Maßgeschneiderte Behandlung

Unser Diabetes-Zentrum Bochum / Hattingen mit den Standorten St. Josef-Hospital (Bochum) und Klinik Blankenstein (Hattingen) bietet Ihnen eine maßgeschneiderte Behandlung sämtlicher Diabetesformen - sowohl ambulant als auch stationär. Dafür greifen wir auf ein eingespieltes, interdisziplinäres Team aus Ärzten aller wichtigen Fachrichtungen, Diabetesberaterinnen, Podologen und Orthopädie-Technikern zurück. Wir sind von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) für die Behandlung von Menschen mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes mellitus zertifiziert.

Medizinische Leitung

Prof. Dr. Juris J. Meier

Chefarzt Diabetologie

Diabetologie

0234/509-3271 Vita

Schwerpunkte

  • Stationäre und ambulante Therapie des Diabetes
  • Zweitmeinungssprechstunde bei drohender Amputation
  • Insulinresistenz
  • Sprechstunde Unterzuckerung
  • Sprechstunde Insulinpumpen
  • Betreuung von Schwangeren mit Diabetes
  • Versorgung diabetesbedingter Magen-Darm-Beschwerden
  • Betreuung von Patienten mit Diabetes bei Bauchspeicheldrüsen- und Lebererkrankungen

Neueinstellung und Anpassung

In enger Kooperation mit den diabetologischen Schwerpunktpraxen unserer Stadt betreuen wir Patienten mit Diabetes mellitus sowohl im ambulanten, als auch im stationären Rahmen. Schwere Blutzuckerentgleisungen und spezielle Probleme bei der Einstellung des Diabetes mellitus, z.B. das Vorliegen diabetes-bedingter Nervenschäden im Magen-Darm-Trakt oder Wahrnehmungsstörungen für Unterzuckerungen, machen eine stationäre Aufnahme häufig unabwendbar. Die enge Zusammenarbeit zwischen Diabetesberaterinnen und dem ärztlichen Team ermöglicht eine Neueinstellung und/oder Anpassung der bestehenden Therapie zur Zufriedenheit des Patienten.

Überprüfung von Alternativen

Bundesweit werden jährlich mehr als 60.000 Gliedmaßen amputiert. Zwei Drittel davon betreffen Diabetes-Patienten. Hauptursache sind Wunden an Füßen und Beinen - das so genannte "Diabetische Fußsyndrom". Dieses entsteht durch irreparable Nervenschäden als Folge eines langjährigen Diabetes mellitus, die dazu führen, dass Patienten Druckstellen, Blasen und kleine Wunden an Beinen und Füßen oft nicht spüren. Wenn gleichzeitig die Durchblutung gestört ist, heilen betroffene Stellen nicht mehr. Sie entwickeln sich zu chronischen Wunden und im Weiteren zu abgestorbenem Gewebe. Irgendwann steht dann eine Amputation an.
Dieser folgenschwere Einschnitt ist jedoch nicht immer zwingend erforderlich. Aus diesem Grunde haben wir eine spezielle Sprechstunde eingerichtet. In dieser können Patienten, denen eine Amputation von Beinen oder Füßen angeraten wurde, eine unabhängige Zweitmeinung einholen. In einem interdisziplinären Team prüfen erfahrene, leitende Ärzten der Gefäßchirurgie (Prof. Dr. Achim Mumme), Radiologie (Prof. Dr. Odo Köster) und Diabetologie (Prof. Dr. Juris Meier) gemeinsam alternative Behandlungsmethoden.

Durchbrechen der Resistenz

Bei vielen Menschen mit Typ 2 Diabetes kommt es im Verlauf der Erkrankung zu einer deutlichen Verminderung der Insulinwirkung (Insulinresistenz). Häufig gelingt es in diesen Fällen trotz hoher Insulindosen nicht mehr, den Blutzucker in den Zielbereich abzusenken. Durch eine Kombination aus Bewegungsangeboten, speziellen Ernährungskonzepten, einer modifizierten Insulinbehandlung und den Einsatz moderner Medikamente kann diese Insulinresistenz in vielen Fällen durchbrochen werden, um eine gute Blutzuckereinstellung zu erzielen.

