St. Elisabeth-Hospital bietet für werdende Eltern künftig zwei Kreißsaalinfoabende im Monat an

07.03.2019

1440 Kinder sind im vergangenen Jahr im St. Elisabeth-Hospital zur Welt gekommen – ein Rekord in der 170-jährigen Geschichte des Hauses. Vor der Geburt nutzen viele werdende Eltern die Möglichkeit, die Klinik im Rahmen des Kreißsaal-Infoabends kennenzulernen. Damit diese Abende auch weiterhin in einer persönlichen und vertrauensvollen Atmosphäre stattfinden, bietet das Team um Klinikdirektor Dr. Peter Kern fortan zwei Veranstaltungen im Monat an. Termine sind jeweils der 2. und 4. Dienstag um 19:30 Uhr. Treffpunkt ist das Bistro des St. Elisabeth-Hospitals (Bleichstr. 15). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der nächste Termin ist am Dienstag, 12. März. Unter dem Titel „Geburt im Eli: Der Start ins Lebens – sicher und geborgen“ kann man sich auch auf der Website des Katholischen Klinikums einen Eindruck verschaffen: Unter www.klinikum-bochum.de/geburt gibt es einen Kurzfilm sowie zahlreiche Informationen zu den Themen Schwangerschaft und Geburt.

Schulklassen werden fürs Wassertrinken mit Aktionstag an der Ruhr-Uni belohnt

06.03.2019

Mit einem Aktionstag an der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (RUB) werden zwei Klassen der Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld für ihre Teilnahme an einer Studie des Forschungsdepartments Kinderernährung (FKE) der Universitätskinderklinik Bochum belohnt: Die beiden 6. Klassen haben sich unter insgesamt 14 Schulklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe am intensivsten an der so genannten Cogni-DROP-Studie beteiligt. Dafür dürfen sie einen kompletten Schultag an der Uni verbringen und sich dort neben einem „sportwissenschaftlichen“ Rundgang durchs Institut u.a. unter dem Motto „Klettermax und Co.“ an einer Kletter- und Boulderwand ausprobieren sowie Leistungstests absolvieren, wie sie normalerweise Profisportler machen.

Im Rahmen der Studie, die das zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörende FKE im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der RUB an der Gesamtschule durchgeführt hat, hat FKE-Doktorandin Alina Drozdowska drei Monate lang untersucht, inwieweit das Wassertrinken in Kombination mit Bewegung die Kognition der Schüler beeinflusst. Cogni-DROP steht dabei für „Cognition, Drinking Observation and Physical Activity“. 

„Das Ganze wurde unter realen Bedingungen im Schulalltag getestet“, erklärt Dr. Kathrin Jansen, Leiterin der Studie. Die Schülerinnen und Schüler der Interventionsgruppe wurden dabei aktiv zum Wassertrinken motiviert, während diese Motivation bei der Kontrollgruppe ausblieb. Jeweils mittags wurde zudem in beiden Gruppen in Zusammenarbeit mit dem ALA-Institut Bochum (Institut für Arbeiten, Lernen, Altern) ein Kognitionstest am Computer gemacht.

„Außerdem haben wir von Seiten der Fakultät für Sportwissenschaft die Fitness der Kinder untersucht“, ergänzt Dr. Gernot Jendrusch vom Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der RUB. Auf die Ergebnisse der Studie sind alle Beteiligten schon sehr gespannt. Dr. Jansen: „Im Moment sind wir noch bei der Auswertung der Daten.“ Die CogniDROP Studie wird von der Uniscientia Stiftung Vaduz, gefördert.

Auszeichnung für Mediziner des KKB

05.03.2019

Seit Jahren gehört die Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum bundesweit zu den renommiertesten Kliniken in der Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Diesen Ruf haben Klinikdirektor Prof. Ralf Gold und Oberärztin PD Dr. Kerstin Hellwig nun in der aktuellen Rangliste des Nachrichtenmagazins FOCUS erneut bestätigt. Basis dafür sind Bewertungen von Patienten und ärztlichen Kollegen, aber auch die veröffentlichten Fachbeiträge und Teilnahme an Studien.

Ebenfalls ausgewertet wurde der Krankheitsbereich Neurodermitis. Hier gehört Prof. Uwe Schauer, Oberarzt an der Universitäts-Kinderklinik Bochum, zu den führenden Medizinern in Deutschland. Der FOCUS veröffentlicht Ranglisten zu wichtigen medizinischen Bereichen schon seit Jahren. Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) sind dort traditionell stark vertreten.

