Funktionsbereiche

Elektrophysiologie / EEG

Schäden oder Krankheiten des Nervensystems machen sich durch Störungen der Nervenfunktion bemerkbar, wie z. B. Krampfanfälle, Lähmungen oder Empfindungsstörungen, Kraftverlust oder auch Schmerzen. Mit Hilfe der neurophysiologischen Untersuchungen kann auf den Ort der Schädigung geschlossen werden.

Folgende technische Untersuchungen werden für stationäre und ambulante Patienten angeboten:

  • Elektroenzephalogramm (EEG/aEEG):
    Aufzeichnung der Gehirnströme, um Störungen der Gehirnfuktion aufzudecken. Wir sind Teil der "Ruhr-Epileptologie". In Kooperation wird ein prächirurgisches Monitoring angeboten.
  • Elektromyographie (EMG) in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie:
    Untersuchung der Muskelströme.
  • Neurographie motorisch und sensibel (NLG):
    Untersuchung der Leitgeschwindigkeit von Nerven.
  • Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SEP):
    Ableitung der Hirnaktivität, ausgelöst durch optische (VEP), akustische (AEP) und sensible (SEP) Reize.
  • Polysomnographie:
    Untersuchung des Schlafes zur Abklärung von schlafassoziierten Erkrankungen.
  • Des Weiteren stehen experimentelle Verfahren wie z. B. Myoskopie zur Verfügung.

Bronchoskopie

Im Endoskopie-Funktionsbereich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin werden pro Jahr ca. 200 flexible und 20-30 starre Bronchoskopien durchgeführt. Hierfür steht ein Team aus drei festen Endoskopie-TAs und fünf pädiatrischen Pneumologen sowie einer Fachärztin in der Weiterbildung pädiatrische Pneumologie bereit. Die technische Ausstattung basiert auf moderner digitaler Video-Bronchoskopie-Technik und elektronischer Befunddokumentation. Indikationen zur Bronchoskopie in flexibler Technik sind überwiegend diagnostische Abklärung therapierefraktärer unterer Atemwegsbeschwerden, unklarem Stridor, Diagnostik bei Verdacht auf interstitielle Lungenerkrankung (mit bronchoalveolärer Lavage), Erregerdiagnostik bei Immundefekt-, Mukoviszidose- und PCD-Patienten in bestimmten klinischen Situationen, Verdacht auf Fehlbildungen des Tracheobronchialbaums, respiratorischen Probleme bei intensivmedizinisch betreuten Patienten, und Verdacht auf Vocal Cord Dysfunction (letzte als Wach-Laryngoskopie).  Indikation für Bronchoskopien  in starrer Technik sind überwiegend Entfernung tracheobronchialer Fremdkörper, daneben Diagnostik einiger seltenerer Fehlbildungen wie Larynxspalten.  Für – auch notfallmäßige - starre Bronchoskopien stehen vier pädiatrisch-pneumologische Oberärzte an der Klinik bereit; dabei wird die Anästhesie durch die anästhesiologische Abteilung des St. Josef-Hospitals in den Räumen der Kinderklinik geleistet. Die flexiblen Bronchoskopien werden überwiegend in Sedierung in Spontanatmung durchgeführt. Es besteht eine enge Kooperation mit den Kindergastroenterologen unserer Klinik, so dass in ausgewählten Indikationen (z.B. therapierefraktäre Atemwegsbeschwerden mit Frage nach gastroösophagealem Reflux) Bronchoskopie und Ösophagogastroskopie in gleicher Sedierung in gemeinsamer Untersuchung durchgeführt werden.

