analyse unserer Routineabläufe haben wir eine umfassende Strategie für eine sichere anästhesiologische Patientenversorgung entwickelt und etabliert. Dazu gehört z.B. Teamarbeit, sog. Crew and Crisis Ressource Management (CRM), innerhalb des Anästhesieteams, das aus Pflegekraft und Arzt besteht. Sowohl für Routinesituationen im Alltag als auch für die – zum Glück – seltenen Notfallsituationen sind alle unsere Mitarbeiter in Kommunikation und Handlungsabläufen fundiert geschult. Zusätzlich werden spezielle Notfallsituationen mit unseren operativen Partnern mehrfach jährlich mit Hilfe unseres Simulators trainiert.

Unser Ziel ist es, unsere Patienten sowohl bei Routineeingriffen als auch in Notfällen vor Schäden durch Zwischenfälle zu schützen, wie sie durch fehlerhafte Kommunikation oder menschlichen Irrtum entstehen.

Werden Sie demnächst im Katholischen Klinikum operiert und haben Fragen hinsichtlich Ihrer anästhesiologischen Versorgung? Haben Sie besondere Vorerkrankungen und sind deshalb besorgt?

Ihr Ansprechpartner

Dr. Heike Vogelsang

Stellv. Direktorin

Dr. Philipp Gude

Geschäftsführender Oberarzt

Kinderanästhesie

Eine Operation bei einem Kind ist für Eltern und die kleinen Patienten selbst ein außergewöhnliches, teilweise auch sorgenbehaftetes Ereignis. In unserer Klink werden die Narkosen durch ein spezialisiertes Team für Kinderanästhesie durchgeführt. Es stehen alle Stufen der Krankenversorgung zur Verfügung: von der ambulanten Versorgung über einen stationären Aufenthalt bis hin zur Neugeborenen- und Kinderintensivstation. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin einschließlich der Abteilung für Neonatologie, um auch Kinder mit schweren Vorerkrankungen optimal betreuen zu können. Wir tragen Sorge dafür, dass Ihr Kind vor, während und nach der Narkose sicher betreut wird. Dazu gehören möglichst kurze Nüchternzeiten, Maßnahmen zur Verminderung von Ängsten, sorgfältige Überwachung und ggf. Unterstützung aller wichtigen Funktionen des Körpers während der Operation sowie intensive Schmerztherapie auch nach dem Eingriff. Zur Vorbereitung sind verschiedene Gespräche und Untersuchungen nötig.

Geburtshilfliche Anästhesie

Zum St. Elisabeth-Hospital gehört ein zertifiziertes Perinatalzentrum Level 1, eine geburtshilfliche Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe.

Im Kreißsaal und auf der Wochenstation steht ein Anästhesist rund um die Uhr zur Verfügung, um werdende Mütter - sofern gewünscht - bei der Erleichterung von Geburtsschmerzen zu unterstützen. Dabei kann auf alle modernen und sicheren Analgesieverfahren (Verfahren zur Schmerzbekämpfung) zurückgegriffen werden. Die Periduralanalgesie (PDA) gilt als Goldstandard und wirkt mit einer hohen Zuverlässigkeit. Weitere Informationen zur PDA sind in einem Geburtsvorbereitungskurs, von Fachgesellschaften sowie im Rahmen der Vorbereitung unter Berücksichtigung Ihrer speziellen Situation von Ihrem Anästhesisten im St. Elisabeth-Hospital zu erhalten. In Notfallsituationen ist der Anästhesist außerdem für das Aufrechterhalten lebenswichtiger Körperfunktionen von Mutter und Kind verantwortlich. Ist im Verlauf ein Aufenthalt auf der Intensivstation erforderlich, steht ein Intensivmediziner als Ansprechpartner eines interdisziplinären Teams zur Verfügung. So unterstützt der Fachbereich Anästhesiologie sowohl das Wohlbefinden der Mutter als auch die Sicherheit des natürlichen Geburtsvorganges. Ist ein Kaiserschnitt erforderlich, können Regionalanästhesieverfahren oder eine Vollnarkose als Betäubungsverfahren zum Einsatz kommen. Zu den Vor- und Nachteilen der einzelnen Verfahren beraten wir gerne individuell. Auch hier steht die Sicherheit für Mutter und Kind an erster Stelle.

