„Alles unter einem Dach“: Dieser Gedanke beschreibt das Selbstverständnis der Geburtshilfe im St. Elisabeth-Hospital besonders treffend. Er steht stellvertretend für das umfassende, integrierte Angebot – von der sicheren, hebammengeleiteten Geburt bis zur höchsten medizinischen Versorgungsstufe dem Perinatal Zentrum Level 1.
Für seine hebammengeleitete Geburt hat St. Elisabeth-Hospital Bochum jetzt die HKS+-Zertifizierung erhalten. Das begehrte Siegel bestätigt, dass das geburtshilfliche Konzept höchsten klinischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen entspricht. Das HKS+-Zertifikat ist ein streng reguliertes, klinisches Qualitätssiegel unter Federführung des Deutschen Hebammenverbands und beim Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) registriert. Es bestätigt, dass die Geburtshilfe des Bochumer Hauses sämtliche Anforderungen von der strukturierten 1:1-Betreuung über klare Prozesse im Risikomanagement bis hin zur umfassenden Patientensicherheit vollständig erfüllt.
Starke Hebammenkompetenz – sichere und selbstbestimmte Geburt
Der hebammengeleitete Kreißsaal basiert auf hoher Hebammenkompetenz in einer kontinuierlichen 1:1-Betreuung. Ein zentrales Element der Zertifizierung ist zudem der obligatorische kollegiale Austausch der beiden betreuenden Hebammen alle zwei Stunden nach dem „Pilot/Kopilot“-Prinzip. Dadurch werde sichergestellt, dass keine Entscheidung allein getroffen wird und stets eine qualitätsgesicherte Betreuung erfolgt, berichtet die leitende Hebamme Dagmar Benning. Frauen erleben dadurch eine ruhige, interventionsarme und selbstbestimmte Geburt, fühlen sich stark eingebunden und profitieren nachweislich von einer schnelleren Erholung.
Optimale Sicherheit – klare Kriterien und Nähe zur ärztlichen Expertise
Bei Bedarf ist jederzeit ein Wechsel in den interprofessionellen Kreißsaal möglich – ohne logistischen Aufwand und weiterhin in ruhiger Atmosphäre. Ein definierter Kriterienkatalog legt transparent fest, wann ärztliche Expertise hinzugezogen werden muss. So verbindet das Modell maximale Sicherheit mit hoher professioneller Eigenständigkeit der Hebammen.
Dank an das Team
Klinikdirektor PD Dr. Peter Kern würdigt das besondere Engagement des Teams: „Wir freuen uns über jede Frau, die sich für dieses Angebot entscheidet – vorausgesetzt, es besteht kein medizinisches Risiko.“ Besonderer Dank gilt Dagmar Benning, leitende Hebamme, und Tanja Gottmann, die maßgeblich zur Umsetzung aller Zertifizierungskriterien beigetragen haben. Oberärztin Svenja Brochhagen begleitet das Projekt seit Beginn und hat alle Schritte fachlich intensiv unterstützt. Die Zertifikatsübergabe erfolgte jetzt durch Andrea Köbke vom Deutschen Hebammenverband – gefeiert mit einem symbolischen Konfetti-Moment im Kreißsaal.