Gastroenterologische Funktionsdiagnostik / Endoskopie

Im Endoskopie-Funktionsbereich der Kinder- und Jugendmedizin werden pro Jahr ca. 500 Endoskopien (Ösophagogastroskopien und Koloskopien) durchgeführt. Hierfür steht ein Team aus Endoskopie-Assistentinnen und Kindergastroenterologinnen bereit. Die technische Ausstattung basiert auf moderner digitaler Video-Endoskopie-Technik und elektronischer Befunddokumentation. Indikationen zur Ösophagogastroduodenoskopie oder Koloskopie sind z.B.  die Abklärung von Oberbauchbeschwerden, die Suche nach Vorliegen einer gastroösophagealen Refluxerkrankung oder chronisch entzündlichen Veränderungen des Magen-Darm-Traktes wie z.B. bei der Colitis ulzerosa oder beim M. Crohn. Auch die Suche nach einer Zöliakie (Glutenerkrankung) oder der Ausschluss einer Darminnervationsstörung (M. Hirschsprung) findet unter Zuhilfenahme der endoskopischen Methoden statt. Ebenso können Fremdköper (z.B. Münzen, Batterien etc.) endoskopisch aus der Speiseröhre entfernt werden.

Darüber hinaus werden auch Spezialuntersuchungen wie die 24h-pH-Impedanzmessung oder die Anlage von Ernährungssonden (PEG, Button etc.) und deren Nachsorge angeboten.

Je nach klinischem Zustand des Patienten wird die Untersuchung entweder in einer Analgosedierung oder in einer Intubationsnarkose durchgeführt. Es erfolgt vorher immer eine individuelle Beratung und Risikoabschätzung so dass auch Patienten mit Multisystemerkrankungen oder schwerer neurologischer Beeinträchtigung versorgt werden können.

In der vorherigen ambulanten Beratung wird entschieden ob die Untersuchungen ambulant oder stationär erfolgen sollen. Zusätzlich bieten wir die Durchführung von Atemtesten zur Abklärung von Nahrungsmittelintoleranzen an.

Immunologisches Labor

Team

Dr. Tobias Rothoeft

Oberarzt

0234/509-2643

Prof. Dr. Uwe Schauer

Funktionsoberarzt

0234/509-2660

Veronika Baumeister

Med. Techn. Assistentin (MTA)

0234/509-2664

Angelika Michel

Med. Techn. Assistentin (MTA)

Anforderungsbogen

Screening auf immunologische Defekte pdf 49,6 KiB

Ambulanz

Die Betreuung von Kindern mit Immundefizienz erfolgt in der Ambulanz von Prof. Dr. med. Uwe Schauer oder in der Tagesklinik der Universitäts-Kinderklinik Bochum. Patienten können in der Ambulanz nach Terminvereinbarung unter Telefon 0234/509-2631 vorgestellt werden.

Laborleistungen

Alle Abnahmen grundsätzlich nur nach telefonischer Absprache unter Telefon 0234/509-2664

Mo. - Do. 8.00 bis 16.30 Uhr, Fr. 8.00 bis 15.00 Uhr

Proben senden an: Klinik für Kinder- & Jugendmedizin, Immunologisches Labor im Keller, Alexandrinenstr. 5, 44791 Bochum

Serum: bei Postversand abgesert, bei Versand mit Taxi auch Vollblut

Heparinblut: 100 U Heparin / 10 ml Blut (z.B. Vetren, Hep-flush) frisch (max. 3h alt): Taxiversand; bis zu 18 h alt: mit Taxi oder per Postexpress (Zustellung bis 10 Uhr)

Durchgeführte Untersuchungen

  • Bestimmung von T-Zell-Oberflächenmarkern, Bestimmung von T-Zell-Subpopulationen, Messung von B-Zellen sowie NK-Zellen im Durchflußzytometer (FACS)
    • Material: 0.5 ml Heparin-Blut
    • Abnahme: täglich, max. 18 h alt
  • Bestimmung von CD40L (CD154) auf aktivierten T-Zellen
    • Material: 5 ml Heparin-Blut
    • Abnahme: Mo. - Do. vor 10 h, max. 18 h alt
  • Bestimmung von memory B-Zellen
    • Material: 5 ml Heparin-Blut
    • Abnahme: täglich, max. 18 h alt
  • Messung der T-Zell-Proliferation (Lymphozytentransformationstest)
    • Material: 5 ml Heparin-Blut
    • Abnahme: Mo., Di. & Fr., max. 18 h alt
  • Bestimmung der Immunglobuline einschließlich IgG-Subklassen sowie Impfantikörper gegen Pneumokokken
    • Material: 2 ml Serum (Impfantikörper 0.5 ml Serum)
    • Abnahme: täglich
  • Bestimmung der Granulozytenfunktion (Bildung von O2-) sowie Messung von Adhäsionsmolekülen (CD18)
    • Material: 0.5 ml Heparin-Blut
    • Abnahme: täglich, max. 3 h alt
  • Messung von Komplementfaktoren (C3, C4) sowie Komplementfunktionsteste (AP 50, CH 100)
    • Material: 1.5 ml Serum
    • Abnahme: täglich