Umfassende Abklärung

Eine Unterzuckerung äußert sich meist durch Unwohlsein, Zittern, Schwindel, Heißhunger bis hin zur Bewusstlosigkeit. Für Unterzuckerungen gibt es viele Ursachen: Überdosierung von Insulin im Rahmen einer Diabetes-Therapie, aber auch insulin-produzierende Tumoren der Bauchspeichendrüse, sog. Insulinome, bei sonst gesunden Patienten. Wir bieten Ihnen eine umfassende Abklärung von wiederkehrenden Unterzuckerungen.

Unterstützung bei Erst- und Neueinstellung

Bei stark schwankenden Blutzuckerwerten mit wechselnden Über- und Unterzuckerungen kann häufig die Therapie mit einer Insulinpumpe hilfreich sein. Wir betreuen Insulinpumpenträger ambulant und stationär, unterstützen bei Erst- und/oder Neueinstellung.

Interdisziplinäre Beratung

Diabetes mellitus in der Schwangerschaft ist eine besondere Herausforderung für Patientin und Ärzte. In Zusammenarbeit mit den behandelnden Gynäkologen beraten und betreuen wir Schwangere mit Diabetes.

Moderne Untersuchungen

Neben den bekannten Folgekomplikationen eines Diabetes leiden viele Patienten unter Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, wie z. B. Völlegefühl, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen und Stuhl-Inkontinenz. Ursache dafür sind meist Nervenschäden im Magen-Darm-Trakt. Diese Veränderungen lösen häufig auch Schwierigkeiten in der Blutzucker-Einstellung aus und erfordern eine spezifische Anpassung der Therapie. Unsere Klinik bietet moderne Untersuchungen an, um die genauen Ursachen dieser Beschwerden schnell zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Große Expertise

Im Bereich des pankreopriven Diabetes mellitus, des durch Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen hervorgerufenen Diabetes mellitus, besitzen wir eine große Expertise. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie unseres Hauses ist zertifiziertes  Bauchspeicheldrüsen-Zentrum. Wir betreuen regelmäßig die Blutzuckereinstellung  dieser Patienten mit. 

Unser Angebot in Bochum

Die Universitätsklinik St. Josef-Hospital Bochum verfügt als Krankenhaus der Maximalversorgung über umfangreiche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Dieses breite Behandlungsspektrum wenden wir an, um die moderne Spitzenmedizin für komplexkranke Patienten mit Diabetes interdisziplinär zu nutzen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf der Behandlung der verschiedenen Folgeerkrankungen des Diabetes, wie etwa dem Diabetischen Fußsyndrom, der diabetes-bedingten Herzerkrankungen sowie der diabetischen Nierenerkrankung.

Unser Angebot in Hattingen-Blankenstein

In der Diabetesklinik Blankenstein liegt der Schwerpunkt auf der Blutzuckereinstellung. Dies umfasst ein spezialisiertes Schulungs- und Beratungsangebot, ebenso wie Bewegungsprogramme und ernährungstherapeutische Möglichkeiten. Selbstverständlich werden diese Angebote durch das komplette Spektrum der modernen medikamentösen Therapie sämtlicher Diabetesformen ergänzt. Die Klinik bietet durch ihre reizvolle Lage im Grünen und ein breites Angebot an naturheilkundlichen Verfahren ideale Bedingungen für die Behandlung von Menschen mit schwer einstellbarem Diabetes.

Die Verbesserung der Behandlungs- und Lebensqualität unserer Patienten steht stets im Mittelpunkt unseres Handelns.

Diabetes-Ambulanz

In unserer Diabetes-Ambulanz werden täglich Patienten mit Diabetes mellitus und diabetes-assoziierten Folgeerkrankungen betreut.

Besonderes Augenmerk legen wir auf das diabetische Fußsyndrom. Hier können wir auf ein spezialisiertes interdisziplinäres Team aus Gefäßchirurgen, Radiologen, Orthopäden, Podologen, Wundassistenten und Diabetesberaterinnen, Orthopädietechnikern und Orthopädieschuhmachern zurückgreifen. Dies ermöglicht uns, Patienten mit diabetes-bedingten Fußwunden bestmöglich zu versorgen.

