Nicht-invasive Kardiologie

Die nicht invasive Kardiologie verfügt über moderne diagnostische- und therapeutischen Möglichkeiten. Es stehen alle nicht invasiven kardiologischen Verfahren zur Verfügung. Unser Schwerpunkt liegt in der Diagnostik und Therapie von akuten und chronischen Herz-Kreislauf­erkrankungen. Hierzu zählen u.a. die koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienzen und Kardiomyopathien, die arterielle Hypertonie, Synkopen und Herzrhythmusstörungen.

Dr. Thomas Breuer

Chefarzt

Innere Medizin

02327/65-1603

Schwerpunkte

  • Koronare Herzerkrankung
  • Herzinsuffizienz / Kardiomyopathie
  • Bluthochdruck
  • Synkopen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Vorhofflimmern
  • Herzschrittmachertherapie
  • Intensivmedizin

Durchblutungsstörungen am Herzen

Durchblutungsstörungen am Herzen können sich unterschiedlich äußern. Wichtig ist zunächst die rasche Unterscheidung, ob ein akuter Herzinfarkt droht oder nicht. Dazu verfügt die Kardiologie über spezialisierte Untersuchungstechniken und Laborbestimmungen sowie über Überwachungsplätze auf der IMC- und Intensivstation. Im Falle eines akuten Herzinfarktes wird eine Verlegung in Notarztbegleitung in das St. Josef Hospital organisiert. Dort steht eine 24-Stunden Rufbereitschaft zur Verfügung, um im Fall eines akuten Herzinfarktes das verschlossene Herzkranzgefäß wiederzueröffnen. Bei unklaren Fällen stehen uns geeignete Stress-Teste und weitere bildgebende Techniken wie Kardio-CT und Kardio-MRT zur Verfügung, um Brustbeschwerden weiter abzuklären.

Pumpschwäche des Herzens

Bei vielen Patienten ist eine Herzmuskelerkrankung/-schädigung Ursache einer Pumpschwäche des Herzens. Die Ursachen sind vielfältig. Unterschieden werden angeborene und erworbene Ursachen. Die Krankheitsverläufe können sich allmählich entwickeln, aber auch akut entstehen. Die Diagnostik basiert auf speziellen Blutuntersuchungen, einer Herz-Bildgebung (Echokardiografie, MRT) und ggf. invasiven Techniken (Herzkatheter, Herzmuskelbiopsie). In Abhängigkeit der Ursache stehen spezielle Therapien zur Verfügung. Ein wichtiges Anliegen ist die Identifizierung von Risikopatienten für bösartige Herzrhythmusstörungen oder den plötzlichen Herztod.

Ursachen erforschen

Die Bluthochdruckerkrankung gehört zu den häufigsten Herz-Kreislaufkrankheiten. In etwa 10 Prozent der Fälle lassen sich Ursachen nachweisen, deren Korrektur die Blutdruckeinstellung vereinfacht. In einem speziellen Abklärungsprogramm wird diesen Ursachen nachgegangen. Dieses Programm umfasst die Suche nach endokrinen Ursachen, einer Nierenarterienstenose und Schlafstörungen.

Mangelversorgung des Gehirns

Als Synkope wird eine kurzfristige Bewusstlosigkeit definiert, die Folge einer plötzlichen Mangelversorgung des Gehirnes ist. Sie ist in der Regel innerhalb von wenigen Minuten vollständig reversibel. Die Gründe sind mannigfaltig. Mit einer Störung der Herzfunktion einhergehende Synkopen sind von großer prognostischer Bedeutung, weil deren Verkennung  mit einer Verkürzung der Lebenszeit einhergehen kann. Leider können diese Störungen der Herzfunktion auch nur temporär auftreten und sind nachträglich dann nicht mehr erkennbar. Die Diagnostik erfordert häufig Geduld und wird von uns akribisch vorangetrieben.

