Bewegungsmangel in der Corona-Pandemie bedroht die Beingesundheit

12.03.2021

Ob im Büro, am Ladentisch, im Auto oder durch die Kontaktbe-schränkungen während der Corona-Pandemie: Wer sich wenig bewegt, lange sitzt oder steht, der strapaziert seine Venen. Die Folgen: Schwere Beine, geschwollene und schmer-zende Waden, sichtbare Besenreiser und Krampfadern bis hin zu Thrombosen mit der le-bensbedrohlichen Komplikation einer Lungenembolie. Welche Vorsorge- und Behand-lungsmöglichkeiten es gibt, zeigt der Venentag am Mittwoch, 17. März, der in diesem Jahr Corona bedingt erstmals online stattfindet. Über die Plattform „Zoom“ sind in der Zeit von 15 bis 18 Uhr kostenfreie Vorträge und weitere Informationen für gesunde Beine abrufbar, die das Venenzentrum des Katholischen Klinikums Bochum mit seinen Partnern AOK NORDWEST, Firma medi und Sanitätshaus Amberg zusammengestellt hat. Weitere Informati-onen zum Programm des Venentags und zur Teilnahme via Zoom gibt es auf der Homepage des Katholischen Klinikums Bochum: www.venenzentrum-uniklinik.de. „In Zeiten des Corona-Virus unterstützen wir gern das digitale Format des Venentages und hoffen auf große Resonanz in der Bevölkerung. Aktive Bewegung ist eine effektive Maßnahme, die Ve-nengesundheit zu fördern und lässt sich einfach in den Alltag integrieren", sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. 

Die Teilnehmer des digitalen Venentages 2021 erwarten viele Informationen, wie sie Venenleiden vorbeugen können und wie Besenreiser, Krampfadern, Venenentzündungen oder Thrombosen mit modernster Diagnostik und Therapien im Venenzentrum Bochum behandelt werden. Neben Vor-trägen über die Diagnostik, Behandlung und Kompressionstherapie bei Venenleiden, gibt es einer virtuelle OP-Führung sowie Tipps der AOK-Ernährungsberaterin zur gesunden Ernährung. Sport-lich wird es bei einem Video zur Venengymnastik. Ebenfalls per Video erhalten die Teilnehmer Einblick in eine minimal-invasive Krampfader- oder Laseroperation. Während der gesamten Ver-anstaltung besteht die Möglichkeit, über einen Chat Fragen zu stellen, die direkt von den Experten beantwortet werden. 

Unsere Venen leisten Schwerstarbeit und pumpen Tag für Tag etwa 7.000 Liter Blut entgegen der natürlichen Schwerkraft zurück zum Herzen. Dennoch wird die Venengesundheit häufig allzu leicht unterschätzt und eher als kosmetisches Problem abgetan. Venenleiden sind eine Volkskrankheit: 

Quer durch alle Altersgruppen haben bereits jede fünfte Frau und jeder sechste Mann ein Venen-problem, das medizinisch behandelt werden müsste. „Ein Hauptrisikofaktor für die tiefe Beinven-enthrombose sowie die weiterführende und lebensbedrohliche Komplikation der Lungenembolie ist Bewegungsmangel. Und durch die beiden Lockdown-Phasen haben sich die Venenleiden eher vermehrt“, erklärt Prof. Dr. Markus Stücker, Leitender Arzt am Venenzentrum des Katholi-schen Klinikums Bochum, Geschäftsführender Direktor der Universitätsklinik für Dermato-logie und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Es gibt eine einfache Regel zur Vermeidung von Venenproblemen: „Lieber laufen und liegen, statt sitzen und stehen“, sagt Prof. Dr. Markus Stücker. Durch frühzeitige Vorsorgemaßnahmen lässt sich das Risiko, Krampf-adern auszubilden, jedoch verringern. Bewegung ist ein gutes Mittel, um die Venen elastisch zu halten und ihre Funktion zu stärken. Deshalb darf der Alltag gerne bewegt ablaufen. 

