Im Fokus

Seit September 2020 verfügt unsere Klinik über ein eigenes ambulantes Portzentrum im Maria-Hilf-Krankenhaus in Bochum-Gerthe.
MEHR 

4.077

Operationen jährlich

3325

ambulante Behandlungen

91

Weiterempfehlungsrate (in %)

Schwerpunkte

  • Halsschlagader
  • Bauchschlagader (Aneurysma/Verschluss)
  • Durchblutungsstörungen
  • Gefäßmissbildungen
  • Tiefe Beinvenenthrombose
  • Alte Thrombosen / Postthrombotisches Syndrom
  • Krampfadern (Varizen)
  • Shunt-­Zugänge
  • Gefäß- und Dialysezugänge

Operationen und Katheterinterventionen (Stenting) an den Halsschlagadern

Durchblutungsstörungen an den hirnversorgenden Arterien sind eine der häufigsten Todesursachen und die häufigste Ursache für dauerhafte Pflegebedürftigkeit. Die operative Rekonstruktion der Halsgefäße kann bei einer geringen operativen Belastung und sehr geringem operativem Risiko einem Schlaganfall wirkungsvoll vorbeugen. Dank einer hohen Zahl auch komplizierter Halsschlagaderoperationen haben wir besonders viel Erfahrung auf diesem Gebiet und eine besonders niedrige Komplikationsrate im Landes- und Bundesvergleich. In besonderen Fällen (z.B. der seltenen erneuten Verengung der Halsschlagader nach einer Operation) kann auch eine Katheterbehandlung (PTA) der Engstelle die geeignete Therapie darstellen, die wir dann in Zusammenarbeit mit der radiologischen Klinik durchführen.

Operationen an der Bauchschlagader bei Aneurysmen (Aussackungen) oder bei Verschlüssen

Unter Aneurysmen versteht man Erweiterungen von Schlagadern, die in allen Körperregionen auftreten können, überwiegend jedoch die Bauchschlagader unterhalb der Nierenschlagadern betreffen. Die Hauptgefahr besteht in einem plötzlichen Platzen der Schlagader mit innerem Verbluten. Bei einem Großteil der Operationen werden sogenannte Aortenstents eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren, das ohne die sonst erforderliche Öffnung der Bauchhöhle auskommt. Für diese speziellen Eingriffe steht eine "Angio-Suite" zur Verfügung, die gemeinsam mit unserer Radiologie betrieben wird.
Sollte für Sie eine offene Operation geplant sein werden wir prüfen, ob Sie für das moderne und besonders schonende "Fast Track" Verfahren in Frage kommen. Für große Operationen an der Hauptschlagader (Aorta) ist das Gefäßzentrum besonders geeignet.

Durchblutungsstörungen der Becken-­ und Beinschlagadern (pAVK)

Sämtliche konservativen oder operativen Behandlungsverfahren kommen zur Anwendung. Neben den operativen Methoden wie Ausschälplastik, Bypässe im Bereich des Unterschenkels (sog. crurale Bypässe) und Bypässe bis auf kleine Fußschlagadern (sog. pedale Bypässe) werden moderne minimal­invasive Techniken wie die Ballon­katheter­aufdehnung (PTA) oder Einbringen von Gefäßstützen (Stent) in großer Zahl angewandt.

Missbildungen des arteriellen und venösen Systems

Gefäßmissbildungen entstehen in der frühen Entwicklung im Mutterleib, wahrscheinlich schon in der 6. Lebenswoche. Etwa sechs Prozent der Neugeborenen werden mit einer Fehlbildung geboren. Das klinische Bild hängt stark von der Ausprägung des Gefäßfehlers ab. Am häufigsten sind vorwiegend das Venensystem betreffende Gefäßfehler. Eine frühzeitige Diagnostik sollte möglichst schon zwischen dem 3. und 7. Lebensjahr erfolgen. Eine Behandlung kann operativ oder nicht operativ (Sklerosierung, Lasertherapie, interventionel­radiologisch) oder in Kombination erfolgen. Eine unsachgemäße Behandlung kann zu einer Verschlimmerung und sogar zum Gliedmaßen­verlust führen. Oft sind mehrere Behandlungs­schritte erforderlich. Das können wir in unserem Krankenhaus durch eine gute interdiziplinäre Zusammenarbeit mit der Röntgen­abteilung und der Hautklinik anbieten.

