Kinderendokrinologie und Diabetologie

Schwerpunkte der Kinderendokrinologie und Diabetologie sind die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen Hormonstörungen wie zum Beispiel der Phosphatdiabetes und im Zusammenhang mit syndromalen/monogenetischen Erkrankungen. Hierzu gehört auch die frühkindlichen Adipositas. Insbesondere Kinder, die schon in den ersten Lebensjahren stark übergewichtig sind, sollten untersucht werden.

Zum anderen beschäftigt sich die Kinderendokrinologie mit Kindern und Jugendlichen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung. Dazu gehören DSD ("Intersexualität") und die Geschlechtsdysphonie ("Transsexualität"). Die Betreuung der Familien erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Kinder- und Jugendpsychiatern sowie den Psychotherapeuten.

Prof. Dr. Annette Richter-Unruh

Leiterin der Abteilung für Kinderendokrinologie und Diabetologie

Kinder- und Jugendmedizin

0234/509-2898

Schwerpunkte

  • Diabetes Typ I
  • Diabetes Typ 2
  • MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young)

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine chronische Erkrankung, die eine lebenslange Insulinzufuhr erforderlich macht. Die Ursachen für die Entwicklung dieser Erkrankung sind vielfältig und noch nicht abschließend geklärt. Die typischen Symptome - starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Gewichtsverlust - treten auf. Die Behandlung erfolgt mit Insulin, das nach verschiedenen Strategien zugeführt wird. Eine regelmäßige Stoffwechselkontrolle zur Überprüfung des Behandlungserfolges muss durchgeführt werden.

Diabetes mellitus Typ 2 wird oft noch als "Altersdiabetes" bezeichnet. Die Entwicklung in den letzten Jahren hat allerdings gezeigt, dass diese Form des Diabetes weltweit und in Deutschland zunehmend auch im Kindes- und Jugendalter auftritt. Neben Erbfaktoren sind insbesondere auch Lebensgewohnheiten mit Fehlernährung und daraus resultierendem Übergewicht sowie mangelnder körperlicher Aktivität verantwortlich. Die Ursache der Erkrankung ist kein Insulinmangel wie bei Diabetes mellitus Typ 1.

MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young) ist die Bezeichnung für eine Sonderform des Diabetes mellitus. Sie tritt meist vor dem 25. Lebensjahr auf und wird in Familien von Generation zu Generation weitergegeben. Ein spezieller molekulargenetischer Nachweis ist möglich. Bisher sind elf verschiedene MODY-Formen bekannt. Die Behandlung erfolgt diätetisch oder medikamentös.

Diabetesambulanz

Das Diabetesteam besteht aus drei bis vier Ärzten, einer Diabetesberaterin, einer Ernährungsberaterin, einem Diplom-Psychologen, einer Diplom-Sozialarbeiterin und speziell geschulten Kinderkrankenschwestern. Wir betreuen rund 150 Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ I und II.

Wenn Sie Ihr Kind in der Diabetesambulanz vorstellen möchten, benötigen Sie einen Termin.

Terminvereinbarung

Mo. - Fr.: 8.00 - 12.00 Uhr

Telefon 0234/509-2631
Telefax 0234/509-2627

Ambulanzzeiten nach Terminvereinbarung

Mo.: 13.30 - 16.30 Uhr
Di.: 13.30 - 17.30 Uhr
Mi.: 14.00 - 17.00 Uhr
Do.: 12.30 - 17.00 Uhr

Termine am Vormittag nach Vereinbarung

Das Diabetes-Team der Universitäts-Kinderklinik

Leitung

Eggert Lilienthal

Leiter Diabetologie

Kinder- und Jugendmedizin

0234/509-2631

Assistenzärztin

[no person]

Diabetesberaterinnen

Stefanie Ackermann

Diabetesberaterin DDG, Wundassistentin

0234/509-2345

Sibylle Funken

Diabetesberaterin DDG

Judith Kalus

Diabetesberaterin DDG

Ernährungsberatung / Diätassistenz

Sandra Schwenke

Ernährungsmedizinische Beraterin DGE

0234/509-3815 Vita

Julia Weinert

Diätassistentin

0234/509-2837

Sozialarbeiterin

Iris Ruhnau

Sozialpädagogin

Sozialdienst

0234/509-2177

Psychologe

Dipl. Psych. Helmut Neumann

Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

Kinder- und Jugendmedizin

0234/509-2632

Station Päd 2

Examinierte Kinderkrankenschwestern mit Schwerpunkt Diabetes mellitus

Telefon 0234/509-2035 oder -3085

Schulungen für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1

Patienten und ihre Eltern sollen zu Experten der eigenen Erkrankung werden

Diabetesschulungen werden in der Kinderklinik in unterschiedlicher Form angeboten. Die Schulungen werden von dem Diabetesteam durchgeführt. Es besteht aus spezialisierten Kinderärztinnen und -ärzten, drei Diabetesberaterinnen Kinderkrankenschwestern, einer Ernährungsberaterin, einer Sozialarbeiterin, Physiotherapeuten und Kinder- und einem Jugendpsychologen.

Vermittelt werden umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse, die das Management der Erkrankung für den Patienten und seine Eltern möglich machen sollen. Das Ziel der Schulungen besteht darin, den Patienten und seine Eltern zu Experten für die eigene Erkrankung zu machen.

Initialschulung

Wenn Kinder und Jugendliche an Diabetes mellitus Typ 1 neu erkranken, erfolgt eine umfangreiche praktische und theoretische Schulung. Diese wird stationär durchgeführt und dauert etwa zwei Wochen. Die Schulungen werden nach den Richtlinien der Deutschen Diabetesgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugenddiabetologie durchgeführt.

Folgeschulungen

Die Folgeschulungen werden individuell nach den Wünschen der Patienten durchgeführt. Zum einen dienen hierzu die regelmäßigen Ambulanztermine. Zusätzlich dazu werden Ernährungsberatungstermine nach Vereinbarung vergeben.

Stationäre Gruppenschulungen werden nach Bedarf für unterschiedliche Altersgruppen angeboten.

MVZ Endokrinologie/Diabetologie

In der endokrinologischen Ambulanz werden folgende Krankheitsbilder betreut: Wachstumsstörungen (Kleinwuchs, Hochwuchs), Schilddrüsenerkrankungen, Störungen der Pubertätsentwicklung, Störungen der Sexualentwicklung, AGS, Störungen des Calcium- und Knochenstoffwechsels, Adipositas (starkes Übergewicht). Zur Diagnostik gehört immer eine ausführliche Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) und gründliche körperliche Untersuchung sowie das Erstellen einer Wachstumskurve. Ggf. wird eine bedarfsgerechte Diagnostik (Labordiagnostik, radiologische Bildgebung) durchgeführt.

 Eines der häufigsten Probleme unserer Patienten ist die Frage, ob eine Wachstumsstörung bzw. ein Kleinwuchs vorliegt. Oft liegt keine krankhafte Wachstumsstörung vor, sondern eine familiärer Kleinwuchs oder eine Entwicklungsverzögerung. Bei Nachweis eines Wachstumshormonmangels lässt sich das Wachstum durch eine Wachstumshormontherapie normalisieren.

Michaela Kleber

Fachärztin für pädiatrische Endokrinologie

Kinder- und Jugendmedizin

0234/509-6654