„Bettlägerigkeit, aber auch mangelnde Bewegung durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie, führen zu einer verminderten Aktivität der Wadenmuskelpumpe. Dadurch wird das sauerstoffarme Blut in den Beinvenen langsamer und weniger zielgerichtet zum Herzen zu-rückgepumpt. Besonders gefährdet für Thrombosen sind Patienten mit Krampfadern, da in diesen erweiterten Beinvenen die Blutströmung besonders stark verlangsamt ist“, ergänzt Prof. Dr. Achim Mumme, Direktor der Universitätsklinik für Gefäßchirurgie im Katholischen Klinikum Bochum. Die Folgen können fatal sein: In den Krampfadern können sich Oberflächenthrombosen bilden, die in 25 Prozent der Fälle in tiefe Beinvenenthrombosen und in 3 Prozent der Fälle sogar in Lungenembolien übergehen. 

Auch Sitzen schadet den Venen: Ob im Beruf oder Zuhause, die Deutschen sitzen zu viel - im Schnitt 7,5 Stunden am Tag und gefährden dadurch ihre Gesundheit. Wer viel sitzt oder steht, ist hinsichtlich möglicher Venenerkrankungen bereits gefährdet. Auch hohe Absätze, zu enge Schuhe oder Kleidung behindern die Durchblutung. Die Veranlagung für eine Venenschwäche ist meist vererbt. Schwangerschaften und ein zunehmendes Alter erhöhen das Risiko. Jedes überflüssige Kilo Körpergewicht belastet Beine und Venen, genauso wie das Rauchen. Und: Auch bei einer COVID-19-Erkrankung treten vermehrt venöse Thrombosen und Lungenembolien auf, weiß Prof. Dr. Markus Stücker: „Dies liegt an direkten Schädigungen der Gefäßwand und an Gerinnungsstö-rungen, welche im Rahmen der Erkrankung auftreten können. 

Roboter hilft beim Kampf gegen Krankenhauskeime

23.02.2021

Katholisches Klinikum kooperiert mit der Ruhr-Universität Bochum und dem Dortmunder Unternehmen ICA Traffic GmbH

Laut Angaben des RKI infizieren sich jährlich zwischen 400-500 Tsd. Patienten in deutschen Kliniken mit Krankenhauskeimen. Daher ist gründliche und zuverlässige Desinfektion von medizinischen Geräten und Flächen in Krankenhäusern von besonderer Bedeutung. Schon lange vor Corona hat sich das Katholische Klinikum Bochum (KKB) in dieser Beziehung kontinuierlich weiterentwickelt und geht nun den nächsten Schritt. Mit dem „Hero21“ (Health Robot) wird erstmals ein selbstfahrender UV-C Desinfektionsroboter eingesetzt. Entwickelt wurde er von dem mittelständischen Dortmunder Technologiespezialisten ICA Traffic GmbH, unterstützt vom Lehrstuhl für Allgemeine Elektrotechnik und Plasmatechnik (AEPT) der Ruhr-Universität Bochum.

Der Roboter wurde im Labor aufwändig geprüft und erzielte bereits dort beeindruckende Ergebnisse. So wurden nachweislich selbst resistente Erreger wie der Methicillin-resistente Staph. Aureus (MRSA) oder Vancomycin-resistente Enterokokken VRE verlässlich abgetötet. Seit Oktober ist der Roboter als Pilot im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität) im Einsatz. Dabei unterstützt er die Reinigungskräfte, in dem er ergänzend zur desinfizierenden Reinigung eine Desinfektion via UV-C-Strahlung vornimmt. Durch diese kombinierte Desinfektion konnte die Keimzahl auf ein Minimum reduziert werden. Im Vergleich zur desinfizierenden Reinigung stieg die sogenannte Inaktivierungsquote aller durch sog. Abklatschproben auf allen nur erdenklichen Flächen erfassten Keime von 77 auf 96 Prozent. Und dies bei einem recht überschaubaren Zeiteinsatz. So benötigt der Roboter für die Desinfektion eines Patientenzimmers oder Funktionsraums gerade einmal 10 Minuten.

