Ultraschallambulanz der hirnversorgenden Gefäße (Neurosonologische Ambulanz)

Ultraschalluntersuchungen (die so genannten Doppler- und Duplexsonographien) der hirnversorgenden Gefäße sind ein wesentlicher Baustein der Diagnostik von Patienten mit einem akuten Schlaganfall (siehe stationäre Behandlung Schlaganfall). Verkalkungen und Verengungen der Halsschlagader sind eine wesentliche Ursache für einen Schlaganfall. Neben der routinemäßigen Untersuchung von stationären Patienten mit einem Schlaganfall oder einer TIA (vorübergehender Schlaganfallsymptomatik) besteht die Möglichkeit ambulant Fragestellungen hinsichtlich der hirnversorgenden Gefäße mittels Ultraschall zu klären.

In der neurosonologischen Ambulanz werden mittels extra- und transkranieller Doppler- und Duplexsonographie ausgewählte Patienten untersucht - beispielsweise werden Ultraschallkontrollen bei Hochrisiko-Patienten mit diffizilen oder unklaren Vorbefunden, Vaskulitiden, Sinusvenenthrombosen, Kontrollen bei intra- oder extrakraniellen Stenosen und bei Luxusperfusionsverhältnissen nach Schlaganfall empfohlen. Durch die genaue Messung von Gefäßverengungen (Stenose) können so auch Empfehlungen zu medikamentösen Therapieoptimierungen oder einer Carotis-Operation beziehungsweise interventioneller Therapie (Stent) gegeben werden. Die Ultraschallambulanz der hirnversorgenden Gefäße oder auch Neurosonologische Ambulanz gehört zusammen mit der Stroke Unit (Schlaganfall-Spezialstation), den Kliniken für Gefäßchirurgie, für Kardiologie, für Radiologie sowie der dermatologischen Angiologie zum interdisziplinären Gefäßschwerpunkt im St. Josef-Hospital, in dem Patienten mit Gefäßerkrankungen unterschiedlicher Organsysteme medizinisch effektiv behandelt werden.

Anmeldung (für gesetzlich Versicherte)

Telefon 0234/509-3072

Die Terminvereinbarung für ambulante Untersuchungen kann nach Überweisung durch einen niedergelassenen Neurologen erfolgen.

Ansprech­partner

Dr. Stephan Salmen

Oberarzt, Leiter der Sektion Schlaganfall