Medikamentöse und operative Behandlung der Beinvenenthrombose

Venen sind Blutleiter, die Blut aus den Organen und Extremitäten zum Herzen zurück führen. Bei der tiefen Becken- oder Beinvenenthrombose kommt es zu einer kompletten oder inkompletten Verstopfung der Venen durch ein Blutgerinnsel. Ein Teil des in den tiefen Venen vorhandenen Blutgerinnsels kann sich ablösen und mit dem Blutstrom in die Lunge gelangen (sog. Lungenembolie). Die Behandlung ist abhängig von der Ausdehnung und dem Alter der Thrombose, aber auch von den vorhandenen Begleiterkrankungen. Allen Behandlungen ist in der Regel eine sechsmonatige Blutverdünnung mit Heparin oder Marcumar sowie eine (oft auch lebenslange) Kompressionsbehandlung gemeinsam. Reicht die Thrombose über die Leistenregion hinaus ins Becken, kann eine operative Therapie sinnvoll sein. Dabei wird über einen kurzen Leistenschnitt die tiefe Vene freigelegt und mit einem Ballonkatheter die Gerinnsel geborgen. Sollte sich als Ursache eine Engstelle der Beckenvene zeigen, kann diese in gleicher Sitzung mittels Ballonaufdehnung und Stentanlage (Gefäßstütze aus feinem Draht) beseitigt werden.

Operative Behandlung älterer Thrombosen der Beckenvene und der Hohlvene

Sollte es nach einer Becken­venen­thrombose trotz konservativer Therapie zu einer starken Schwellneigung oder gar einem Unterschenkelgeschwür kommen, kann eine kathetergesteuerte Wiedereröffnung die Symptome lindern. Ob dieses Verfahren im individuellen Fall möglich ist, können wir durch eine Ultraschall- und Kontrast­mittel­untersuchung klären und eine Wiedereröffnung mittels sog. Stents in einer Operation durchführen.

Entfernung oder Reparatur von Krampfadern

Hierzu wurde eine interdisziplinäre Einrichtung etabliert, die gemeinsam mit unserer Dermatologie betrieben wird. Im Venenzentrum werden sämtliche Therapieoptionen zur Behandlung von Venenerkrankungen vorgehalten. Im Jahr 2016 wurden dort über 2000 Venenoperationen vorgenommen.

Neben einfachen und wiederkehrenden Krampfadern behandeln wir sog. Beckenkrampfadern (pelvine Insuffizienz).

Der dauerhafte Zugang für Ihre Hämodialyse

In enger Zusammenarbeit mit Ihrem behandelnden Nephrologen (Nierenspezialist), planen wir und legen Zugänge (Shunt) für die Dialysetherapie an. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, diese aus körpereigenen Gefäßen herzustellen.

Zugang zur Chemotherapie und zur kurzfristigen Hämodialyse

In unserer Gefäßchirurgie werden täglich mehrere Gefäßzugänge (Port) zur Chemotherapie oder Ernährung über eine Infusion Eingebracht. Zusätzlich werden künstliche Zugänge für die Dialysetherapie geschaffen. Dieser Zugang ist meist als Akutlösung gedacht, wenn eine Dialysetherapie sofort eingeleitet werden muss und noch kein Shuntzugang vorhanden ist oder zur kurzfristigen Überbrückung, wenn ein Shuntzugang ein Problem aufweist.

So erreichen Sie uns

St. Josef-Hospital

Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

Gudrunstraße 56
44791 Bochum

Telefon 0234/509-0
Telefax 0234/509-3995

Sekretariat

Christina Kopietz

Telefon 0234/509-2270
Telefax 0234/509-2272

Reguläre Sprechstunde

Mo. - Do.: 8.30 - 16.00 Uhr
Fr.: 8.30 - 14.00 Uhr

Shuntsprechstunde

Beratung über Dialysezugänge

Di.: 13.00 - 16.00 Uhr

Privatsprechstunde

Mo., Di., Do.: 14.00 - 16.00 Uhr

Notfälle

24 Stunden über die zentrale Patientenaufnahme

Entlassmanagement

Merien Leder

Telefon 0234/509-2730

Gefäßchirurgische Ambulanz

Claudia Eichenlaub

Telefon 0234/509-2275

Medizinische Leitung

Prof. Dr. Achim Mumme

Direktor

Gefäßchirurgie

0234/509-2270 Vita

Forschungsprojekte

  • Minimal invasive Verfahren zur Behandlung von Erkrankungen der Bauchschlagader
  • Methoden zur Verhinderung von Krampfadernrezidiven
  • Venenerhaltende Krampfadernchirurgie
  • Bypasschirurgie bei Diabetikern
  • Entwicklung neuer Methoden zur Thrombosediagnostik und Therapie
Ärzte beraten sich zu einer Strahlentherapie
Forschung und Lehre am KKB: Arzt im Hörsaal

Aktuelles

AOK-Gesundheitstalk

13.11.2017

Schwere Beine, geschwollene und schmerzende Waden, sichtbare Besenreiser oder sogar Krampfadern.
Quer durch alle Altersgruppen haben jede fünfte Frau und jeder sechste Mann ein Venenproblem, das medizinisch behandelt werden müsste.
Doch wie kann man Venenerkrankungen vorbeugen? Wann handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung? Wann muss man zum Arzt? Wann ist eine Operation erforderlich? Warum hilft Bewegung? Welche Angebote haben die Krankenkassen? Und kann man Sport oder sogar Leistungssport trotz einer Venenschwäche treiben?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen geben namhafte Experten beim AOK-Gesundheitstalk im LCC

