Kardiologische Notfall- und Intensivmedizin

Chest Pain Unit

Patientinnen und Patienten mit plötzlich auftretenden Brustschmerzen werden in der spezialisierten Notfallambulanz nach klar definierten und standardisierten Abläufen versorgt. Vorrangiges Ziel ist es, innerhalb kürzester Zeit einen akuten Herzinfarkt zu bestätigen oder sicher auszuschließen, da eine rasche Diagnose entscheidend für das Ausmaß möglicher Herzschäden und den weiteren Krankheitsverlauf ist.

Akuter Brustschmerz – strukturierte Notfallversorgung

Patientinnen und Patienten mit plötzlich auftretenden Brustschmerzen werden in der spezialisierten Notfallambulanz nach klar definierten und standardisierten Abläufen versorgt. Vorrangiges Ziel ist es, innerhalb kürzester Zeit einen akuten Herzinfarkt zu bestätigen oder sicher auszuschließen, da eine rasche Diagnose entscheidend für das Ausmaß möglicher Herzschäden und den weiteren Krankheitsverlauf ist.

24-Uhr-Bereitschaft

Die Chest Pain Units (CPU) des KKBs sind an sieben Tagen in der Woche und 24 Stunden täglich einsatzbereit. In speziell ausgestatteten Monitorbetten werden Patientinnen und Patienten mit akuten Brustschmerzen kontinuierlich überwacht, umfassend diagnostisch abgeklärt und leitliniengerecht behandelt. Die Einheit ist mit moderner Medizintechnik ausgestattet und ermöglicht eine spezialisierte Überwachung.

Eng abgestimmte Versorgungskette

Bereits der Rettungsdienst kann vor Ort mittels EKG-Untersuchung Hinweise auf einen akuten Herzinfarkt erkennen. Besteht ein entsprechender Verdacht, wird das Herzkatheterlabor noch vor dem Eintreffen der Patientin oder des Patienten alarmiert. Ist die Ursache der Beschwerden zunächst unklar, erfolgt die direkte Zuweisung in die CPU. Dort steht ein spezialisiertes Team bereit, um weiterführende Diagnostik durchzuführen. Diese umfasst unter anderem die Bestimmung herzinfarktspezifischer Laborparameter, bildgebende Untersuchungen sowie eine fortlaufende Überwachung mittels EKG. Auch andere ernsthafte und potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen in Betracht gezogen werden und differentialdiagnostisch abgeklärt werden (wie etwa hypertensive Krisen, Lungenembolien, Erkrankungen der großen herznahen Gefäße). Sobald eine gesicherte Diagnose vorliegt, wird in enger interdisziplinärer Abstimmung unverzüglich die erforderliche Therapie eingeleitet. Kann ein Herzinfarkt ausgeschlossen werden, und der Zustand stabil, erfolgt die Weiterbehandlung auf einer entsprechenden Normalstation. Ergeben sich keine Hinweise auf ein ernsthaftes Krankheitsbild, ist häufig eine zeitnahe Entlassung nach Hause möglich.

Qualitätssicherung und Zertifizierung

Die Chest Pain Unit stellt ein modernes Versorgungskonzept zur Optimierung der Notfallbehandlung bei Brustschmerzen dar. Eine Zertifizierung erhalten ausschließlich Einrichtungen, die strenge personelle und technische Qualitätskriterien erfüllen. Diese Auszeichnung wird von der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung vergeben und dem St. Josef-Hospital und St. Elisabeth Hospital seit 2015 regelmäßig bestätigt.

Cardiac Arrest Center

Rund 75.000 Menschen werden in Deutschland jährlich noch vor der Einlieferung in ein Krankenhaus wiederbelebt, z.B. aufgrund eines Herzinfarkts, Ertrinkungs- oder Erfrierungsunfälle. Um reanimierten Patienten die optimale Versorgung und gleichermaßen die besten Überlebenschancen zu gewährleisten, sollen sie möglichst in spezialisierten Krankenhäusern weiterbehandelt werden, den sogenannten Cardiac Arrest Centern.

Das St. Josef-Hospital Bochum ist seit November 2021 (als erste Bochumer Klinik) offiziell zertifiziert und erfüllt damit alle Qualitätsstandards eines Cardiac Arrest Centers nach den strengen Kriterien des Deutschen Rates für Wiederbelebung.

Intensivmedizin

 

Individuelle Behandlung von schwerstkranken Patienten

Im Bereich der konservativen Intensivmedizin arbeitet die Klinik für Kardiologie und die Rhythmologie eng mit der Klinik für Inneren Medizin und der Klinik für Neurologie zusammen. Die Intensivstation verfügt über alle modernen Verfahren der Intensivmedizin inklusive aller Beatmungs-, Kreislauf-/Lungenersatz- und Nierenersatzverfahren. Durch ein breit aufgestelltes interdisziplinäres ärztliches Team und ein hochqualifiziertes und erfahrenes Pflegeteam können Patientinnen und Patienten individuell und auf höchstem medizinischem Niveau versorgt und behandelt werden.

 

Kardiologische Behandlungsschwerpunkte

  • Intensivmedizinische Betreuung des akuten Myokardinfarktes
  • Lungenversagen bei akuter Herzinsuffizienz
  • Kardiogener Schock
  • Herzkreislauf-Unterstützung mit Impella-Microaxialpumpe (z.B. bei kardiogenem Schock oder im Rahmen von Hoch-Risiko-Eingriffen)
  • Akutes Nierenversagen im Rahmen eines kardio-renalen Syndroms
  • Endokarditis mit kompliziertem Verlauf
  • Intensivmedizinische Betreuung nach Herzklappeneingriffen (Interventionen der Mitral- und Trikuspidalklappen)

 

Ansprechpartner

Dr. Jochen Grote

Leitender Oberarzt

Prof. Dr. Michael Gotzmann

Geschäftsführender Oberarzt

Georgios Christis

Oberarzt

Mohamad Alsabbagh

Oberarzt

Prof. Dr. Arash Haghikia

Direktor