Spitzenposition im überregionalen Klinik-Vergleich

19.10.2021

KKB landet in der neuen Focus-Liste in 17 Fachbereichen weit vorn

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seinen Platz unter den überregional besten Krankenhäusern behauptet. In der neuen Focus-Klinikliste 2022 erreicht das KKB in 17 Fachbereichen vordere Plätze und belegt dadurch in Nordrhein-Westfalen Platz sieben, im Ruhrgebiet Platz zwei und in Bochum Platz eins. Unter den freigemeinnützigen Krankenhäusern liegt das Klinikum bundesweit auf Platz zwei und insgesamt auf Rang 39. Ausgewertet wurden Daten von 1682 öffentlichen Krankenhäusern und den ihnen angeschlossenen 14.193 Fachkliniken. Bereits in den vergangenen Jahren hatte das KKB stets in der Spitzengruppe gelegen.

Grundlage der Befragung sind u.a. Empfehlungen anderer Ärzte. Niedergelassene Mediziner ebenso wie Klinikärzte wurden gefragt, in welches Krankenhaus sie selbst gehen oder einen Verwandten schicken würden. Das eigene Haus durften Klinikmediziner nicht nennen. Darüber hinaus wurde die Patientenzufriedenheit gemessen sowie Qualitätsberichte analysiert.

Besonders hohe Reputation genießt das Katholische Klinikum in der Krebsbehandlung. Dazu zählen in der aktuellen Liste vor allem Haut-, Darm- und Kopf-Hals-Tumoren. Allein vier Auszeichnungen in verschiedenen Teilbereichen erhielt die Allgemeinchirurgie (Darmkrebs, Gallenchirurgie, Refluxchirurgie und Proktologie), drei die Neurologie (Multiple Sklerose, Parkinson, Schlaganfall). Weit vorn landeten ebenfalls die Geriatrie, Onkologie, Dermatologie, Venenmedizin, Gefäßchirurgie, Kardiologie/Rhythmologie, Diabetologie (Erwachsene und Kinder), Wirbelsäulenchirurgie und Strahlentherapie.

Höchste Auszeichnung für unsere Händehygiene

28.09.2021

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände“ wurde unserem Klinikum Mitte September das Gold-Zertifikat verliehen. Erweitert wurde diese Auszeichnung nun auch auf das Martin-Luther-Krankenhaus Wattenscheid. Neben dem Marien-Hospital Witten ist das KKB damit das einzige Klinikum im Revier, das aktuell dieses Hygienelevel erreicht. Foto:  Prof. Eggert Stockfleth (Ärztlicher Direktor), Maria Menne-Dietz (Fachkrankenschwester) und Dr. Friederike Lemm (Leiterin Krankenhaushygiene)

Operieren mit High Tech und Herz

28.09.2021

Bereit für die Zukunft: Katholisches Klinikum Bochum nimmt neuen OP-Trakt mit acht Sälen und operativer Intensivstation in Betrieb

Gut zwei Jahre wurde gebaut. Jetzt ist das Gebäude, trotz Corona, planmäßig fertiggestellt: Der neue Zentral-OP mit acht Operationssälen, einer neuen operativen Intensivstation und neuen Bettenstationen im Universitätsklinikum St. Josef-Hospital. Mit einem Volumen von rund 33 Mio. Euro steht der Neubau für die bisher größte Einzelinvestition in der Geschichte des Katholischen Klinikums Bochum (KKB). Die offizielle Eröffnung findet in corona-gerecht beschränktem Umfang am kommenden Mittwoch (29. 9.) statt. Die ersten Operationen sind für Anfang Oktober geplant.

„Bereit für die Zukunft“, lautet der Anspruch des KKB. Wert gelegt wurde nicht nur auf eine patienten- und mitarbeiterfreundliche Ausstattung, sondern auch auf ausgefeilte Digitalisierung. Herzstück des markanten Neubaus, beim KKB intern Haus S genannt, ist der neue Zentral-OP. Er wird höchsten Anforderungen gerecht und stößt bereits national sowie international auf hohes Interesse der Fachwelt. Acht hochtechnisierte, in blaues Glas gefasste Operationssäle sowie ein großzügiger Aufwachraum stehen zur Verfügung. Alle OP-Glastüren sind mit bekannten Bochumer Motiven gestaltet, von der Jahrhunderthalle über das Musikforum und Schauspielhaus bis zum VfL-Stadion.