Diabetisches Fußsyndrom

Eine unserer Besonderheiten ist die fachübergreifende und umfassende Versorgung unserer Patienten. Das diabetische Fußsyndrom betrifft viele medizinische Fachabteilungen, sodass wir in einem interdisziplinären Team zusammenarbeiten, um für den Patienten die bestmögliche Versorgung gewährleisten zu können. Wir sehen uns als primäre Anlaufstelle für bestehende Fußprobleme bei Patienten mit Typ 2 Diabetes und leiten bei Bedarf an alle nötigen Fachabteilungen weiter.

Das Diabetische Fußsyndrom ist eine wichtige Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. In Deutschland müssen jährlich ca. 40.000 Amputationen aufgrund eines Diabetes durchgeführt werden. Ein Großteil dieser Amputationen wäre durch eine rechtzeitige und fachgerechte Behandlung vermeidbar. Aus diesem Grunde ist es wichtig, frühzeitig die Anzeichen eines Diabetischen Fußsyndroms zu erkennen und kompetent zu behandeln, um drohende Folgekomplikationen abzuwenden.

Im St. Josef-Hospital Bochum haben sich daher Experten aus den Fachdisziplinen Diabetologie, Gefäßchirurgie, Dermatologie und Radiologie zusammengeschlossen, um gemeinsam eine umfassende und optimale Versorgung der Patienten mit Fußproblemen zu ermöglichen. Unser Behandlungsteam beinhaltet zusätzlich Fach-Experten aus den Bereichen des pflegerischen Wundmanagements, der Diabetesberatung, Diätberatung sowie der Orthopädie-Technik. Auf diese Weise können wir individuell auf die Bedürfnisse unserer Patienten eingehen, um gemeinsam eine passende Behandlung zu finden.

Fußprobleme bei Menschen mit Diabetes können vielfältige Ursachen haben und erfordern daher eine angepasste Diagnostik und Behandlung. Die häufigste Ursache offener Wunden liegt dabei in einer Schädigung der Nerven an Füßen und Unterschenkeln („periphere Neuropathie“; PNP). Hierdurch kommt es einer eingeschränkten Schmerzwahrnehmung und einer Fehlbelastung der Füße. Ein zweiter wichtiger Faktor, der ein diabetisches Fußsyndrom begünstigen kann, ist eine Durchblutungsstörung der Beine und Füße („periphere arterielle Verschlusskrankheit“; pAVK). Hierdurch kommt es zu einer Minderversorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen bis hin zum Absterben des Gewebes. Begünstigt durch diese Veränderungen kann es bei Menschen mit Diabetes gehäuft zu Infektionen kommen, welche sich zum einen in einer Fuß- oder Nagelpilz-Erkrankung, zum anderen in einer bakteriellen Infektion der Füße äußern kann. Insbesondere bakterielle Infektionen der Füße erfordern eine rasche und intensive Behandlung. Zusätzlich zu diesen Erkrankungen finden sich gehäuft immunologisch bedingte Hauterkrankungen (sog. Vaskulitiden) sowie venös bedingte Unterschenkelgeschwüre („ulcus cruris“).

Entsprechend dem vielfältigen Spektrum des diabetischen Fußsyndroms stellen sich die jeweiligen Behandlungsschwerpunkte unseres interdisziplinären Teams dar:

In der Diabetologie erfolgt schwerpunktmäßig die Versorgung von Patienten mit typischen diabetischen Druckgeschwüren („malum perforans“) sowie von durchblutungs-bedingten Geschwüren und Gewebsschäden (Nekrosen), die primär keine operative Versorgung erfordern. Auch die sofortige Behandlung bakterieller Fuß-Infektionen („Vorfuß-Phlegmone“) erfolgt durch die Diabetologie. Die gleichzeitige Einstellung der Blutzuckerwerte sowie weiterer internistischer Risikofaktoren ist hierbei von großer Wichtigkeit. In enger Abstimmung mit Experten aus dem Bereich der Orthopädie-Technik erfolgt die Anpassung einer geeigneten Schuh- oder Einlagenversorgung.