Diagnostik & Therapie

Wir führen weitreichende Diagnostik bei Herzrhythmusstörungen durch. Hierzu gehört natürlich die Diagnostik mittels Ruhe-EKG, Langzeit-EKG und Belastungs-EKG. Zudem besteht die Möglichkeit, den Herzrhythmus über längere Zeit zu überwachen. Diese Methoden sind nicht-invasiv, das heißt es sind kein Eingriff und keine Implantation nötig. Für Patienten mit Synkopen (plötzlichen Ohnmachtsanfällen) und/oder dem Verdacht auf genetisch bedingte Herzrhythmusstörungen bieten wir die komplette weiterführende Diagnostik inklusive Kipptischuntersuchung und genetischer Untersuchungen an. Durch die Möglichkeit von o.g. Diagnostik und Kardio-CT und –MRT an unserer Klinik können z.B. Patienten mit dem Verdacht auf Long-QT-, Short-QT- und Brugada-Syndrom, arrhythmogene rechtsventrikuläre Dysplasie (ARVD) oder catecholaminerge polymorphe Kammertachykardie (CPVT) weiter diagnostiziert werden. Hierdurch ist es auch möglich, das Risiko für einen plötzlichen Herztod des Patienten einzuschätzen und ggf. eine medikamentöse Therapie oder die Implantation eines Defibrillators zu veranlassen.

Schlaganfallgefahr

Patienten mit Vorhofflimmern sind gefährdet, einen Schlaganfall zu erleiden. Der Schlaganfall ist meist Folge von Blutgerinnseln, die sich im linken Vorhof bilden. Der Hauptort für Entstehung dieser Gerinnsel ist eine bestimmte Struktur im linken Vorhof, das sogenannte Vorhofohr. Um den Schlaganfall zu verhindern, ist häufig die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten erforderlich. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an Präparaten zur Gerinnungshemmung. Wir beraten Sie gerne über die individuellen Vor- und Nachteile und entscheiden mit Ihnen und dem Hausarzt gemeinsam, welches Präparat das richtige für Sie ist. Allerdings ist eine gerinnungshemmende Medikation bei manchen Patienten nicht möglich, da es bei diesen Patienten unter Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten zu schweren Blutungen kommt. Der Verschluss des Vorhofohrs mittels einer speziellen Kathetertechnik stellt für diese Patienten eine Alternative zur Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten dar. Hierbei wird das linke Vorhofohr mit einem kleinen Schirm  verschlossen. Der Katheter mit dem Schirm wird hierbei über die große Körpervene zum Herzen vorgeführt und dann am Eingang des Vorhofohrs so platziert, dass dieses verschlossen bleibt. So kann kein Blut mehr in das Vorhofohr und die Gerinnselbildung wird verhindert. Eine Operation ist nicht notwendig. Wenn diese Intervention für Sie sinnvoll erscheint kümmern wir uns um eine Verlegung in das St. Josef Hospital zum interventionellen Vorhofohrverschluss.

Herzschrittmachertherapie

Herzschrittmacher werden zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt, bei denen das Herz zu langsam schlägt oder sogar aussetzt. Hierzu erfolgt ein kleiner Hautschnitt unter dem Schlüsselbein, so dass unter die Haut oder unter den Brustmuskel ein Schrittmacher eingesetzt werden kann. Der Schrittmacher ist durch Elektroden, welche über die Schlüsselbeinvene zum Herzen laufen, mit dem Herzen verbunden und kann messen, wie schnell das Herz schlägt. Sollte das Herz zu langsam schlagen, setzt der Herzschrittmacher einen Impuls, der das Herz zum Schlagen in der normalen Taktfrequenz anregt. In unserer Klinik können wir Herzschrittmacher sämtlicher Hersteller kontrollieren und ggf. die Therapie anpassen.

Enge Zusammenarbeit

Im Bereich der Intensivmedizin arbeitet die Innere Medizin eng mit der Anaesthesiologie und den operativen Fachabteilungen zusammen. Die Intensivstation verfügt über alle modernen Verfahren der Intensivmedizin inklusive aller Beatmungs-, Kreislauf- und Nierenersatzverfahren. Durch das breitaufgestellte interdisziplinäre ärztliche Team und das sehr gut ausgebildete, erfahrene Pflegeteam ist es uns möglich, jeden Patienten individuell bestmöglich zu behandeln.