„Das beste Ergebnis mit einer signifikanten Steigerung des Desinfektionsergebnisses wird beim Einsatz von Scheuer-Wisch-Desinfektion und Roboter in Kombination erzielt“, erklärt Dr. Friederike Lemm, Leiterin der Krankenhaushygiene im KKB. „Gerade für Hochinfektionsbereiche oder an Orten mit einem hohen Desinfektionsaufwand stellt der Roboter eine gute Ergänzung dar.“  ICA-Geschäftsführer Stefan Walko betont: „Ich freue mich, dass der Hero21 so gut und effizient in den Krankenhausalltag eingebettet werden konnte. Diese sehr gute interdisziplinäre Kooperation zwischen Industrie, Wissenschaft und klinischer Praxis ist ein Musterbeispiel für innovative Lösungen aus dem Ruhrgebiet.“

Die Messlatte im Labor war von der Ruhr-Universität bewusst hochgelegt worden. Angesetzt wurde der Roboter auf Sporen von Bacillus subtilis, einem typischen Testbakterium, und erzielte dort eine Reduktion von 99,9 Prozent. Prof. Peter Awakowicz, Inhaber des Lehrstuhls: „Diese Endosporen gehören zu den resistentesten und am schwierigsten zu inaktivierenden Mikroben überhaupt. Wer sie knackt, ist in der Lage, alle vegetativen Bakterien und auch Viren signifikant zu reduzieren oder gar komplett zu inaktivieren.“ Insofern sind die Reduktionsleistungen des Hero 21 auch für die Bekämpfung von Covid-19 ein starker Beleg.

Prof. Stephanie Pfänder von der Abteilung für Molekulare und Virologische Medizin der Ruhr-Universität und Spezialistin auf dem Gebiet der Coronavirus-Forschung, bestätigt: „Wir haben die UV-C Bestrahlung gegen ein jährlich zirkulierendes, endemisches Coronavirus getestet und konnten eine starke Reduktion der Viruslast auf Oberflächenfeststellen. Wir gehen davon aus, dass diese Ergebnisse auch auf SARS-CoV-2 übertragbar sind.“

Die wissenschaftlichen Ergebnisse zur Wirkung des Desinfektionsroboters werden in Kürze veröffentlicht.

Das St. Josef Hospital wird den Roboter nun weiter einsetzen. ICA wiederum sieht den erfolgreichen Testbetrieb in Bochum als Ausgangspunkt für eine bundesweite und internationale Vermarktungsoffensive.

KKB erhöht Ausbildung und baut neue Pflegeschule

26.01.2021

Bedeutende Investition für den Traditionsstandort Bochum-Gerthe

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) investiert an seinem Traditionsstandort Gerthe erneut großflächig. Auf dem Gelände des St. Maria-Hilf-Krankenhauses entsteht eine neue Pflegeschule für 225 zusätzliche Auszubildende in Gesundheitsberufen. Die Ausbildungskapazität des Unternehmens wird dadurch beträchtlich erhöht. Schon bisher bietet das KKB für Pflegeberufe 376 Ausbildungsplätze. Geplant sind in Gerthe mehrere Bauabschnitte. Im ersten Schritt werden 7,5 Millionen Euro investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert dieses Projekt mit 4,5 Millionen Euro.

Die Entscheidung folgt wenige Wochen, nachdem auf dem Gelände der früheren Zeche Lothringen in Gerthe der erste Spatenstich für die gemeinsame Zentralküche des KKB und der St. Elisabeth Gruppe (Herne) gesetzt wurde. „Wir sind in Gerthe seit fast 100 Jahren vertreten und sehen uns verpflichtet, den Standort sinnvoll weiterzuentwickeln.  Die Infrastruktur des Stadtteils wird mit dem neuen Ausbildungszentrum weiter gestärkt“, sagt Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB.

