Ihre Experten für Operationen an der Haut

Die Dermatochirurgie befasst sich mit der operativen Therapie von krankhaften Veränderungen der Haut und ihrer Anhangsgebilde. Ein Schwerpunkt liegt in der operativen Versorgung von bösartigen Hauttumoren. Dermatologen sind die Spezialisten für die korrekte und rechtzeitige Diagnostik von Hauttumoren. Aufgrund ihrer besonderen Ausbildung tragen Dermatologen zur Vermeidung unnötiger Behandlung von harmlosen Hautveränderungen ebenso bei, wie zur Durchführung schonender aber lebensrettender Operationen. Eine Heilung von Hautkrebs ist heute nur möglich bei frühzeitiger Erkennung und kunstgerechter Operation. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Vielzahl von gutartigen Erkrankungen und ästhetischen Beeinträchtigungen an der Haut, die durch operative Maßnahmen erfolgreich behandelt werden können.


In den fünf OP-Sälen der Dermatologie führen wir sowohl in Lokalanästhesie als auch in Vollnarkose jedes Jahr weit über 5000 Eingriffe durch. Unsere Schwerpunkte liegen im Bereich der rekonstruktiven Haut- und Tumorchirurgie. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb unseres Klinikums und der tägliche Kontakt mit niedergelassenen Kollegen garantieren hierfür die optimale Patientenversorgung. Das operative Team besteht aus mehreren erfahrenen Fach- und Assistenzärzten.

Prof. Dr. Falk Bechara

Leitender Oberarzt

Dermatologie, Venerologie und Allergologie

0234/509-3477

Schwerpunkte

  • Tumorchirurgie der Haut
  • Sentinel-Lymphknoten-Biopsie
  • Hidradenitis suppurativa / Acne inversa

Die operative Behandlung von Hauttumoren ist die klassische Domäne der Dermatochirurgie. Durch die differential-indikatorische Befähigung sind Dermatologen besonders in der Lage, die am besten geeignete Methode zur Behandlung zu finden. Hierbei spielt besonders die mikrographisch-kontrollierte Chirurgie (MKC), also die lückenlose Aufarbeitung der Schnittränder, eine entscheidende Rolle, um die vollständige Entfernung des Tumors mit hoher Sicherheit zu ermöglichen. Es schließen sich rekonstruktive Techniken an, um dem Patienten die bestmögliche Wiederherstellung zu bieten. Dies spielt grade bei Hauttumoren eine große Rolle, da diese besonders in ästhetisch anspruchsvollen Regionen (z.B. Nase) auftreten. Neben verschiedenen Formen von Lappenplastiken kommen auch Hauttransplantate zum Einsatz.
Über die klassisch-chirurgischen Techniken hinaus steht dem Dermatochirurgen ein breites Arsenal an weiteren therapeutischen Optionen (z.B. Kryochirurgie, Laser) zur Verfügung.

Als Sentinel- oder Wächterlymphknoten bezeichnet man die im Lymphabflussgebiet eines Primärtumors liegenden Lymphknoten, die im Falle einer lymphogenen Metastasierung zuerst betroffen sind. Die Identifikation und Entfernung des Sentinel-Lymphknotens hat sich im Rahmen des operativen Tumormanagements beim malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) und seltener bei einigen anderen bösartigen Hauttumoren etabliert. Bei Tumorfreiheit der Wächterlymphknoten kann auf eine Tumorfreiheit der nachgeschalteten Lymphknotenstationen geschlossen und auf eine ausgedehnte Entfernung der gesamten Lymphknoten einer Region (Lymphadenektomie) verzichtet werden.

Die Acne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung der Haarfollikel, die mit schwerer physischer und psychischer Belastung für die Patienten einhergehen kann. Die Dermatochirurgie spielt sowohl in der Diagnostik als auch in der therapeutischen Versorgung der Acne inversa eine Schlüsselrolle. Weitere Informationen zu unserem Zentrum für Hidradenitis suppurativa / Acne inversa sowie die genauen Sprechstundenzeiten finden Sie hier.