- Katholisches Klinikum Bochum
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- Neuroradiologie
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- Behandlung chronischer Subduralhämatome
Das chronische Subduralhämatom (cSDH) ist ein wiederkehrender Bluterguss zwischen der Innenseite des knöchernen Schädels und des Gehirns. Auslöser ist oft ein Bagatelltrauma, z.B. eine leichte Schädelprellung. Die Einnahme blutverdünnender Medikamente begünstigt dann häufig die Entstehung eines SDH.
Studien der letzten Jahre konnten zeigen, dass oft eine andauernde Entzündung der äußeren Hirnhaut eine langsame Chronifizierung mit erneuten Nachblutungen(Rezidiv) begünstigt, sowohl mit, als auch ohne vorausgegangene neurochirurgische Operation. Neben einer ggf. erforderlichen neurochirurgischen Behandlung kann in ausgewählten Fällen eine minimal-invasive Behandlung vorgenommen werden. Dabei erfolgt der Verschluss kleiner, die Entzündung unterhaltener Arterien, was den Zustand günstig beeinflussen und eine (erneute) Operation unnötig machen kann. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass durch den kurzen Eingriff rasch mit der Wiederaufnahme einer zuvor pausierten aber z.B. bei Vorhofflimmern notwendigen „Blutverdünnung“ begonnen werden kann.
Septiertes chronisches Subduralhämatom (*) rechts mit frischen Einblutungen. Arteria meningea media (Pfeil in A) vor und nach erfolgreicher Embolisation (nicht mehr sichtbar in B)