Eine Ebene höher befindet sich die Operative Intensivstation, auf der die Patienten nach größeren Eingriffen intensivmedizinisch versorgt und überwacht werden. Sie umfasst auf zwei parallel verlaufenden Fluren 22 Betten, davon 18 in Einzelzimmern. Darüber sind weitere Bettenstationen untergebracht.

KKB-Geschäftsführer Prof. Christoph Hanefeld: „Für unser Klinikum markiert Haus S einen weiteren Meilenstein. Es ist unser Anspruch, moderne Technik und Menschlichkeit zu verbinden. Auch wenn die Medizin immer komplexer wird, muss die Patientenversorgung stets von Zuwendung, Empathie und Herzlichkeit geprägt sein.“ Dabei unterstreicht er die hohe Bedeutung der Mitarbeitenden bei der Entstehung des Neubaus: „Von der Konzeption bis zur Realisierung waren unsere Kolleginnen und Kollegen, die nun dort arbeiten, permanent in die Planungen involviert. Das führte zu vielen wertvollen Initiativen und Rückmeldungen, so dass Haus S ein absolut mitarbeiterfreundliches Gebäude geworden ist.“

„Die Kliniklandschaft verändert sich in einem Tempo, wie wir es bisher nicht kannten. Konzentration auf Kernbereiche und Spezialisierung sind hier wichtige Stichworte“, betont der Aufsichtsratsvorsitzende des Katholischen Klinikums, Ass. jur. Volker Goldmann. „Diese Zeichen haben wir früh erkannt und uns konsequent darauf ausgerichtet. Auch in Zukunft sind wir entschlossen, hohe medizinische Expertise und Kostenbewusstsein verantwortungsvoll zu kombinieren. Dazu wird der neue OP ein weiterer wichtiger Baustein sein.“

Neuer MRT bietet Patienten zusätzlichen Komfort

27.09.2021

KKB investiert in der Radiologie des St. Josef-Hospitals - Schnelle, präzise Bilder mit neuen Anwendungsmöglichkeiten

Schnellere Untersuchungen, hochpräzise Aufnahmen, mehr Komfort für den Patienten und neue Anwendungsmöglichkeiten: Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) investiert in seiner Radiologie im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum) in einen neuen Magnetresonanz-Tomografen (MRT), 3Tesla. Um das acht Tonnen schwere Gerät unterzubringen, wurde auf dem Klinikgelände ein eigener Anbau erstellt. Der MRT von Siemens Healthineers wurde am 27. September geliefert und geht Mitte Oktober in Betrieb. 

Spezielle Sensoren messen automatisch den Atemverlauf und sparen Wiederholungsscans ein. Dadurch kann die MRT-Aufnahme um bis zu 30 Prozent schneller erfolgen. Zusätzlicher Komfort ergibt sich auch dadurch, dass die Patienten mehr Platz haben als bei herkömmlichen Geräten. Der Raum, in dem das neue Gerät laufen wird, hat ein Tageslichtfenster und sorgt für ein angenehmes Untersuchungsumfeld. 

Geliefert werden Behandlungsergebnisse in hoher Qualität. Durch ausgefeilte Technologien, die die Positionierung des Patienten auf Knopfdruck genau bestimmen und Arbeitsabläufe vom Start des Scans bis zur Qualitätskontrolle automatisieren, entstehen Bilder in hoher Präzision und Auflösung. Schwerpunktmäßig profitieren davon Patienten mit Gehirn- und Rückenmarkserkrankungen sowie Mittel-/Innenohrerkrankungen, da selbst kleinste krankhafte Veränderungen sichtbar gemacht werden können. 

Ferner ermöglicht das System hochqualitative Aufnahmen auch von Patienten mit Herzrhythmus-Störungen, Adipositas oder Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes den Untersuchungsablauf nicht aktiv unterstützen können. Möglich werden zum Beispiel Untersuchungen der Leber, ohne dass der Patient den Atem anhalten muss. Vereinfacht werden auch Ganzkörperuntersuchungen, die u.a. für onkologische Patienten sehr wichtig sind. Durch besondere Hard- und Software wird zudem erreicht, dass anspruchsvolle Forschungen in Angriff genommen werden können. 