Im Gedenken der Kinder: Gastausstellung über die medizinischen Menschenversuche der Nazis

22.02.2019

80 Jahre ist es jetzt her, dass im Nationalsozialismus eines der schlimmsten Kapitel deutscher Geschichte begann: Die systematische Tötung geistig und körperlich behinderter Menschen. Auch an Kindern und Jugendlichen wurden in Arztpraxen, Ämtern und Kliniken massenhaft medizinische Verbrechen begangen. Unter dem Titel

„Im Gedenken der Kinder“ erinnert daran eine Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin, die in Kürze in Bochum zu sehen sein wird.

Die offizielle Eröffnung findet am 6. März 2019 um 19.30 Uhr im Carrée des St. Josef-Hospitals statt.

Mehr als 10.000 Kinder fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten  Lebens“  zum  Opfer.  5000  Kinder  wurden  allein  in  so  genannten „Fachabteilungen“ - eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen – gequält und ermordet.

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt am Vorabend der Tagung „Forum Sozialpädiatrie“, das in diesem Jahr im Hörsaalzentrum am St. Josef-Hospital ausgetragen wird und Experten aus ganz Deutschland zusammenführt. Gastgeber ist Prof. Thomas Lücke, Direktor der zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörenden Universitäts- Kinderklinik. „Jeden Tag und jede Stunde beschäftigen wir Pädiater uns mit der Gesundheit von Kindern“, sagt er. „Umso mehr beschämt es noch heute, dass diese Verbrechen damals von Kinderärzten begangen wurden.“

„Eine Universitätsklinik, überdies eine in christlicher Trägerschaft, hat die Verpflichtung, nicht nur medizinisch zu denken und zu handeln, sondern auch gesellschaftlich“, betont Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB. „Dazu trägt die Gastaustellung in besonderem Maße bei. So schrecklich die Ereignisse von damals sind, so sehr fühlen wir die Verpflichtung, sie auch 80 Jahre später nicht zu vergessen.“

Der Besuch der Ausstellung ist selbstverständlich kostenlos. Lehrern und ihren Klassen wird die Möglichkeit gegeben, sie auch in Gruppen zu besuchen. Nähere Informationen und Terminabsprachen bitte unter s.kuehn@klinikum-bochum.de

Im Internet unter www.Im-Gedenken-der-Kinder.de

Für Diabetiker öffnen sich neue Chancen der Therapie

14.01.2019

100 Jahre nach der bahnbrechenden Erfindung des Insulin öffnen sich für Menschen mit Diabetes neue Wege der Behandlung. Nach jahrzehntelanger Grundlagenforschung sind Medikamente auf den Markt gekommen, die sich nicht vom Insulin aus der Bauchspeicheldrüse ableiten, sondern von Hormonen im Darm (Inkretinsystem). Neben dem Insulin, das oft aber weiter notwendig sein wird, erhält der Arzt dadurch zusätzliche Therapie-Optionen. Die neuen Präparate (GLP1-Rezeptor-Agonisten) sind leichter zu dosieren als Insulin, das oft eine monatelange Dosisanpassung erfordert. Ferner können sie keine Unterzuckerungen auslösen und verringern signifikant das Risiko von Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Nierenversagen oder Schlaganfall. Viele Experten sprechen von einer neuen Euphorie. Die europäische Spitzenklasse der Inkretin-Forschung trifft sich vom 24. bis 26. Januar in Bochum. Vorgängerkongresse hatten in Kopenhagen und Pisa stattgefunden.

Diabetes ist eine Massenkrankheit, unter der in Deutschland rund neun Millionen Menschen leiden. Rund 400.000 sind es allein im Ruhrgebiet. Wissenschaftlicher Leiter der Tagung ist Prof. Michael Nauck, Chef der klinischen Forschung im Diabetes-Zentrum Bochum/Hattingen. Er ist sicher: „Die neuen Medikamentengruppen werden weltweit zu Umwälzungen führen.“ Dies gilt vor allem für die gefürchtete Gewichtszunahme, auf die viele Diabetiker sogar mit einer Magen-Operation reagieren, um ihr Gewicht zu regulieren. Studien haben ergeben, dass durch GLP1-Rezeptor-Agonisten das Körpergewicht um rund drei Kilo sinkt. Durch die Weiterentwicklung dieser Präparate könnten es künftig mehr als 8 Kilo sein. Der HbA1C-Wert, der mit dem Blutzucker korreliert, kann heute bereits um bis zu 1,5 Prozent und künftig möglicherweise um mehr als 2 Prozent gesenkt werden. Allerdings sind diese Medikamente nur beim Diabetes Typ 2 zugelassen, nicht beim Typ 1.

