Herzinsuffizienz / Kardiomyopathien

Bei vielen Patientinnen und Patienten liegt der Herzschwäche eine Erkrankung oder Schädigung des Herzmuskels zugrunde. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und können sowohl angeboren als auch im Laufe des Lebens erworben sein. Der Krankheitsverlauf entwickelt sich häufig schleichend, kann jedoch in manchen Fällen auch plötzlich auftreten.

Die Diagnosestellung erfolgt auf Basis gezielter Blutuntersuchungen sowie moderner bildgebender Verfahren wie der Echokardiografie und der kardialen Magnetresonanztomografie. Ergänzend kommen bei Bedarf invasive Methoden wie die Herzkatheteruntersuchung oder eine Herzmuskelbiopsie zum Einsatz.

Abhängig von der zugrundeliegenden Ursache stehen individuell angepasste Therapiekonzepte zur Verfügung. Diese reichen von einer medikamentösen Behandlung, den Einsatz spezieller Herzschrittmachersysteme sowie interventionelle oder operative Therapien bei Herzklappenerkrankungen. Ein zentrales Ziel ist zudem die frühzeitige Identifikation von Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen oder einen plötzlichen Herztod und bei entsprechender Indikation die Versorgung mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD).

Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik liegt in der Behandlung der hypertrophen Kardiomyopathie (HCM/HOCM) sowie der kardialen Amyloidose. Dabei besteht in Kooperation mit dem Institut für Humangenetik der Ruhr-Universität Bochum (Leiter:
Prof. Dr. med. H. P. Nguyen) die Möglichkeit einer genetischen Beratung. Die Abklärung und Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einer kardialen Amyloidose erfolgt interdisziplinärer in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie, Hämatologie und Onkologie sowie der Radiologie und Nuklearmedizin.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Michael Gotzmann

Geschäftsführender Oberarzt

Prof. Dr. Arash Haghikia

Direktor

Ahmed Ibrahim

Funktionsoberarzt