Die Geburtshilfe im St. Elisabeth-Hospital hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Frauenklinik inklusive der Geburtshilfe wurde offiziell mit dem internationalen Qualitätssiegel „Babyfreundlich“ ausgezeichnet. Damit gehört das „Eli“ zu den Einrichtungen, die nach den strengen Kriterien der WHO- und UNICEF-Initiative „babyfreundlich“ arbeiten und Familien rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett umfassend, respektvoll und bindungsorientiert begleiten.
Als bereits zertifiziertes Perinatalzentrum Level 1 mit der höchsten Versorgungsstufe sowie zertifiziertem hebammengeleitetem Kreißsaal (HKS+) und nun zusätzlich babyfreundlich zertifiziert, vereint das „Eli“ höchste medizinische Sicherheit mit konsequent familienorientierter Geburtshilfe – alles unter einem Dach.
Was bedeutet „babyfreundlich“? Die Auszeichnung basiert auf den international anerkannten „Zehn Schritten zum erfolgreichen Stillen“ sowie einer familienzentrierten Betreuung rund um die Geburt. Dazu zählen unter anderem der unmittelbare und ungestörte Hautkontakt nach der Geburt (Bonding), das 24-Stunden-Rooming-in, eine individuelle Still- und Ernährungsberatung sowie die achtsame Begleitung der Eltern in dieser sensiblen Lebensphase.
Im „Eli“ wird dieses Konzept täglich gelebt. Bonding ist selbstverständlich, unabhängig davon, ob das Kind auf natürlichem Weg oder per Kaiserschnitt geboren wird. Mutter, Vater oder Partner:innen werden von Beginn an aktiv einbezogen, und das Neugeborene bleibt rund um die Uhr bei seinen Eltern. Ziel ist es, Bindung zu stärken, Sicherheit zu vermitteln und einen guten Start ins Familienleben zu ermöglichen.
Eine zentrale Rolle in der Umsetzung der Babyfreundlich-Kriterien spielt das multiprofessionelle Team. Im Rahmen des Audits wurden insbesondere das außergewöhnliche Engagement aller Mitarbeitenden sowie die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wochenbettstation, Gynäkologischer Ambulanz, Kreißsaal, Neonatologie und Anästhesie hervorgehoben. Dieses enge und professionelle Miteinander war maßgeblich für den Erfolg der Zertifizierung.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Audits war das Feedback der befragten Mütter. Sie lobten ausdrücklich die einfühlsame Betreuung, die fachlich kompetente Behandlung sowie das sichere und wertschätzende Umfeld während ihres Aufenthaltes. Diese Rückmeldungen bestätigen, dass die hohen Qualitätsanforderungen der Zertifizierung im Alltag spürbar und erlebbar umgesetzt werden.
Unterstützt wurde der Weg zur Zertifizierung maßgeblich durch den Klinikdirektor der Frauenheilkunde, PD Dr. Peter Kern, die Pflegedienstleitung sowie durch die Geschäftsführung des Klinikums Bochum, die den Zertifizierungsprozess aktiv begleitet und gefördert haben. Einen entscheidenden Beitrag leisteten zudem Ruth Peters, stellvertretende Stationsleitung der Gynäkologie und der Wochenbettstation, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin sowie zertifizierte Still- und Laktationsberaterin (IBCLC), sowie Saskia Mietasch, stellvertretende Bereichsleitung der Pflegedirektion, ebenfalls IBCLC. Beide haben die Umsetzung der Babyfreundlich-Kriterien fachlich, strukturell und im klinischen Alltag maßgeblich mitgestaltet.
Das Qualitätssiegel ist dabei nicht nur eine Anerkennung für das Erreichte, sondern auch ein klares Versprechen, den eingeschlagenen Weg einer achtsamen, kompetenten und familienfreundlichen Geburtshilfe konsequent weiterzugehen.