Akutschmerz

Der Fachbereich Anästhesiologie bietet einen speziellen Akutschmerzdienst (AKSD) an. Dessen Ziel ist es, für eine optimierte Schmerzversorgung von operierten Patienten zu sorgen.

Das Team des Akutschmerzdienstes besteht aus einer speziell geschulten medizinischen Pflegekraft (Pain Nurse) und einem ausgebildeten Anästhesisten. Durch den AKSD werden zahlreiche Patienten im ganzen Haus betreut. Diese werden täglich mindestens zweimal visitiert, bei Problemen oder Schmerzen auch häufiger. Der Akutschmerzdienst ist 24 Stunden erreichbar.

Die Hauptaufgaben liegen in der Betreuung und Versorgung von rückenmarksnahen und peripheren Katheterverfahren, die häufig im Rahmen von großen operativen Eingriffen zur Anwendung kommen. Darüber hinaus betreiben wir einen schmerztherapeutischen Konsiliardienst, der andere Fachabteilungen in der akuten Versorgung unterstützt.

Eine gute Schmerztherapie sorgt nicht nur für subjektives Wohlbefinden, sondern ermöglicht auch eine raschere Mobilisation und Genesung. Die durch Schmerzen ausgelösten negativen physiologischen Prozesse, wie z.B. erhöhter Sympathikotonus, erhöhter Sauerstoffbedarf, Immunsuppression und verminderte Wundheilung, werden vermindert.

Bewährte Verfahren, die wir anwenden, sind vor allem Periduralanästhesien bei größeren Bauchoperationen. Bei dieser Technik bringen wir über einen dünnen Katheter im Bereich der Wirbelsäule ein örtliches Betäubungsmittel in niedriger Konzentration an die Nerven, die den Bauchraum mit Schmerzfasern versorgen.  

Bei Operationen an Armen und Beinen können wir zur Schmerztherapie auf die Technik der peripheren Nervenblockade zurückgreifen. Hierbei wird ein Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) nahe an Nerven herangebracht, die das Operationsgebiet mit Schmerzfasern versorgen. Somit wird für eine zuverlässige Schmerzausschaltung während und nach einer Operation gesorgt.

Bei der Intravenösen Schmerztherapie werden Schmerzmittel in Form von Infusionen über einen Venenzugang verabreicht.  Über eine tragbare, computerunterstützte Pumpe (Schmerzpumpe) kann der Patient sich selbst per Knopfdruck  eine festgelegte Schmerzmittelmenge verabreichen.  So kann der Schmerz am besten behandelt werden, bevor er stärker wird und die Medikamentengabe kann ausgesetzt werden, wenn sie nicht benötigt wird.

Medizinische Leitung

Prof. Dr. Thomas Weber

Direktor

Anästhesiologie und Intensivmedizin

0234/509-3211

So erreichen Sie uns

St. Josef-Hospital

Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

Gudrunstraße 56
44791 Bochum

Telefon 0234/509-0
Telefax 0234/509-3995

Sekretariat Anästhesie

Christiane Janz

Telefon 0234/509-3211

Sekretariat Anästhesie

Sabrina Niodusch

Telefon 0234/509-3221

Forschung & Lehre

mehr infos

Studierende aus allen Studienabschnitten sind bei uns stets willkommen. Wir bieten vorklinische bzw. klinische Wahlfächer, Famulaturen und die Ausbildung im Praktischen Jahr an. Unsere Lehrveranstaltungen in den Fächern Anästhesiologie und Notfallmedizin im Rahmen des UK RUB werden stets exzellent evaluiert.


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