Der Bauantrag wird in Kürze gestellt. Nach der Genehmigung werden zwei Jahre Bauzeit eingeplant. In Betrieb gehen soll das Zentrum 2023. Das ambulante Venenzentrum, getragen von den Universitätskliniken für Dermatologie und Gefäßchirurgie, bleibt unter Leitung von Prof. Markus Stücker und Prof. Achim Mumme wie bisher im Maria-Hilf-Krankenhaus. 

„Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. Damit sichern wir unseren qualifizierten Nachwuchs von morgen“, betont Prof. Hanefeld. Das KKB bildet nicht nur Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger aus, sondern auch Physiotherapeuten und (bis 2024) Hebammen. Mit 575 Ausbildungsplätzen (einschließlich Verwaltungsberufe) gehört das Klinikum schon heute zu den größten Ausbildungsbetrieben im gesamten Ruhrgebiet.

Die Stadt Bochum zeigt sich erfreut über die Pläne. „Die Nachwuchssicherung in der Pflege ist eine wichtige Kernaktivität der Bochum Strategie“, betont die Dezernentin für Jugend, Soziales und Gesundheit der Stadt, Britta Anger. „Vor diesem Hintergrund begrüße ich eine weitere Ausbildungsschule für Pflegeberufe in Bochum. Das ist in der heutigen Zeit der richtige Schritt, um mit dem wachsenden Bedarf umzugehen.“

Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke: „Die Planung zur Pflegeschule passt in die Rahmenplanungen für das neue Wohngebiet ,Gerthe-West‘. Damit wird ein weiterer Beitrag für eine vielfältige und nutzungsgemischte Bebauung erkennbar.“ Die Entwicklung der Pflegeschule an dieser Stelle stärke den Medizinstandort Bochum und den Stadtteil Gerthe.

Da die Rahmenplanung für Gerthe-West so angelegt ist, dass auf kurzfristige Entwicklungen reagiert werden kann, ist laut Stadtverwaltung mit keiner Verzögerung aus dem Vorhaben zu rechnen. Neben dem neuen Wohngebiet, dem neuen Schulzentrum und den Überlegungen zum Ausbau der Straßenbahn 308 sowie der Aufwertung des Ortskerns von Gerthe setzt die Pflegeschule mit ihren jungen Auszubildenden einen weiteren positiven Impuls für die Entwicklung des Bochumer Nordens.

Corona schlägt auch auf das Gehirn durch

15.01.2021

Nicht nur auf die Lunge schlägt das Corona-Virus durch. Jüngere Forschungen haben ergeben, dass auch das Nervensystem leidet. „Die durch COVID-19 ausgelösten Entzündungsstoffe zirkulieren noch lange im Körper und haben häufig auch Effekte auf das Gehirn“, sagt Prof. Ralf Gold, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum (Katholisches Klinikum). Aus diesem Grund richtet er dafür in seiner Klinik eine neue ambulante Sprechstunde ein.

Gehirnentzündungen, die direkt durch Corona ausgelöst werden, sind eher selten. Durch COVID-19 kann es jedoch zu einer bleibenden Beeinträchtigung des Nervensystems kommen, die sich zum Beispiel durch eine überm..ige Abgeschlagenheit äußert. Auch bereits bestehende neurologische Störungen können durch eine COVID-19-Infektion verschlechtert werden. Dazu zählen auch kognitive Veränderungen wie etwa Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen. Darüber hinaus wurde beobachtet, dass das Schlaganfallrisiko steigt.

Angeboten wird die Sprechstunde jeweils dienstags ab 13 Uhr. Start wird am 19. Januar sein. Eine Überweisung des Hausarztes oder niedergelassenen Neurologen ist erforderlich. Die Patienten werden gebeten, über den Verlauf ihrer Corona-Infektion einen Fragebogen auszufüllen. Die Akutphase der Infektion muss mindestens vier Wochen zurückliegen.

