Medizinische Leitung

Dr. Katja Vogelsang

Chefärztin

Schmerztherapie

02324/396-72162

Im Auftrag gegen den Schmerz

Unser oberstes Ziel ist es, Ihre Schmerzen zu lindern und zu bekämpfen. Hierzu greifen wir auf Behandlungsmethoden aus den verschiedensten Bereichen zurück. Von der klassischen Schulmedizin bis hin zur Naturheilkunde legen wir den Fokus auf eine bestmögliche Lebensqualität, die Ihnen Erleichterung verschafft.

Akupunktur: Traditionelle Behandlungsmethode zur Förderung der Gesundheit

"Den Schmerz zu verstehen auf all seinen Ebenen, ist unser Anliegen. Gemeinsam im multiprofessionellen Team erstellen wir ein individuelles, tragfähiges Konzept zur Behandlung."

Dr. Katja Vogelsang
Chefärztin Schmerztherapie

Schwerpunkte

  • Chronische Schmerzen
  • Tumor-Schmerztherapie
  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Akupunktur
  • Hyperthermie

Individuelles Konzept

  • Chronische Schmerzen verändern das Leben nachhaltig. In der multimodalen Schmerztherapie gehen wir die Belastung ganzheitlich an. Im ersten Schritt steht eine Klärung der Lage, was ist bisher geschehen, wie ist der körperliche Befund, was ging voran? Welche Therapien wurden schon mit welchem Erfolg durchgeführt? Welche Auswirkungen haben die Beschwerden auf Ihre Lebensqualität? Was sind Ihre Ziele?
  • Im nächsten Schritt gehen wir das Schmerzproblem gemeinsam mit dem sogenannten bio-psycho-sozialen Ansatz an und finden mit Ihnen zusammen ein individuelles Konzept aus Bewegung, geweblichen Behandlungen, Gesprächen, den richten Medikamenten und der Möglichkeit „Werkzeuge“ kennenzulernen, die Ihnen wieder mehr Kontrolle und möglichst weniger Leidensdruck ermöglichen.

Optimale medikamentöse Einstellung

In Kooperation mit dem Fachbereich Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin behandeln wir Patienten mit Tumorschmerzen. Die Schmerztherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Tumortherapie, weil es gerade der Schmerz ist, der als Symptom die Lebensqualität des Tumorpatienten beeinträchtigt. Zum Einsatz kommt hier im Wesentlichen die medikamentöse Einstellung des Patienten mit Opioid-Analgetika, eventuell mit Hilfe eines so genannten Morphintestes, der es uns erlaubt, schnellstmöglich eine adäquate Schmerztherapie einzuleiten.

Einstellung mit Opioid-Analgetika

Ob sich die vom Patienten beklagten Schmerzen mit Hilfe von Morphinpräparaten lindern lassen, stellen wir mit Hilfe eines Morphintests fest. So lassen sich der Schmerzmittelbedarf und der Behandlungsbedarf ermitteln und individuell für jeden Schmerzpatienten anpassen.

Bei welchen Schmerzen ist ein Morphintest sinnvoll?

  • Schmerzen am Bewegungsapparat
  • Rückenschmerzen, Schulter-Arm-Syndrom
  • Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, medikamentös induzierter Kopfschmerz, cervicogener und Kombinationskopfschmerz
  • Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmerz
  • Rheumaschmerz, chronische Polyarthrose
  • Komplexes regionales Schmerzsyndrom (Sudeck)
  • Stumpf- und Phantomschmerzen
  • Tumorschmerzen
  • Polyneuropathie
  • Herpes-Zoster-Neuralgie
  • Rheumaschmerz, chronische Polyarthrose
  • Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)

Nadeln gegen den Schmerz

Die Akupunktur gehört zu den ältesten Heilverfahren in der chinesischen Medizin und ist in Deutschland eines der führenden alternativ-medizinischen Behandlungsverfahren.

Seit vielen Jahren nutzen wir die Akupunktur zur Behandlung von Schmerzen in unserer Praxis – mit großem Erfolg. Behandelt werden über 400 Akupunkturpunkte. Es gibt zahlreiche Hauptmeridiane, die spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind und auf Extrameridianen lokalisiert sind. Dazu gibt es noch weitere verschiedene Extrapunkte. Die Einstichtiefe beträgt 5-40 mm. Durch Drehen der Nadel kann eine stimulierende oder beruhigende Wirkung erzielt werden. Die Dauer einer Akupunktursitzung kann stark variieren und hängt von der Art des Schmerzes ab.

Letztendlich kann die Akupunktur heilen und den Schmerz nehmen. Wir setzten die Akupunktur als nebenwirkungsfreies und schonendes Therapieverfahren bei folgenden Erkrankungen ein:

  • Allergien (Heuschnupfen)
  • Asthma und Bronchitis
  • Magen- und Darmerkrankungen
  • Diverse Hauterkrankungen
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Nackenschmerz, -steife
  • Chronischer Kreuzschmerz, Ischialgie
  • Arthroseschmerz
  • Tennis- und Golferarm
  • Migräne, Trigeminusneuralgie
  • diverse Ohren- und Augenerkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Drogenentzug

Die Hyperthermie bezeichnet das kontrollierte, sanfte Erhitzen des Körpers von außen, im Gegensatz zur Fiebertherapie. Diese Form der Behandlung ist für Sie als Schmerzpatient ein weiterer wertvoller Baustein im Puzzle zur Bewältigung von chronischen Schmerzen.

Bei der Hyperthermiebehandlung wird durch Infrarotstrahlung ein künstliches Fieber erzeugt. Sie bietet bei schmerzhaften Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates eine sehr gute therapeutische Option. Insbesondere bei Patienten mit Fibromyalgie konnte in kontrollierten Studien die Wirksamkeit der Therapie nachgewiesen werden.