Für weitergehende Informationen zu den genannten Untersuchungen empfehlen wir die Internetseite www.immundefekt.de.

Lungenfunktion

Im Funktionsbereich „Lungenfunktion“ werden alle Techniken der Lungenfunktionsmessung sowie weitere Funktionsuntersuchungen vorgehalten: Spirometrie einschließlich mobiler Spirometrie z.B. für Patienten mit isolationspflichtigen Problemkeimen, Bodyplethysmographie, Provokationsmethoden (Laufband, Metacholin), Bronchospasmolyse, CO-Diffusionsmessung, Fahrrad-Spiroergometrie, Rhinomanometrie einschließlich nasaler Allergenprovokation, nasale und exhalative NO-Messung, und demnächst auch die LCI-Bestimmung mittels multiple breath washout-Technik ab dem Kleinkindalter. Außerdem werden hier Iontophoresen, Allergietests (Prick-, Epikutantests), Atemtests und Einzel-Schulungen für Inhalationstechniken durchgeführt.

Notfallambulanz / Erste Hilfe

Die Notfallambulanz der Universitätskinderklinik Bochum ist Anlaufstelle für Eltern mit einem kranken Kind immer dann, wenn der betreuende Kinderarzt in der Praxis nicht erreichbar ist. In der Ambulanz wird entschieden, ob Ihr Kind so krank ist, dass es als Notfallpatient stationär aufgenommen werden muss oder ob es zu Hause weiter behandelt werden kann. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1970 ist die Zahl der hier vorgestellten Kinder kontinuierlich gestiegen. Pro Jahr betreut die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum rund 15.000 Notfallpatienten, das sind pro Tag 41 Kinder pro Tag.

Wartezeiten leider unvermeidlich

Wir bemühen uns, die Wartezeiten in der Notfallambulanz so kurz wie möglich zu halten. Bitte bedenken Sie, dass die Ärztin oder der Arzt in der Notfallambulanz in erster Linie für die stationären Patienten verantwortlich ist. Deshalb kann es zu Wartezeiten kommen. Zudem muss sich das Gespräch und die Untersuchung in der Ambulanz meist auf das Wesentliche beschränken. Für grundsätzlichere Fragestellungen steht der Kinderarzt in der Praxis, eine unserer Spezialsprechstunden oder die Teams auf den Stationen zur Verfügung.

Das geschieht in der Notfallambulanz

In der Notfallambulanz führen wir mit Ihnen und Ihrem Kind ein kurzes sogenanntes Anamnese-Gespräch und führen die körperliche Untersuchung des Kindes durch. In Einzelfällen kann eine Laboruntersuchung oder eine Röntgenaufnahme veranlasst werden. Manchmal ist auch die Verordnung eines Medikamentes per Rezept nötig.

Ihr Weg in die Klinik

In der Ambulanz sind Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen tätig: Pflegepersonal, Arzthelferinnen, Ärztinnen und Ärzte. Wenn Sie Ihr krankes Kind in einer Notfallsituation vorstellen, nimmt Sie eine der Schwestern in Empfang und lenkt ihren Weg in der Klinik. Nachts und an Wochenenden sind immer mindestens zwei Ärztinnen und Ärzte im Haus, von denen immer mindestens einer intensivmedizinisch ausgebildet ist.