Schlaganfall-Behandlungen in deutschen Kliniken wegen Corona drastisch gesunken

12.01.2021

Wer aus Ansteckungsgefahr nicht zum Arzt geht, riskiert viel

Auch in Zeiten einer Pandemie sollte unbedingt auf Warnsignale des Körpers gehört und bei Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden. Ansonsten drohen ernsthafte gesundheitliche Risiken. Dennoch scheuen viele Menschen aus Angst, sich mit Corona anzustecken, den Gang zum Arzt. So ist in der ersten Corona-Welle zwischen März und Mai 2020 die Zahl der Schlaganfall-Behandlungen in deutschen Kliniken drastisch gesunken. Dies ermittelte ein Forscherteam um Prof. Christos Krogias und Dr. Daniel Richter aus der Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Ralf Gold).

Ausgewertet wurden 1463 deutsche Krankenhäuser. Die Zahl der behandelten akuten ischämischen Schlaganfälle sank signifikant um 17 Prozent. Hirnblutungen gingen um 16 Prozent zurück und die kurzen Durchblutungsstörungen (TIA), bei denen der Patient nur vorübergehende Beschwerden spürt, um 22 Prozent. „Darüber hinaus zeigt unsere Studie, dass Patienten, die tatsächlich den Weg ins Krankenhaus gefunden haben, dieselbe professionelle Behandlung erfuhren wie vor der Corona-Krise“, erläutert Prof. Krogias. Er ist Ärztlicher Leiter der Schlaganfall-Station (Stroke Unit) im St. Josef-Hospital und Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Beobachtet wurden vom 16. März bis 15. Mai des vergangenen Jahres bundesweit 31.165 Krankenhausbehandlungen aufgrund eines Hirninfarkts. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es 38.247 und in den drei Monaten vor der ersten Pandemiewelle (16. Januar bis 15. März) 37.748.

„Die Zahlen zeigen, wie diese erste Pandemie-Welle zur einem dramatischen Rückgang von Schlaganfall-Patienten geführt hat, die sich sonst im Krankenhaus vorgestellt hätten“, betont Dr. Richter. Die Studie ist die erste bundesweite Schlaganfall-Analyse in der Corona-Zeit. Sie ist in Stroke veröffentlicht, der weltweit führenden Fachzeitschrift für die Schlaganfall-Medizin.

Quelle: Richter et al., “Analysis of Nationwide Stroke Patient Care in Times of COVID-19 Pandemic in Germany”, Stroke. 2020 Dec 24; STROKEAHA120033160.

Regelmäßig freitags eine Stunde Infos für den Rücken

05.01.2021

Orthopädie im St. Josef-Hospital startet am 8. Januar kostenlose Online-Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Rückenvisite Ruhr“

Schmerzen im Rücken? Der Nacken macht Ärger? Der Spinalkanal ist verengt? Für Millionen von Patienten ist der Informationsbedarf groß. Präsenzveranstaltungen jedoch werden wegen der Corona-Krise vorerst nicht stattfinden können. Vor diesem Hintergrund hat die Universitätsklinik für Orthopädie im St. Josef-Hospital Bochum unter dem Titel „Rückenvisite Ruhr“ ein völlig neues Format entwickelt: Ab dem 8. Januar 2021 wird in einem festen Rhythmus alle zwei Monate online eine interaktive Live-Veranstaltung angeboten, die jeder Patient und jeder Interessierte leicht von zuhause aus kostenlos verfolgen kann.

Referieren wird der Direktor der Klinik, Prof. Tobias Schulte sowie Spezialisten aus seinem Team. Am Ende jedes Vortrags können Fragen gestellt werden. Die Veranstaltung findet jeweils freitags von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr statt. Im Mittelpunkt des 1. Halbjahres stehen der Schmerz sowie wichtige Übungen, die man zur Entlastung und Stabilisierung des Rückens selber machen kann.

Es geht los am 8. Januar 2021 mit der Frage: „Woher kommt der Schmerz?“ Alle weiteren Themen sowie Einzelheiten zur kostenlosen Anmeldung können leicht über die Internetseite www.rueckenvisite.ruhr abgerufen werden.