Ein besonderer Schwerpunkt der Dermatologie liegt in der Behandlung venös bedingter Wunden und Hautveränderungen im Bereich der Unterschenkel und Füße. Auch bei den immunologisch bedingten Erkrankungen der Haut („Vaskulitiden“) sowie speziellen Hauterkrankungen bei Menschen mit Diabetes findet sich ein hoher Erfahrungsschatz. Die Möglichkeit der operativen Deckung großer Gewebsdefekte mittels sogenannter Spalthaut-Transplantate ergänzen das breite Spektrum. Von großer Bedeutung für den Heilungsverlauf chronischer Wunden ist die kompetente Auswahl geeigneter Wundauflagen für unterschiedliche Wundarten. Auch bakterielle Infektionen des Fußes und Beins (v.a. „Erysipel“) werden kompetent versorgt.

Die Gefäßchirurgie bietet ein umfassendes Spektrum moderner Untersuchungstechniken und Behandlungsverfahren für Durchblutungsstörungen der Beine und Füße. Hierzu zählt neben medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten insbesondere die Möglichkeit der Bypasschirurgie, welche eine operative Wiederherstellung der Durchblutung bis in die kleinen Gefäße des Unterschenkels und Fußrückens ermöglichen kann. Für den Fall eines bereits zu weit fortgeschrittenen Gewebsunterganges stehen heute verschiedenste operative verfahren mit dem Ziel eine größtmöglichen Gewebs-Erhalts zur Verfügung.

Die Radiologie bietet modernste Untersuchungsmöglichkeiten zur Darstellung von Gefäßveränderungen, Weichteil-Infektionen oder Knochenveränderungen im Bereich der Beine und Füße. Hierzu kommen herkömmliche Röntgen-Technik, Computertomografie oder Kernspintomografie zum Einsatz. Von großer Bedeutung ist die Möglichkeit der Wiedereröffnung von Gefäßverschlüssen im Bereich der Ober- und Unterschenkel mittels Katheter-Technik, welche in vielen Fällen eine Wiederherstellung der Durchblutung ohne die Notwendigkeit einer Operation ermöglicht.

Die Orthopädie bietet neben der konservativen Therapie mit entsprechenden Schuhzurichtungen für den diabetischen Fuß insbesondere auch die operative Therapie von knöchernen Veränderungen des diabetischen Fußes an. Hierzu zählen z. B. die Korrektur von Fehlstellungen, die Entfernung von störenden Knochenanteilen und die chirurgische Behandlung von Infektionen. Aufgrund der komplexen Problematik ist hierbei oftmals ein etwas aufwändigeres Vorgehen im Hinblick auf einen langfristig guten Erfolg der chirurgischen Behandlung des diabetischen Fußes angezeigt.

Forschung

Seit dem 1. Januar 2015 leitet Prof. Dr. med. Michael Nauck die klinische Forschung an der Abteilung für Diabetologie.

Der Fokus liegt hier auf der Grundlagenforschung des Typ 2 Diabetes, darüber hinaus führen wir große klinische Studien zur medikamentösen Diabetestherapie durch. Dazu stehen uns ein hochmodernes Stoffwechsellabor sowie ein Forschungs-Speziallabor zur Verfügung. Internationale Anerkennung genießt unsere Forschungsgruppe insbesondere auf den Gebieten der gastrointestinalen Peptidhormone, der Betazellprotektion sowie bei Innovationen in der Typ-2-Diabetestherapie.

So erreichen Sie uns

St. Josef-Hospital

Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

Gudrunstraße 56
44791 Bochum

Telefon 0234/509-0
Telefax 0234/509-3995

Klinik Blankenstein

Im Vogelsang 5-11
45527 Hattingen

Telefon 02324/396-0
Telefax 02324/396-72170

Sekretariat

Andrea Schlosser

Telefon 0234/509-6060

Diabetologie in der Klinik Blankenstein

Station Diabetologie
Telefon 02324/396-72500
Telefax 02324/396-72506

Diabetesambulanz
Telefon 02324/396-72681 oder -72500
Telefax 02324/396-72478

Diabetologie im St. Josef-Hospital

Telefon 0234/509-3271
Telefon 0234/509-2472
Mo. - Fr.: 07.45 - 15.00 Uhr

Öffnungszeiten
Mo. - Fr.: 08.00 -13.00 Uhr

Sie finden unsere Ambulanz in Haus A, 2.Etage