„Der Scanner ermöglicht eine hochpräzise Positionierung, geht damit auf individuelle Unterschiede der Patienten ein und erhöht damit die Vergleichbarkeit der Aufnahmen“, sagt Prof. Nasreddin Abolmaali, Direktor der Universitätsklinik für Radiologie im St. Josef-Hospital.  „Durch die exzellente und detailreichere Bildgebung des neuen Scanners, gepaart mit der Anwendung künstlicher Intelligenz, setzen wir als Neuroradiologen neue Maßstäbe im Bereich der diagnostischen Möglichkeiten von Gehirn-, Innenohr- und Rückenmarkserkrankungen“, ergänzt Prof. Carsten Lukas, Chefarzt des Instituts für Neuroradiologie.

Bochumer Beteiligung an Impfstudie in Siegen-Wittgenstein

26.08.2021

Informationen zur Studie „U16 – Wissenschaftliche Evaluierung der COVID-19 Schutzimpfung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Landkreis Siegen-Wittgenstein“.

Die Auswirkung der Impfung von 12- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen gegen SARS-Cov-2 auf das Infektionsgeschehen steht im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Studie „U16 – Wissenschaftliche Evaluierung der COVID-19 Schutzimpfung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Landkreis Siegen-Wittgenstein“*, die im Impfzentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein gestartet ist. Es handelt sich hierbei um ein kooperatives Projekt an dem WissenschaftlerInnen und ÄrztInnen der Universität des Saarlandes, der Universität Siegen, des Universitätsklinikums des Saarlandes, des Universitätsklinikums Bochum, sowie des Impfzentrums Siegen-Wittgenstein beteiligt sind.

Die Studie, eine Kombination aus Befragung und statistischer Auswertungen mit Hilfe mathematischer Modelle, soll neue Erkenntnisse über die Situation junger Menschen in der Pandemie liefern und hinsichtlich der Auswirkungen der Impfquote in der jungen Bevölkerung auf das Infektionsgeschehen.

Ziele des Projekts sind zum einen Erkenntnisse über die Impfbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen zu erlangen, zu erfahren welche Gründe der Entscheidung sich impfen zu lassen zu Grunde liegen und wie die Impflinge und deren Eltern ihr gesundheitliches Befinden in Pandemiezeiten beurteilen. Geimpfte Kinder, Jugendliche und deren Eltern werden nach der Impfung im Impfzentrum Siegen-Wittgenstein gebeten einen freiwilligen, pseudonymisierten Fragenkatalog in elektronischer Form zu beantworten. Es handelt sich um Fragen zur Impfbereitschaft und -motivation, zu Verhaltensstärken und -auffälligkeiten, der subjektiven Gesundheit, des Wohlbefindens und der Internet- und Mediennutzung.

Um weitere Daten zur Situation der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie z.B. Studenten, im Kreis Siegen-Wittgenstein zu erhalten und so auch jene zu erreichen, die bereits geimpft sind, noch zögern, oder sich nicht impfen lassen möchten, besteht die Absicht im Laufe des Projekts eine Online-Befragung, ähnlich der oben erwähnten, an Berufsschulen und an der Universität Siegendurchzuführen.

Zum anderen soll der Effekt des Impfangebots für Kinder und Jugendliche auf verschiedene Aspekte, wie z.B. das Infektionsgeschehen im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein, auf die Inzidenz in der betroffenen Gruppe, aber auch die pandemische Situation in der Gesamtbevölkerung evaluiert werden. Es bietet sich durch Vergleiche mit anderen Regionen, die geringere Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen erreichen, die Möglichkeit, die Rolle des Ausbildungsbetriebs auf die Ausbreitung des SARS-Cov-2 innerhalb der Population der jungen Menschen und der Sekundärübertragungen in eine zum Teil immunisierte Erwachsenenpopulation zu untersuchen, sprich ob eine höhere Impfquote bei Kindern und Jugendlichen ein verringertes Ansteckungsrisiko für die Elterngeneration bedeutet und ob sie sich positiv auf den Schulbetrieb auswirkt.

Erste Zwischenergebnisse des bis Ende Februar 2022 angesetzten Projekts werden im Herbst, nach der ersten Schulphase erwartet.