Diabetes bleibt chronisch, wird also auch durch die neuen Medikamente nicht heilbar. „Gleichwohl haben wir nun die Chance, die Krankheit viel besser in den Griff zu bekommen, Entgleisungen zu vermeiden und Folgekomplikationen bis hin zu Todesfällen zu verringern“, sagt Prof. Nauck. Er rechnet damit, dass eine Variante der neuen Medikamente ab 2020 auch in Tablettenform erhältlich sein wird, was eine attraktive Alternative zum Spritzen darstellt.

Anders als üblich, wurde die Inkretinforschung nicht primär von der Pharmaindustrie vorangetrieben, sondern von Universitätskliniken. Prof. Nauck war daran weltweit an führender Stelle beteiligt und erhielt für sein Lebenswerk 2016 in Anwesenheit der dänischen Königin die Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen.

Minister Laumann: Rund 5 Millionen Euro für das Katholische Klinikum Bochum

11.12.2018

Mit der Einzelförderung von Investitionen in Krankenhäuser ergreift die Landesregierung effektive Maßnahmen gegen die Unterfinanzierung der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen. In diesem Rahmen hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann einen Förderbescheid an das Katholische Klinikum Bochum (KKB) übergeben. Ziel der mit dem „Entfesselungspaket I“ eingeführten Einzelförderung ist es, die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern, um eine qualitativ hochwertige und patientengerechte Versorgung für die Menschen in Nordrhein-Westfalen sicherzustellen. Für das Jahr 2018 wurde vom Land der Förderschwerpunkt „Qualitätsverbesserung der Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen sowie der Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen“ festgelegt.

„Ich freue mich sehr, dass das Land Nordrhein-Westfalen das Katholische Klinikum Bochum bei der Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen, insbesondere mit Chorea Huntington, unterstützt. Gerade bei Seltenen Erkrankungen wie Chorea Huntington ist es wichtig, die Fachexpertise zu verbessern. Das betrifft sowohl die Diagnostik und Versorgung der Betroffenen als auch die Forschung. Durch die Kooperation mit der Ruhr Universität Bochum wird die Expertise im Bereich Chorea Huntington gebündelt. Das hat enorme Vorteile. Denn so können Betroffene direkt von neu gewonnenen Erkenntnissen profitieren“, erklärte Laumann bei der Bescheidübergabe.
 
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hat dem Katholischen Klinikum Bochum einen Antrag bewilligt, dessen Förderhöhe sich auf rund fünf Millionen Euro beläuft. Die Summe soll in die Versorgungssituation von Patienten mit Chorea Huntington und weiteren Seltenen Erkrankungen investiert werden. Insbesondere Diagnostik- und Therapieräume sollen davon profitieren.
 
Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KBB, freute sich über die Unterstützung der Landesregierung: „Die Förderung empfinden wir als wichtiges Zeichen der Wertschätzung unserer medizinischen Arbeit. Seltene Erkrankungen sind in der Medizin eine besondere Herausforderung. Dies gilt gleichermaßen für Diagnostik, Behandlung und Forschung. Unsere in diesem Bereich seit vielen Jahren aufgebaute Expertise umfasst die Pädiatrie bei Kindern jedes Lebensalters sowie die Neurologie mit einem Schwerpunkt Huntington. Wir werden durch die Landesförderung nun in die Lage versetzt, diese Anstrengungen noch weiter zu intensivieren. Dazu gehören bauliche Erweiterungen auf unserem Gelände.“

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Strumpfauswahl an Symptomen orientieren

04.12.2018

Medizinische Kompressionsstrümpfe gehören zur Basistherapie bei Venenleiden. Ihre Verordnung sollte jedoch stets auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein, fordert Prof. Dr. med. Stefanie Reich-Schupke, Stiftungsprofessorin für Phlebologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Das Interview mit Prof. Stefanie Reich-Schupke finden Sie hier.

Effektiv und sicher: Klinische Studie zu Kompressionsstrümpfen

04.12.2018

Kompressionstherapie bei einem Venenleiden und eine beginnende periphere arterielle Verschlusskrankheit müssen sich nicht automatisch ausschließen. Überzeugungsarbeit leistet eine aktuelle klinische Studie zum Kompressionsstrumpf VenoTrain angioflow am Venen­zentrum der Ruhr-Universität Bochum.

Einzelheiten zur Studie finden Sie hier.