Auf dem Podium: Prof. Dr. Markus Stücker (Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie DGP, leitender Arzt am Venenzentrum der Dermatologischen und Gefäßchirurgischen Kliniken der Ruhr-Universität Bochum), Dr. med. Erika Mendoza (Allgemeinärztin mit Schwerpunkt Phlebologie, Buchautorin, DGP-Generalsekretarin), Mike Ivica Muretić (Physiotherapeut der U23 von Borussia Dortmund) sowie Tom Ackermann (Vorstandsvorsitzender der AOK ). Moderation: Sven Prege

Professor Markus Stücker bei dem AOK-Gesundheitstalk am 13.11.2017

Einzige Professur für Phlebologie kommt nach Bochum

10.01.2017

  • Jeder dritte Deutsche leidet unter Venenerkrankungen, doch geforscht wird kaum

Bochum, 10. Januar 2017. Erkrankungen der Venen sind in Deutschland ein Massenphänomen. Rund 20 Prozent der Bevölkerung haben ein behandlungsbedürftiges Venenleiden. In erster Linie handelt es sich dabei um Krampfadern. Nimmt man Thrombosen und offene Beine hinzu, steigt die Zahl der Erkrankten auf rund ein Drittel. Dennoch ist die Phlebologie, die ärztliche Fachrichtung zur Behandlung von Venenleiden, in der Universitätsstruktur bisher wenig berücksichtigt und wird nur nachgeordnet als Teil der Dermatologie, Chirurgie, Allgemein- oder Inneren Medizin gelehrt. Größere Forschungen bleiben trotz des hohen Bedarfs aus. Einen eigenen Lehrstuhl bzw. eine eigene Professur gibt es in Deutschland nicht. Dies ändert sich nun: Zum 15. Januar 2017 wird an der Ruhr-Universität  Bochum eine Stiftungsprofessur eingerichtet. Übernommen wird sie von Priv. Doz. Dr. Stefanie Reich-Schupke (39).

Vor diesem Hintergrund stößt die Ruhr-Universität in einen neuen akademischen Bereich vor. Die Professur wird der dermatologischen Universitätsklinik der RUB (Direktor: Prof. Eggert Stockfleth) angegliedert und von der Bauerfeind AG, einem Hersteller medizinischer Hilfsmittel, gestiftet. Ferner wird sie zur Stärkung der Forschung zu Venenleiden in der Klinik für Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Achim Mumme) dienen.

Ihren Arbeitsplatz wird Dr. Reich-Schupke im Venenzentrum Bochum haben, dem größten seiner Art im Ruhrgebiet und einem der größten in Deutschland. Getragen wird das Venenzentrum von den Kliniken für Dermatologie und Gefäßchirurgie des St. Josef-Hospitals Bochum.

Initialzündung für die Forschung

„Venenerkrankungen sind in der Medizin enorm wichtig. Millionen Menschen leiden darunter“, betont Dr. Reich-Schupke. „Wir wollen die Sichtbarkeit des Fachs stärken und eine Initialzündung für nationale und internationale Forschung auslösen.“ Prof. Markus Stücker, Geschäftsführender Direktor der Dermatologie im St. Josef-Hospital, ergänzt: „In unserem Venenzentrum werden bereits jetzt alle international verfügbaren Verfahren zur Diagnostik und Therapie der Venenleiden angeboten. Durch die Stiftungsprofessur können diese Verfahren noch weiter optimiert werden.“

Auch die universitäre Lehre soll weiterentwickelt werden. Ärzte können sich in der Phlebologie bisher nicht als Facharzt qualifizieren, sondern nur eine Zusatzbezeichnung erwerben. Ziel ist es, die Phlebologie als Fach zu stärken, die Lehrveranstaltungen zu systematisieren und das Angebot fachorientiert zu erweitern.

Dr. Reich-Schupke studierte in Bochum und Zürich Medizin. Nach zehn Jahren an der Klinik für Dermatologie der Ruhr-Universität (zuletzt als Oberärztin) wechselte sie als Chefärztin für Dermatologie und Phlebologie an die Artemed Fachklinik in Bad Oeynhausen. Seit 2015 übt sie eine Praxistätigkeit aus und engagiert sich mit Lehraufträgen an der RUB sowie der Universität Witten-Herdecke.

Stellenangebote

Medizinische Fachangestellte (m/w/d)

für die Gefäßchirurgische Ambulanz

Einsatzort: St. Josef-Hospital Fachbereich: Gefäßchirurgie Tätigkeitsfeld: Sonstige Arbeitszeit: Vollzeit
••• zum nächstmöglichen Zeitpunkt ••• in Vollzeit •••

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Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d)

für den Bereich Gefäßchirurgie

Einsatzort: St. Josef-Hospital Fachbereich: Gefäßchirurgie Tätigkeitsfeld: Pflegerischer Bereich Arbeitszeit: Teilzeit / Vollzeit

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