Cochlea Implantat-Zentrum Ruhrgebiet

Das Cochlea-Implant-Zentrum Ruhrgebiet ist Teil der Hals-, Nasen und Ohrenklinik der Ruhr-Universität am St. Elisabeth Hospital Bochum. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stefan Dazert hat sich ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Logopäden, Heilpädagogen und Ingenieuren zusammengefunden, das auf eine langjährige Erfahrung in der CI-Versorgung, aber auch in der Audiologie und vor allem in der Arbeit mit hörgeschädigten kleinen Kindern zurückblicken kann.

1994 ist der erste Patient in Bochum mit einem Cochlea Implantat (CI) versorgt worden. Die Altersspanne unserer Patienten reicht dabei von acht Monaten bis über 80 Jahre. Wir verfügen über eine große Erfahrung mit kleinen Kindern, die bereits vor dem zweiten Lebensjahr versorgt wurden. Mehr als ein Drittel unserer Patienten sind beidseitig versorgt, teilweise in einer einzigen Operation.

Die HNO-Klinik der Ruhr-Universität Bochum ist eines der deutschlandweit größten Zentren für die Versorgung mit Hörimplantaten. Seit nunmehr 17 Jahren werden hier große und kleine Patienten mit Cochlea-Implantaten versorgt. Das Kontingent liegt zur Zeit bei über 100 Implantaten pro Jahr.

Damit ist das CI-Zentrum Ruhrgebiet in Bochum führend in NRW.

Leitung

Prof. Dr. Stefan Dazert

Direktor

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

0234/509-8281 Vita

So erreichen Sie uns

St. Elisabeth-Hospital

Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

Bleichstraße 15
44787 Bochum

Telefon 0234/509-80

Sekretariat CI-Zentrum

Ulrike Kroll

Telefon 0234/509-8390
Telefax 0234/509-8391

Aktuelles

Veranstaltungen für CI Träger im CI Zentrum Ruhrgebiet

20.02.2018

Musik begegnet uns in vielen Situationen im Alltag und ist somit ein ständiger Bestandteil in unserem Leben. Das Hören von Musik mit dem CI stellt für viele eine große Herausforderung dar. Musik muss mit dem CI wieder neu erlebt und erfahren werden.

Um wieder das Interesse und auch die Freude an Musik zu wecken, fanden im letzen Jahr mehrere musikalische Veranstaltungen in unserem CI-Zentrum statt.

An unserem 1. Bochumer Musikworkshop im April 2017 nahmen über 30 CI-Patienten teil. Nach Klaviermusik, einleitenden Worten von Herrn Prof. Dr. Dazert (Direktor der Klinik) und Frau PD. Dr. Völter (Leitung der Hörrehabilitation) sowie einem Vortrag von Frau Johanna Pätzold (Musikwissenschaftlerin und selbst CI-Trägerin) stellten sich die Teilnehmer anschließend in praktischen Übungen gemeinsam mit den Logopädinnen  Fr. Oberländer und Fr. Eick der Herausforderung, Musik mit dem CI wieder zu erleben.

Im November 2017 lud das Team des CI-Zentrums zu einem Adventskonzert in die Kapelle des St. Elisabeth Hospitals ein. Das Vokalensemble unter Leitung von Frau Juchem stimmte die zahlreich erschienenen CI-Träger und ihre Angehörigen stimmungsvoll auf die Adventszeit ein. Anschließend traf man sich noch bei Glühwein und Plätzchen.

14 Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum unter den Besten in Deutschland

23.06.2017

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seine Reputation in zahlreichen ärztlichen Fachgebieten erneut unter Beweis gestellt. 14 Mediziner sind in der neuen Ärzteliste des Magazins FOCUS (KKB) unter dem Titel „Deutschlands Top-Ärzte“ vertreten, einige von ihnen gleich mehrfach. Die Ärzteliste erscheint seit Jahren bundesweit und wird in der Medizin, bei Patienten und in der medialen Öffentlichkeit stark beachtet.

Ausgewertet wurden u.a. Empfehlungen von Patienten und Ärzten, die Beteiligung an klinischen Studien und die wissenschaftliche Dynamik. Dabei wird untersucht, wie viele Veröffentlichungen der jeweilige Arzt in den vergangenen fünf Jahren in seriösen Publikationen aufzuweisen hat.

Gelistet sind aus den Reihen des Katholischen Klinikums Bochum:

Prof. Waldemar Uhl (Bauchchirurgie und Tumoren des Verdauungstrakts), Prof. Anke Reinacher-Schick (Tumoren des Verdauungstrakts), Prof. Ralf Gold (Multiple Sklerose), Priv. Doz. Dr. Kerstin Hellwig  (Multiple Sklerose), Prof. Stefan Dazert (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde), Prof. Juris Meier (Diabetologie), Prof. Michael Nauck (Diabetologie), Prof. Andreas Mügge (Kardiologie und Bluthochdruck), Prof. Eggert Stockfleth (Hautkrebs), Prof. Uwe Schauer (Neurodermitis), Prof. Achim Mumme (Gefäßchirurgie), Prof. Irenäus Adamietz (Strahlentherapie), Dr. Norbert Teig (Neonatologie), Dr. Klaus Hoffmann (Schönheitsmedizin (Botox/Filler))