Spezialsprechstunden nutzen

Die Notfallambulanz darf nicht mit unserer Spezial-Ambulanz verwechselt werden. Auf Überweisung Ihres Kinderarztes kann ihr Kind in einer unserer Spezialsprechstunden untersucht werden.

Physiotherapie

Frühe Diagnostik und frühe Therapie sind das Charakteristikum der Abteilung für Physiotherapie im Kinder Ambulanz Zentrum. Im ambulanten und stationären Bereich ist der Schwerpunkt unserer Arbeit die interdisziplinäre Betreuung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Störungen und Lungenerkrankungen jeder Art.

Wir arbeiten nach den Methoden der Reflexlokomotion nach Vojta und der Atemphysiotherapie nach Chevaillier. Zusätzlich bieten wir Intensivwochen zur Therapie- und Verhaltensoptimierung während der Vojtabehandlung an. In Absprache mit den niedergelassenen Kinderärzte und Therapeuten hat sich diese Vorgehensweise für Familien in besonderen Lebenssituationen in den vergangenen Jahren bewährt.

Galileo

Als Ergänzung der Basistherapie steht uns das Therapiegerät Galileo zur Verfügung. Diese Behandlungsmöglichkeit wird eingebettet in das individuelle Förderkonzept der Patienten. Der ursprünglich für Astronauten konzipierte Steh- und Gehtrainer „Galileo“ wird als Therapiegerät für die Kinder-Rehabilitation eingesetzt. Gerade Kindern, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, soll diese Therapiekombination mehr Beweglichkeit und Lebensqualität bringen. Für nicht stehfähige Kinder steht das modifizierte System mit einem Kipptisch zur Verfügung.

Schwimmen

Außerdem steht der Abteilung ein kindgerechtes Schwimmbad vormittags zur Verfügung. In den oben genannten Fachbereichen haben wir langjährige Berufserfahrung und sind als Lehrtherapeuten in den verschiedenen Bereichen tätig.

Die Eltern werden regelmäßig ambulant in der Therapie angeleitet und führen diese mit ihren Kindern mehrmals täglich durch.

Unsere ambulanten Patienten benötigen eine ärztliche Verordnung.

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. Thomas Lücke

Direktor

Kinder- und Jugendmedizin

0234/509-2611 Vita

Mitarbeiter

Sabine Jünemann-Bertram

Physiotherapeutin

0234/509-2827

Michaela Kumpernatz

Physiotherapeutin

0234/509-2817

Bettina Menzen

Physiotherapeutin

0234/509-2830

Jürgen Pollok

Physiotherapeut

0234/509-2826

Iris von der Lippe

Physiotherapeutin

0234/509-2802

Radiologie

Bildgebende Verfahren

Ein wichtiger Baustein für die Diagnostik - Strahlenschutz ist oberstes Gebot.

Auch im Kindesalter sind die bildgebenden Untersuchungen ein wesentlicher diagnostischer Baustein bei vielen Erkrankungen. Dabei ist ein Kind nicht mit einem kleinen Erwachsenen gleichzustellen. Die Untersuchungsbedingungen müssen sowohl dem extrem kleinen Frühgeborenen mit weniger als 1.000 Gramm Geburtsgewicht als auch einem übergewichtigen Jugendlichen Rechnung tragen.

Ausbildung und Infrastruktur

Der Strahlenschutz ist das oberste Gebot eines jeden kinderradiologisch tätigen Arztes. Eine entsprechende Ausbildung des Personals und eine adäquate technische Infrastruktur genießen Priorität. In diesem Sinne steht der Universitätskinderklinik seit Mai 2014 ein modernes digitales Radiographiegerät mit hochauflösendem Flachbilddetektor zur Verfügung. Die diagnostische Abklärung von Lungenerkrankungen sowie von Skelettanomalien wird durch diese neue Technik optimal abgebildet. Die im Katholischen Klinikum Bochum vorgehaltenen bildgebenden Untersuchungen umfassen das gesamte Spektrum der Kinderradiologie sowie der Sonographie (Ultraschalldiagnostik) und der konventionellen Röntgendiagnostik, Computertomographie (CT) bis hin zur Kernspintomographie (MRT) im MVZ Josefcarree PD Dr. med. Christoph M. Heyer.

