Ein gespiegelter Sonnenuntergang, der das Bergbau-Museum in ein ungewohntes Licht rückt – das zeigt eines der Fotos, die Ruth C. Mieth unter dem Titel „Passagen“ im JosefCarrée ausstellt. Die Vernissage ist am Dienstag, 1. September, um 16 Uhr.
Ruth C. Mieth zeigt im Rahmen der Reihe „Kunst im Carrée“ Arbeiten, die den Blick auf das Alltägliche richten – auf Situationen, Orte und Augenblicke, die uns vertraut erscheinen und gerade deshalb leicht übersehen werden. Ihre Kunst macht das scheinbar Selbstverständliche sichtbar und rückt das Besondere darin in den Mittelpunkt. Ihre Fotografien entstehen in Bochum ebenso wie in Paris oder New York. Sie zeigen vertraute Orte in Momenten der Veränderung: im Nebel, im Schnee, in besonderem Licht, kopfüber oder gespiegelt im Wasser. So wird Bekanntes plötzlich fremd und eröffnet eine neue Perspektive. In „Passagen“ versammelt Ruth C. Mieth 18 Arbeiten über Städte, Bewegung und jene flüchtigen Augenblicke zwischen Ankommen und Weitergehen. Bilder, die zeigen, wie viel Poesie in Orten und Momenten liegen kann, an denen wir sonst vielleicht vorübergehen. Die Fotografie begleitet die Bochumer Philosophin seit ihrer Kindheit und bildet für sie einen bewussten Gegenpol zum analytischen Denken. Ihre Arbeiten wurden bereits international gezeigt und ausgezeichnet – unter anderem in Osaka, Genf, Madrid, Zürich und den USA.
Die Ausstellung ist vom 1. September bis zum 28. Oktober im JosefCarrée zu sehen.
Die Ausstellungsreihe „Kunst im Carrée“
Im Katholischen Klinikum Bochum geht es jeden Tag um Menschen, um ihre Gesundheit, um wissenschaftliche Erkenntnisse und um die Möglichkeiten moderner Medizin. Universitäre Spitzenmedizin bedeutet dabei auch, genau hinzusehen, Fragen zu stellen und immer wieder neue Perspektiven einzunehmen. Genau hier begegnen sich Medizin und Kunst.
Mit „Kunst im Carrée“ wird das Foyer des JosefCarrée regelmäßig zu einem Ort des Entdeckens. Regionale Künstlerinnen und Künstler zeigen hier ihre Arbeiten – mal farbenreich und unmittelbar, mal leise und nachdenklich, gegenständlich oder abstrakt, vertraut oder überraschend. Jede Ausstellung verändert den Raum und eröffnet einen neuen Blick. Und weil Kunst von Begegnung lebt, richtet sich „Kunst im Carrée“ an alle Menschen, die bei uns ein- und ausgehen: an Patientinnen und Patienten, Angehörige, Besucherinnen und Besucher sowie unsere Mitarbeitenden – und ebenso an Kunstinteressierte aus Bochum und der Region. So wird das JosefCarrée immer wieder zu einem Ort, an dem Medizin, Kunst und Menschen zusammenkommen.