Erst die Sprache, dann die Musik: Hörgenuss für Menschen mit Ohr-Implantat

02.05.2017

  • Nach Überwindung der Taubheit locken neue Perspektiven
  • CI-Zentrum Ruhrgebiet erweitert sein Rehabilitations-Angebot

Wenn taube oder hochgradig schwerhörige Menschen wieder gut hören können,  ist dies für die Betroffenen eine emotionale Sensation. Ein Cochlea-Implantat (CI) ermöglicht ihnen, Sprache aufzunehmen, in einem Gespräch zu kommunizieren und dadurch wieder in einer bisher nicht erlebten Form am sozialen Leben teilzunehmen. Musik jedoch, so schön sie sein mag, ist nach solchen Operationen schwieriger zu verarbeiten als Sprache. Wege dafür zeigte der 1. Bochumer Musik-Workshop auf. Titel: Musikhören mit Cochlea-Implantat. Veranstaltet wurde er vom CI-Zentrum Ruhrgebiet, das von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde im St. Elisabeth-Hospital Bochum getragen wird.

Klinikdirektor Prof. Stefan Dazert: „Wer lange nichts gehört hat, muss sich  Sprache erst erschließen und sie erlernen. Musik hilft dabei. Sie ist damit ein Baustein der Hörrehabilitation und verbessert darüber hinaus die Lebensqualität immens.“ Für die Betroffenen ist das auch eine Frage der Motivation. Viele von ihnen sind froh und glücklich, nach der Taubheit überhaupt hören zu können und glauben schon gar nicht mehr daran, auch einmal genussvoll Musik zu genießen.

Praktische Übungen im Workshop präsentierte Johanna Pätzold, Musiktherapeutin und selbst CI-Trägerin. Am Klavier spielte Tatjana Sikorskaya. Klänge wahrzunehmen  ist  für  CI-Operierte  sehr  komplex.  Dies  trifft  vor  allem        für klassische Musik zu. Um den Einstieg zu erleichtern und die Voraussetzungen für Lernerfolge zu verbessern, werden die ursprünglichen Klänge im Workshop zunächst gezielt reduziert und vereinfacht, z.B. durch die Herausnahme eines einzelnen Instrumentes. Die Melodie an sich bleibt aber erhalten.

Einen ähnlichen Weg geht auch ein wissenschaftliches Projekt, an dem die HNO- Klinik gemeinsam mit dem Institut für Kommunikationsakustik der Ruhr-Universität Bochum arbeitet. „Nachdem die sprachliche Hörrehabilitation für CI-Träger große Fortschritte gemacht hat, ist es auch für uns eine fantastische Aufgabe, an der Verbesserung des musikalische Erlebens mitzuwirken“, sagt Prof. Rainer Martin, Leiter des Instituts.

Musik eignet sich aufgrund ihrer Emotionalität für die Hörrehabilitation sehr gut. Auch für Demenzkranke kann sie therapeutisch eingesetzt werden. Das CI- Zentrum Ruhrgebiet in Bochum bietet seit langem sehr erfolgreich eine Sprachtherapie für CI-Träger an. Dies wird nun um eine musikalische Rehabilitation erweitert. Geplant ist, diese neben einem jährlich stattfindenden Workshop regelmäßig für die Patienten anzubieten.

Wege aus der Schwerhörigkeit

01.03.2017

Hörprobleme gehören zu den häufigsten Sinnesstörungen. Bei den über 65-jährigen sind zwischen 25 und 50 Prozent davon betroffen. Hörstörungen wird jedoch noch immer zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl sie nicht selten einen sozialen Rückzug der Betroffenen nach sich ziehen. Anlässlich des Internationalen Hörtages am 3. März organisieren die HNO-Universitätsklinik Bochum und das CI-Zentrum Ruhrgebiet am Sonntag, 12. März (10-13 Uhr), eine Veranstaltung zum Thema Hören im Alter im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals (Gudrunstr. / Stadionring).

Ein interdisziplinäres Team aus der Geriatrie (Dr. Barbara Zeller, Chefärztin Akutgeriatrie im Marien-Hospital Watttenscheid), der Gerontopsychiatrie (Dr. Ute Bruene-Cohrs, Fachärztin für Psychiatrie der LWL-Klinik Bochum), der Hörrehabilitation (PD Dr. Christiane Völter, HNO-Klinik des St. Elisabeth-Hospitals), der Hörchirurgie (Prof. Stefan Dazert, Direktor HNO-Klinik, und Dr. Jan Peter Thomas, Oberarzt an der HNO-Klinik des St. Elisabeth-Hospitals) und der Hörgeräteversorgung (Dirk Kampmann, kampmann hörsysteme Bochum) geben an diesem Tag einen ausführlichen Überblick.

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung stehen alle Fragen zum „Hören im Alter“ - angefangen von den Veränderungen des Alterns im Allgemeinen und den Ursachen der Altersschwerhörigkeit bis hin zu den Folgen für Geist und Psyche. In laienverständlichen Vorträgen werden den Betroffenen Wege aus der Schwerhörigkeit und neue technische Entwicklungen aufzeigt. Ein kostenloser Hörtest rundet das Programm ab. Zum Anschluss stehen alle Experten für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Informationen zum 5. Bochumer Hörtag und zur Bochumer HNO-Universitätsklinik finden Interessierte im Internet unter www.hno-bochum.de