Kooperation innerhalb der Ruhr-Universität

Die konventionelle Röntgendiagnostik und die Sonographie werden in der Kinderklinik durchgeführt. Großgeräteuntersuchungen (CT und MRT) erfolgen in enger Kooperation mit dem Kinderradiologischen Institut im MVZ Josefcarrée.

3.500 Ultraschalluntersuchungen pro Jahr

Mit rund 3.500 Untersuchungen pro Jahr führt die Ultraschalldiagnostik in Zahlen die Liste der bildgebenden Verfahren an. Das ist sicherlich auf ihren schonenden Einsatz (keine ionisierenden Strahlen) wie auch auf die sehr aussagekräftigen Bilder zurückzuführen. Mit Ausnahme der mit Luft gefüllten Lungen kann jedes Organsystem sonographisch untersucht werden. Die sonographische Diagnostik angeborener und erworbener Herzfehler geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum in Bad Oeynhausen, welches ebenfalls zur Ruhr-Universität Bochum gehört. Die Ultraschalluntersuchungen erfolgen in räumlicher Nähe für sämtliche Spezialambulanzen, die in der Universitäts-Kinderklinik etabliert sind.

Neue Untersuchungsindikationen

In den letzten Jahren sind neue Untersuchungsindikationen hinzugekommen, die bis dahin ausschließlich mit Hilfe der Röntgendiagnostik geklärt wurden. Zu nennen sind die retrograde Untersuchung der Harnwege (Nachweis eines vesikorenalen Refluxes) und / oder die hydrostatische Behandlung einer ileokolischen Invagination (Darmspülung mittels Salzwasserlösung zur Behandlung einer Darmeinstülpung).

Pädiatrisches Schlaflabor

  • Zwei videokontrollierte stationäre Polysomnographie-Meßplätze (Alice 3)
  • Ein mobiles Monitorsystem zur polysomnographischen Screeninguntersuchung (Edentrace II plus)
  • Untersuchungsmöglichkeiten für Neugeborene,Säuglinge, Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche (bis 16 Jahre)
  • Diagnostik schlafbezogener Atemstörungen (SBAS) im Kindesalter, insbesondere Obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS),Frühgeborenen-Apnoe, ALTE- und SIDS-Risikopatienten, Fehlbildungen der oberen und unteren Atemwege, schlafbezogene Anfallsleiden (Benigne komplexe Partialepilepsien) sowie Dys- und Parasomnien bei Kindern.
  • Indikationsstellung zur Monitorüberwachung, CPAP-Therapie und erweiterten Diagnostik, Therapieeinstellung und Follow-up-Untersuchungen.

Schlaf und Atmung - Herz und Kreislauf

Seit 1995 betreibt die Universitäts-Kinderklinik Bochum ein Schlaflabor. Es ist von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) anerkannt. In dieser Einrichtung werden in erster Linie schlafbezogene Atemstörungen des Kinderalters untersucht und behandelt.

Anmeldung zum Schlaflabor

Mo. - Fr.: 09.00 - 12.00 Uhr

Telefon 0234/509-2604

Schlaflabor - was passiert da?

Eine schlafmedizinische Untersuchung (Polysomnographie) umfasst die Ableitung verschiedener Biosignale (Hirnströme, Augenbewegung, Muskelanspannung, Puls und Atmung mit Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut, Videoaufzeichnung von Schlaflage und Bewegungen) während einer Nacht oder mehrerer Nächte. Die Begleitung insbesondere kleinerer Patienten durch ein Elternteil ist dabei möglich und ausdrücklich erwünscht.

Schlaflabor - wer sollte untersucht werden?