Erstmals Pflegepersonal und Ärzte im Krankenhaus gegen COVID-19 geimpft

02.01.2021

"Es ist ein emotionaler und glücklicher Moment für uns alle“

Es war für alle Beteiligten ein besonderer, ja fast historischer Moment: Im St. Josef-Hospital Bochum sind die ersten Mitarbeitenden aus dem medizinischen Personal gegen COVID-19 geimpft worden. Den Auftakt machte Aneta Wojciuszkiewicz (42), eine Krankenschwester aus der Intensivstation. Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, setzte die Spritze persönlich.

Bisher wurden in Nordrhein-Westfalen nahezu ausschließlich Bewohner und Mitarbeitende von Altenheimen geimpft. Für Prof. Hanefeld ist es aber von hoher Bedeutung, dass auch das medizinische Klinikpersonal vor allem aus den Risikobereichen nicht lange warten muss: „Hier ist der Druck nach wie vor riesig. Die Kolleginnen und Kollegen dort müssen möglichst schnell in das Impfprogramm einbezogen werden.“ Bis die Impfungen dazu führen, dass sich die Infektionslage entspannt, wird es aber dauern: „Wir haben sicher noch einige schwere Monate vor uns."

Zu den ersten Geimpften im Katholischen Klinikum gehörte neben weiteren Pflegekräften und Ärzten aus der Geriatrie im Marien-Hospital Wattenscheid auch Dr. Thomas Breuer, Ärztlicher Leiter der konservativen Intensivstation (Innere Medizin, Neurologie) im St. Josef-Hospital. Er sprach von einem „emotionalen glücklichen Moment" und fügte hinzu: „Die Impfung ist ein Signal der Hoffnung für alle Pflegenden und alle Ärzte."

Kliniken bauen gemeinsam neue Zentralküche in Bochum – St. Elisabeth Gruppe und Katholisches Klinikum setzen ersten Spatenstich

17.12.2020

 

 Herne / Bochum 11.12.2020. Die St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr (Herne) und das Katholische Klinikum Bochum (KKB) haben das Startsignal für den Bau ihrer gemeinsamen neuen Zentralküche auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Lothringen in Bochum-Gerthe gegeben. In Anwesenheit des Bochumer Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch wurde heute (11. Dezember) der erste Spatenstich gesetzt. 

In der neuen Zentralküche werden 200 Mitarbeiter aus beiden Krankenhausgruppen ihren Arbeitsplatz haben. „Jeden Tag mehr als 10.000 Mitarbeitende in der Region sowie tausende Patientinnen und Patienten mit frischem, gesundem Essen zu versorgen ist eine immense Herausforderung“, sagte Thomas Eiskirch. „Mit der neuen gemeinsamen Zentralküche im Gewerbepark Gerthe-Süd gehen beide Krankenhausverbünde einen großen Schritt. Bochum ist dafür der richtige Standort, und ich freue mich über die Ansiedlung.“ 

Es ist geplant, die neue Küche im Mai 2022 in Betrieb gehen zu lassen. Baubeginn soll 2021 sein. Investiert werden rund 40 Millionen Euro. „Unsere beiden Klinikgruppen pflegen seit jeher einen hohen Standard in der Zubereitung von Speisen für Patienten und Mitarbeiter. Durch die neue Zentralküche können wir zukünftig unsere Effizienz bei gleichbleibend hoher Qualität steigern“, so Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth Gruppe. 

„Die Küche wird mit modernster Technik ausgestattet sein“, betont der Kaufmännische Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, Franz-Rainer Kellerhoff. „Für uns ist es ein wegweisendes Projekt.“ Täglich werden mehr als 17.000 Mahlzeiten zubereitet. Gekocht wird nach dem sogenannten Cook-and-Chill-Verfahren. Die Speisen werden nach der Zubereitung heruntergekühlt, zu den einzelnen Standorten transportiert und dort schonend erwärmt. Dadurch können größtmögliche Frische- und Qualitätsstandards eingehalten werden.