Partner im Projekt:

Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, Kinder- und Jugendmedizin, Direktor Univ.-Prof. Dr. med.Thomas Lückeund Dr. med. Folke Brinkmann, Pädiatrische Pneumologie

Impfzentrum Siegen-Wittgenstein, Leitung Dr. med. Thomas Gehrke

Universität Siegen, Prorektorin Univ.-Prof.in Dr. Alexandra Nonnenmacher

Ärztekammer Westfalen-Lippe, Geschäftsführender Arzt Dr. med. Markus Wenning

Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Klinische Pharmazie, Univ.-Prof. Dr. Thorsten Lehr

Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Direktorin Univ.-Prof.in Dr. med. Eva Möhler, sowie Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie Direktor Univ- Prof. Dr. med Michael Zemlin

Bochumer Haut-Chirurg koordiniert weltweite Studie zur Behandlung von Acne Inversa

19.08.2021

Meilenstein in der Versorgung von schwer erkrankten Patienten

Acne Inversa gehört zu den schwerwiegendsten Hautkrankheiten überhaupt. In fortgeschrittenen Stadien ist sie äußerst schmerzhaft und auch psychisch mit hohem Leidensdruck verbunden. Die Dermatochirurgie in der Bochumer Universitätsklinik für Dermatologie im St. Josef-Hospital (Direktor: Prof. Eggert Stockfleth) unter Leitung von Prof. Falk Bechara ist mit 1000 Patienten pro Jahr eines der international führenden Zentren. In Bochum wurde über vier Jahre eine weltweite Multicenter-Studie koordiniert, an der 45 Zentren in 20 Ländern beteiligt waren. Die Ergebnisse wurden jetzt im renommierten JAMA Surgery (Journal of the American Medical Association) veröffentlicht, der führenden chirurgischen Fachzeitschrift weltweit. 

Konkret ging es um Adalimumab, ein immunmodulierendes, entzündungshemmendes Standard-Medikament, das seit Jahren – weit über Acne Inversa hinaus - erfolgreich zum Einsatz kommt. Zu den Anwendungsgebieten zählen schwere Schuppenflechte, aber neben der Dermatologie auch rheumatische Erkrankungen oder chronische Darmentzündungen wie Morbus Colitis oder Morbus Crohn. Bei konservativen Behandlungen ist das Medikament anerkanntermaßen effektiv und sicher. Bisher war aber ungeklärt, wie gut es mit einer Operation, die der Patient bei Acne Inversa oft nicht vermeiden kann, vereinbar ist. Darüber lagen in der gesamten Fachwelt bisher keinerlei Daten vor.

„Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Adalimumab auch bei Acne-Inversa-Operationen nicht abgesetzt werden muss“, erläutert Prof. Bechara, Erstautor der Studie. „Es ist sowohl vor als auch nach der Operation wirksam und gleichzeitig sicher. Dies ist für schwer erkrankte Patienten ein Meilenstein, weil es den Heilungsverlauf verbessert.“ Inwieweit die positiven Ergebnisse der Studie auf andere Krankheiten übertragbar sind, bei denen ebenfalls häufig operiert werden muss, muss in weiteren Studien untersucht werden, betont Prof. Bechara: „Eine Perspektive dafür besteht durchaus.“ 

Acne Inversa ist eine chronische Erkrankung, die durch eine Verstopfung von Haarwurzeln entsteht. Sie tritt häufig unter den Armen, in der Leiste sowie im Genitalbereich auf und ist daher stark schambehaftet. Heilbar ist sie bisher nicht, doch die Beschwerden können durch inzwischen deutlich verbesserte Behandlungsmethoden erheblich gelindert werden.

Bauarbeiten für das neue Ausbildungszentrum in Gesundheitsberufen beginnen

19.08.2021

Historischer Standort in Bochum-Gerthe bleibt dadurch erhalten

Qualifiziertes Pflegepersonal ist im Krankenhaus von herausragender Bedeutung. Aus diesem Grunde bildet das Katholische Klinikum Bochum (KKB) jedes Jahr hunderte von jungen Menschen in Pflegeberufen aus und gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben im gesamten Ruhrgebiet. Da die bisherigen Räumlichkeiten für dieses ambitionierte Programm nicht mehr ausreichen, wird auf dem Gelände des traditionsreichen Krankenhaus-Standortes Bochum-Gerthe ein neues Ausbildungszentrum gebaut.

