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Computertomographie (CT) – einfach erklärt
Was ist eine Computertomographie und wie funktioniert sie?
Die Computertomographie – kurz CT – ist ein modernes Röntgenverfahren, das seit den 1970er Jahren in der Medizin eingesetzt wird. Mit ihr lassen sich sehr Schichtbilder des gesamten Körpers erstellen.
Während der Untersuchung dreht sich eine Röntgenröhre um eine große, ringförmige Öffnung. Sie sendet einen fächerförmigen Röntgenstrahl aus, der den Körper durchdringt. Auf der gegenüberliegenden Seite messen empfindliche Detektoren, wie stark der Strahl von verschiedenen Geweben abgeschwächt wird. Ein Hochleistungscomputer wandelt diese Messdaten anschließend in detaillierte Bilder um. Aktuelle Geräte nehmen zahlreiche Schichten gleichzeitig und können sogar schnelle Bewegungen – wie den Herzschlag – präzise darstellen. Dank moderner Technik ist eine komplette Untersuchung heute in wenigen Sekunden möglich.
Wie läuft eine CT-Untersuchung ab?
- Vorbereitung
Medizinisch-technisches Assistenzpersonal (MTRA) begleitet Sie in den Untersuchungsraum und lagert Sie bequem auf der Liege.
- Kontrastmittel (falls notwendig)
Für viele Fragestellungen wird ein jodhaltiges Kontrastmittel benötigt, das über eine Vene – ähnlich wie bei einer Blutabnahme – verabreicht wird. Damit lassen sich Blutgefäße und Organe besser beurteilen.
- Die eigentliche Untersuchung
Sobald alles eingestellt ist, werden Sie gebeten, kurz die Luft anzuhalten. Währenddessen fährt die Liege durch die Öffnung des CT-Geräts. Dieser Vorgang dauert in der Regel weniger als 10 Sekunden.
Wann wird Kontrastmittel eingesetzt – und was muss ich beachten?
In vielen Fällen verbessert ein jodhaltiges Kontrastmittel die Bildqualität deutlich. So können Blutgefäße und innere Organe deutlich besser untersucht werden. Krankhafte Strukturen lassen sich dadurch besser erkennen.
Nebenwirkungen jodhaltiger Kontrastmittel sind sehr selten, dennoch benötigen wir vor der Untersuchung einige Angaben, um Sie bestmöglich zu schützen:
- frühere Reaktionen auf Kontrastmittel
- Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Überfunktion, Morbus Basedow)
- Schilddrüsentumoren oder geplante Radiojodtherapie
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Diabetes mellitus unter Metformin
- Plasmozytom oder monoklonale Gammopathie
- Schwangerschaft oder Stillzeit
Bitte teilen Sie uns diese Informationen vor der Untersuchung unbedingt mit.
Welche Vorteile bietet die Computertomographie?
- Überlagerungsfreie Bilder
Im Gegensatz zum normalen Röntgen zeigt die CT das Körperinnere als dünne „Schichten“. Damit können alle Körperregionen ungehindert untersucht werden.
- Untersuchung praktisch aller Körperregionen
Im Gegensatz zu anderen Untersuchungstechniken behindern Knochen oder Luft die Darstellung nicht. Dies ist ein wichtiger Vorteil gegenüber der Ultraschalldiagnostik.
- Hohe Detailgenauigkeit
Durch die sehr hohe Auflösung lassen sich selbst kleinste Veränderungen zuverlässig erkennen und zuordnen. Aus den Daten können außerdem 3D-Bilder erstellt werden. Diese sind oftmals für Planung von Operationen hilfreich.
- Schnelle Untersuchung
Die eigentliche CT Untersuchung dauert nur wenige Sekunden. Selbst die Untersuchung des ganzen Körpers dauert oftmals weniger als 10s.
- Präzise Planung und Behandlung
Die CT eignet sich hervorragend für:
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- Gewebeproben (z. B. aus Leber, Lunge oder Knochen)
- gezielte Therapien wie Drainagen oder Ablationen
- Unabhängige Bildqualität
Die Aufnahmen sind nicht untersucherabhängig und können jederzeit objektiv neu ausgewertet werden.
Welche Risiken gibt es bei der CT?
Bei jeder CT-Untersuchung kommen Röntgenstrahlen zum Einsatz. Die Strahlenexposition liegt meist zwischen 2 und 10 mSv. Das entspricht ungefähr der natürlichen Strahlung, der jeder Mensch in Deutschland innerhalb von 1 bis 3 Jahren ausgesetzt ist. Wir arbeiten mit moderner Technik in Weiterentwicklung der Vorgaben des Strahlenschutzes, um die Strahlenexposition für jede Untersuchung so gering wie möglich zu halten. Vor jeder Untersuchung prüft ein fachkundiger Radiologe die Notwendigkeit der Untersuchung und legt ein individuell optimiertes Untersuchungsprotokoll fest. Damit überwiegt der Nutzen der CT-Untersuchung die Risiken deutlich.