Im Wesentlichen erfolgt im Schlaflabor die Betreuung folgender Patientengruppen:

  • Neugeborene und Säuglinge mit der Frage nach Instabilitäten im Bereich der Atmung und des Herz-Kreislaufsystems insbesondere während des Schlafes (Atemregulationsstörung)
  • Säuglinge, Klein- und Schulkinder mit schlafbezogenen Auffälligkeiten wie Schnarchen, Atempausen und möglichen Begleitsymptomen wie Schwitzen, Wachstumsstörung, Tagesmüdigkeit, Infektneigung u.a. (Obstruktives Schlafapnoesyndrom)
  • Kinder mit zunehmender Atemschwäche und drohender Erschöpfung bei Erkrankungen des Nervensystems oder der Muskulatur (wie Muskeldystrophie Duchenne)
  • andere Patienten mit alterstypischen Ein- oder Durchschlafstörungen sowie schlafbezogenen Anfallsleiden oder unspezifischen Entwicklungs- oder Verhaltensstörungen.

Schlaflabor - was kann man tun?

Bei Säuglingen mit unzureichendem Atemantrieb steht meist die Frage nach der Versorgung mit einem Monitor zur häuslichen Überwachung oder der Einleitung einer medikamentösen Therapie im Vordergrund. Die Behandlung bei obstruktiven Schlafapnoen besteht z.B. in einer operativen Therapie (Hals-Nasen-Ohren) oder Anpassung eines Gerätes zur Aufrechterhaltung regelmäßiger Atemtätigkeit während des Schlafs (nCPAP). Eine intensivere Form der nächtlichen Beatmung kommt meist bei Kindern mit neuromuskulären Erkrankungen in Frage. Die Diagnostik und Therapie erfolgt in Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen der Klinik.

Tagesklinik

KraBaT - Krankenhausbehandlung am Tage

Die Tagesklinik KraBaT (Krankenhausbehandlung am Tage) der Universitätskinderklinik Bochum schließt seit Anfang 2001 die Lücke zwischen ambulanter und klassischer stationärer Behandlung. Zwei Liegend-Überwachungsplätze und sechs Sitzplätze ermöglichen es uns, Kinder und Jugendliche aller Altersstufen zu betreuen, wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, aber eine Übernachtung in der Klinik nicht erforderlich ist.

Die Tagesklinik befindet sich seit kurzem in neu gestalteten und großzügigen Räumen.

Ende der Behandlung gegen 16.00 Uhr

Die Aufnahme des Patienten erfolgt am frühen Vormittag. Die Behandlung sollte bis zum Nachmittag abgeschlossen sein, so dass die Eltern mit ihrem Kind die Einrichtung bis spätestens um 16.00 Uhr verlassen können. Eine Übernachtung ist nicht vorgesehen. Die Begleitung des Kindes oder Jugendlichen durch ein Elternteil ist meist erforderlich. Um die Behandlung so angenehm und kurzweilig wie möglich zu gestalten stehen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten (Mal- und Bastelutensilien, Spiele, Bücher, Zeitschriften) zur Verfügung. Auch für Verpflegung ist gesorgt.

Krankheitsbilder und Leistungen

Die Tagesklinik ist zuständig für

  • Untersuchungen in Narkose oder tiefer Sedierung (z.B. Magen-Darm-Spiegelungen, Kernspintomographie oder Punktionen)
  • die kurzfristige Überwachung nach einem Sturz auf den Kopf
  • allergologische Provokationstests
  • Diagnostik, Schulung und Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen
  • Hyposensibilidierungsbehandlung bei allergischen Kindern und Jugendlichen
  • endokrinologische Funktionsdiagnostik
  • Infusionsbehandlung z.B. bei Patienten mit Abwehrschwäche oder bei leichter bis mittelschwerer Austrocknung
  • Atemtest zur Diagnostik von Milch- und Fruchtzuckerunverträglichkeit
  • zeitaufwändige Labordiagnostik
  • Nachsorge von Verbrennungspatienten

Tagesklinik - Kontakt

Ihr Kind ist Patient der Tagesklinik KraBaT - wir sind Ihre Ansprechpartner:

Telefon 0234/509-2675

Eggert Lilienthal

Oberarzt

0234/509-2613

Sigrid Rudt

Stationsleitung

Für die Patienten sorgen zwei Kinderkrankenschwestern und eine Ärztin oder ein Arzt.