Für den ersten Bauabschnitt ist der Bauantrag in Vorbereitung. Zunächst jedoch müssen erst vorhandene Gebäudeteile unter Einhaltung aller Umweltvorschriften abgetragen werden. Dieser Rückbau beginnt in Kürze und wird im 4. Quartal dieses Jahres beendet sein. Der Neubau selber soll 2023 abgeschlossen werden. Dann wird die Ausbildungskapazität des KKB nochmals deutlich erhöht.

„Die Pflege im Krankenhaus ist hochkomplex geworden. Damit steigen auch die Anforderungen in der Ausbildung enorm“, sagt Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB. „Dieser Herausforderung tragen wir durch das neue Zentrum Rechnung. Darüber hinaus leisten wir damit einen wichtigen Beitrag für die Strukturentwicklung im Stadtteil Gerthe.“ Das Land NRW beteiligt sich an dem Projekt mit einer finanziellen Förderung.

Gebaut wird auf dem Gelände des vor fast 100 Jahren gegründeten Krankenhauses St. Maria Hilf. Direkt neben der denkmalgeschützten St. Elisabeth-Kirche gelegen, war es seitdem in diesem Stadtteil ein wichtiger Orientierungspunkt. Aufgrund der von der Politik im Klinikbereich geforderten Spezialisierung und Konzentration hat das KKB in mehreren Schritten umstrukturiert, so dass heute in Gerthe nur noch ambulante Venenbehandlungen stattfinden. Dies wird bis auf Weiteres auch so bleiben.

Mit dem neuen Ausbildungszentrum bleibt der medizinische Charakter erhalten: „Der historische Standort wird weiterentwickelt und in eine neue attraktive Zukunft geführt. Dies hat auch emotional hohe Bedeutung“, sagt Prof. Hanefeld.

Ausgebildet wird im KKB unter dem Dach des Bildungsinstituts BIGEST. Dies umfasst alle Bereiche der Pflege (Kranken-, Kinderkranken-, Altenpflege) sowie die Physiotherapie und innerbetriebliche Fort- und Weiterbildung. „Unser Ausbildungskonzept ist weithin anerkannt und wurde erst vor kurzem mit Bestnoten zertifiziert“, sagt BIGEST-Leiter Raphael Markus. „Wir freuen uns darauf, unsere Auszubildenden und Lehrenden künftig an einem attraktiven Bildungsstandort mit modernster Ausstattung begrüßen zu können.“

 

Erste Einblicke in das neue Ausbildungszentrum auf https://youtu.be/nvOiRhYrV4M

Darmzentrum St. Josef-Hospital gehört zu den besten bundesweit

14.07.2021

Top-Ergebnisse in der Bewertung der Deutschen Krebsgesellschaft

Das Darmzentrum im St. Josef-Hospital  hat seinen Ruf als eines der besten Zentren seiner Art in ganz Deutschland bestätigt. Dies geht aus dem „Jahresbericht Darm 2021“ der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) hervor. Es erzielte sowohl in den Prozessen als auch in der Qualität der Behandlung Werte, die zu den besten bundesweit zählen. Prof. Waldemar Uhl, Direktor der Universitätsklinik für Viszeral- und Allgemeinchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum, freut sich über diese Top-Bewertung: „Unsere Reputation auf diesem hohen Niveau einmal mehr zu bestätigt zu sehen, kann uns stolz machen. Dafür bedanke ich mich bei allen in der Pflege, im OP-Saal, auf der Intensivstation, den Stationen und unseren Partnern in der Klinik (Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie, Psycho-Onkologie, Radiologie, Ernährungs- und Diabetestherapie und externe Pathologie).“ 

Bewertet wurden u.a. Indikatoren wie die Komplikationsrate und Mortalität, aber auch die Betreuung des Patienten vor und nach der Operation. Das Darmzentrum Ruhr war 2006 das erste in Deutschland überhaupt, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde und hat seither jedes Jahr die vorgeschriebenen Audits bestanden.

Prof. Uhl arbeitet im St. Josef-Hospital, das zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehört, traditionell eng mit der Onkologie (Direktorin: Prof. Anke Reinacher-Schick) zusammen. Auch sie bekräftigt den interdisziplinären Ansatz: „Die enge Abstimmung zwischen Chirurgie, Onkologie, Strahlentherapie und anderen Abteilungen ist vor allem beim Enddarmkrebs entscheidend für die optimale Behandlung der Patienten. Dies hat bei uns hohen Stellenwert.“