Einsatz der Hyperthermie

  • Behandlung der Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz)
  • Muskuläre Verspannungen
  • Behandlung von Krebserkrankungen
  • Biologische Krebsabwehr

Die erhöhte Körpertemperatur wird als natürlicher Selbstheilungsmechanismus genutzt. Der Vorteil ist, dass sich die gesteuerte Erhöhung der Körpertemperatur nicht gegen Symptome richtet, sondern gezielt die Fehlregulationen im gesamten Organismus beeinflusst.

Während der Ganzkörperhyperthermie-Behandlung liegt der Patient entspannt auf einem Bett in einem separaten Raum in unserer Praxis. Um ihn befindet sich ein spezieller Zeltaufbau aus reflektierenden und wärmestauenden Folien. Die Behandlung dauert je nach Intensität etwa zwei bis vier Stunden. Meist ist eine Serie von drei bis zehn Behandlungen notwendig. Während der Behandlung erfolgt eine umfassende medizinische Überwachung.

Unter der Hyperthermie besserten sich die affektiven und sensorischen Schmerzen unserer Patienten. Der Behandlungserfolg blieb auch nach sechs Monaten erhalten.

So erreichen Sie uns

Klinik Blankenstein

Im Vogelsang 5-11
45527 Hattingen

Telefon 02324/396-0
Telefax 02324/396-72170

Sekretariat

Sandra Meyer auf der Heide

Telefon 02324/396-72462
Telefax 02324/396-72446

Sekretariat Schmerzambulanz

Sandra Majewski

Telefon 02324/396-72462

Schmerztherapeutische Sprechstunde im St. Josef Hospital

Schmerzambulanz, Haus E, 4. Etage

nach telefonischer Anmeldung
dienstags 8.00 - 16.00 Uhr

Aktuelles

Cannabis in der Medizin

12.03.2018

Fläschchen mit Hanföl und grüne Hanfblätter auf einem Stoffhintergrund platziert

Seit dem 1. März 2017 können Cannabisblüten und -Extrakte mittels Betäubungsmittel-Rezept verordnet werden. Dies bedeutet für den behandelnden Arzt und den Patienten, dass eine neue Behandlungsoption zur Verfügung steht.

Cannabis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde schon vor ca. 8000 Jahren verwendet. Im 19. Jahrhundert wurde Cannabis als Medizin gegen Schmerzen bei Depressionen, bei Appetitlosigkeit und Schlafstörungen eingesetzt. In den USA und in Europa kamen viele Cannabis-haltige Medikamente auf den Markt, die dann im Laufe der Zeit wegen Dosierungsschwierigkeiten, nicht vorhersehbarer Wirkungen und wegen der Entwicklung neuer synthetischer Arzneimittel verdrängt und dann im Jahre 1925 auf der Internationalen Opiumkonferenz verboten wurden.

In den letzten Jahrzehnten hat man dann die therapeutischen Möglichkeiten des Cannabis neu untersucht und positive Wirkungen v. a. auf das Schmerzgeschehen nachgewiesen. Es konnte ein körpereigenes Endocannabinoidsystem (ECS) nachgewiesen werden, welches physiologische Regelkreise wie die Schmerzweiterleitung, den Appetit und motorische Funktionen normalisiert und moduliert. Diese Erkenntnisse führten zu der Hoffnung, dass der medizinische Einsatz von Cannabis neue Therapieoptionen für Patienten eröffnet, die auf eine herkömmliche Therapie nicht ansprechen.

Seit dem 1. März 2017 können Cannabisblüten und -Extrakte mittels Betäubungsmittel-Rezept verordnet werden. Dies bedeutet für den behandelnden Arzt und den Patienten, dass eine neue Behandlungsoption zur Verfügung steht.

Hinweise für positive Wirkungen von Cannabis gibt es bei folgenden Erkrankungen und Symptomen:

  • Chronische Schmerzkrankheit
  • Spastik bei Multipler Sklerose
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
  • Neurodermitis, Psoriasis, Akne, starkes Schwitzen
  • Arthritis, Colitis, Morbus Crohn
  • Depression, Angststörungen, Schlafstörungen, ADHS

Cannabis in der Schmerztherapie einzusetzen, stellt eine echte Bereicherung des therapeutischen Spektrums dar, es ist aber kein Wundermittel.

Um abzuschätzen, ob bei der vorliegenden Erkrankung eine Behandlung mit Cannabis sinnvoll ist, haben wir in der Schmerzambulanz der Klinik Blankenstein eine Cannabis-Sprechstunde eingerichtet. Hier werden besprochen:

  • Vor- und Nachteile der Cannabisbehandlung
  • Welche Sorten von Cannabissorten stehen zur Verfügung
  • Bei welcher Erkrankung ist welche Cannabissorte am sinnvollsten
  • Wie werden Cannabisblüten dosiert
  • Welche Einnahmearten sind möglich
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten
  • Wann sollte Cannabis nicht verordnet werden (Kontraindikationen)
  • Kann eine Abhängigkeit entstehen?
  • Besteht die Möglichkeit, Cannabis zu Lasten der Krankenkasse zu verordnen?

Kontakt

Dr. Dirk Neveling

Schmerzambulanz

Schmerztherapie

02324/396-72462 Vita

Die Terminvergabe erfolgt über das Sekretariat (Kornelia Teichmann, Sandra Majewski, Sandra Meyer auf der Heide):

Telefon 02324/396-72462
Telefax 02324/396-72446
keb-anaesthesie@klinikum-bochum.de

Sprechstunden

Mo, Di, Do. 08.30 - 12.00 Uhr 13.30 - 15.30 Uhr
Fr. 08.30 - 12.00 Uhr

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