Emborrhoid - Moderne, schonende Behandlung von Hämorrhoiden ohne OP
Hämorrhoiden können im Alltag durch Blutungen, Schmerzen, Juckreiz oder ein unangenehmes Druckgefühl belasten. Wenn konservative Behandlungen nicht ausreichend helfen, stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung. Mit der Emborrhoid-Embolisation bietet die interventionelle Radiologie eine moderne, minimal-invasive Behandlungsmöglichkeit, bei der gezielt die Blutgefäße behandelt werden, die zur Versorgung der Hämorrhoiden beitragen. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und eine schonende Alternative zu operativen Verfahren anzubieten.
Was ist Emborrhoid und für wen kommt dieses Verfahren in Frage?
Bei der Emborrhoid-Therapie werden die zuführenden Blutgefäße der Hämorrhoiden gezielt mit einem Katheter aufgesucht und selektiv verschlossen. Dadurch wird die übermäßige Durchblutung des hämorrhoidalen Gewebes reduziert.
Die Behandlung kann insbesondere für Patientinnen und Patienten mit symptomatischen Hämorrhoiden eine Therapieoption sein, wenn Beschwerden trotz anderer Maßnahmen bestehen bleiben oder eine möglichst schonende Behandlung gewünscht ist. Die Entscheidung für eine Emborrhoid-Embolisation erfolgt individuell nach ausführlicher ärztlicher Beratung und unter Berücksichtigung des Befundes sowie der bisherigen Therapien.
Wie läuft die Emborrhoid-Behandlung ab?
Die Emborrhoid-Behandlung erfolgt als minimal-invasiver Eingriff unter bildgebender Kontrolle. Über einen sehr kleinen Gefäßzugang – meist über eine Arterie in der Leiste oder am Handgelenk – wird ein dünner Katheter zu den versorgenden Gefäßen im Beckenbereich geführt.
Mithilfe moderner Röntgendarstellung werden die relevanten Gefäßäste dargestellt und anschließend gezielt mit speziellen Materialien verschlossen. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und dauert nur begrenzte Zeit (zw. 45-75min). Nach einer kurzen Überwachung können Patientinnen und Patienten häufig bereits am selben Tag oder nach kurzer stationärer Beobachtung wieder nach Hause zurückkehren.
Welche Vorteile bringt das Verfahren gegenüber herkömmlichen Operationen?
Die Emborrhoid-Embolisation ist ein schonendes, kathetergestütztes Verfahren ohne offene Operation. Da keine chirurgische Entfernung von Hämorrhoidalgewebe erfolgt, entstehen keine größeren Wunden im Analbereich.
Mögliche Vorteile des Verfahrens können sein:
- minimal-invasive Behandlung über einen kleinen Gefäßzugang,
- kurze Erholungszeit,
- meist geringe Belastung durch den Eingriff,
- mögliche Alternative für Patientinnen und Patienten, bei denen ein operatives Vorgehen nicht optimal geeignet ist.
Welche Behandlung sinnvoll ist, wird immer individuell entschieden. Dabei spielen der Schweregrad der Beschwerden, die persönliche Situation und die gemeinsame Beratung durch die beteiligten Fachdisziplinen eine wichtige Rolle.
Welchen Nebenwirkungen oder Risiken sind zu erwarten?
Wie bei jedem medizinischen Eingriff können auch bei der Emborrhoid-Embolisation Nebenwirkungen oder Risiken auftreten. Insgesamt handelt es allerdings sich um ein gut etabliertes minimal-invasives Verfahren, dennoch erfolgt vor jeder Behandlung eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und möglichen Risiken.
Mögliche Nebenwirkungen können sein:
- vorübergehende Beschwerden im Beckenbereich,
- leichte Schmerzen oder Druckgefühl nach dem Eingriff,
- Blutergüsse an der Einstichstelle,
- selten Gefäßkomplikationen oder entzündliche Reaktionen.
Die Behandlung erfolgt nach den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards der interventionellen Radiologie. Durch moderne Bildgebung, erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten sowie eine strukturierte Nachsorge wird eine sichere und patientenorientierte Versorgung gewährleistet.