Katholisches Klinikum Bochum bekennt sich zu Vielfalt und Toleranz

27.05.2019

Vielfalt verlangt Toleranz: Nur wenn Raum für Individualität gelassen wird, kommen Fantasie und Innovation zur Geltung. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich das Katholische Klinikum Bochum (KKB) zum Deutschen Diversity Tag (28. Mai) an der Kampagne des Verbands Deutscher Universitätsklinika mit dem Titel „Vielfalt und Toleranz“.

Weiterlesen

Chirurgie im St. Josef-Hospital Bochum gehört für Brüche in der Bauchdecke zu den führenden Adressen

07.05.2019

Brüche in der Bauchdecke (Hernien) treten sehr häufig auf. Fast immer müssen sie operiert werden. Mit mehr als 350.000 Fällen pro Jahr ist dies die Gruppe mit den häufigsten Operationen in Deutschland. Die Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) unter Leitung ihres Direktors Prof. Waldemar Uhl gehört für die Behandlung von Hernien zu den führenden Adressen und ist seit Jahren als Kompetenzzentrum anerkannt. Geleitet wird es von Dr. Kirsten Meurer. Die Auszeichnung wurde nun im Rahmen einer Rezertifizierung bestätigt.

Das Zertifikat bestätigt die Behandlung der Patienten nach höchsten wissenschaftlichen Maßstäben. Verliehen wird es von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). Sie untersucht bei der Zertifizierung nicht nur die Anzahl der Operationen und die Qualitätsergebnisse, sondern auch die Strukturen der chirurgischen Klinik insgesamt, so zum Beispiel das Schmerzmanagement und die postoperative Mobilisation durch die Pflegekräfte. Teil des Gesamtkonzepts sind im St. Josef-Hospital Kontrolluntersuchungen über einen Zeitraum von zehn Jahren nach der Operation.

Zur Gruppe der Hernien gehören u.a. Leistenbrüche, Nabel -und Narbenbrüche sowie Brüche von künstlichen Darmausgängen und im Zwerchfell. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Josef-Hospital ist im gesamten Ruhrgebiet das einzige Hernien-Zentrum auf universitärem Niveau.

„Tag gegen den Lärm“ soll für Risiken sensibilisieren

15.04.2019

Hören Sie nicht mehr ganz so gut wie früher? Müssen Sie häufiger mal nachfragen? Schuld daran kann zu hoher Lärm über längere Zeit sein. Lärm gehört zu den wichtigsten, aber manchmal auch unterschätzten Umwelteinflüssen, denen wir im täglichen Leben ausgesetzt sind. Egal ob Straßen-, Luft- und Schienenverkehr oder auch laute Geräusche beim Nachbarn: Viele Menschen fühlen sich nach regelmäßig durchgeführten Untersuchungen des Umweltbundesamtes durch Lärm gestört. Um zu sensibilisieren und bei bereits erfolgten Hörschädigungen auf Behandlungsmöglichkeiten hinzuweisen, wird am 24. April der „Tag gegen den Lärm“ begangen.

Gemeinsam ausgerichtet wird er in Bochum von der zum Katholischen Klinikum gehörenden Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (St. Elisabeth Hospital), der Kampmann Hörsysteme GmbH und der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum). Besonderer Blickfang ist ein Hörmobil, das von 10 bis 17 Uhr auf der Massenbergstraße in Höhe des Kaufhauses Baltz stehen wird.

Um 11 Uhr wird an diesem Tag ein Pressetermin mit Prof. Stefan Dazert, Direktor der HNO-Klinik im St. Elisabeth-Hospital, und Logopädie-Professorin Dr. Kerstin Bilda, Vize-Präsidentin Forschung der hsg Bochum, stattfinden. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Dort gibt es Gelegenheit für Interviews und für Fotos.

Geliefert werden am Hörmobil Informationen rund um das Hören und über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten bei Hörverlust. Ein kostenloser Hörtest wird ebenso angeboten wie ein Simulationsmodell, mit dem plastisch demonstriert wird, wie Menschen mit verminderter Hörfähigkeit ihre Umwelt akustisch wahrnehmen. 

Die hsg Bochum zeigt einen Prototyp des Hörtrainings „Train2Hear“, das hörgeschädigte Menschen künftig in die Lage versetzen soll, ihr Gehör mit einem digitalen Trainingsprogramm zu reaktivieren. Bürger können eine Höraufgabe an einem Tablet bewältigen. Ferner präsentiert die hsg Bochum Poster von Projekten, z.B. über Hörgewohnheiten junger Menschen sowie eine Lärmkarte zum Thema „Laute und leise Orte in Wattenscheid“.

„Gutes Hören ist für die Teilnahme am sozialen Leben von herausragender Bedeutung. Deshalb sollte man nach Vollendung des 50. Lebensjahres seine Hörfähigkeit regelmäßig überprüfen lassen“, betont Prof. Stefan Dazert. Der Tag gegen den Lärm ist aus seiner Sicht ein guter Anlass, auch auf Risiken hinzuweisen. So ist inzwischen erwiesen, dass hörgeschädigte Menschen ein besonders hohes Risiko haben, später einmal an Demenz zu erkranken.

Katholisches Klinikum Bochum übernimmt Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid

09.04.2019

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) wächst gezielt weiter und baut dadurch das Leistungsangebot aus. Das KKB übernimmt das traditionsreiche Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid mit 579 Mitarbeitern und 269 Betten. Die verantwortlichen Gremien beider Seiten (Aufsichts- und Verwaltungsräte, Gesellschafterversammlungen) haben den Übergang einstimmig gebilligt. Dr. Wilhelm Beermann, Aufsichtsratsvorsitzender des KKB: „Es ist uns gelungen, für die Bürgerinnen und Bürger in Bochum und Wattenscheid ein attraktives ambulantes und stationäres Angebot zu sichern.“  Bisherige Träger waren die Diakoniewerksverbund GmbH und das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V.

Prof. Christoph Hanefeld, Sprecher der Geschäftsführung des KKB, sieht in der neuen Einheit einen weiteren bedeutenden Schritt der strategischen Weiterentwicklung: „Wir werden den Standort Martin Luther in Wattenscheid mit der Kompetenz unserer zahlreichen medizinischen Fachabteilungen und Universitätskliniken gezielt ausbauen. Wir beabsichtigen, dort spezialisierte medizinische Angebote zu etablieren und vorhandene weiterzuentwickeln. Die berechtigten Erwartungen der Patienten auf hochwertige medizinische Leistungen wollen wir erfüllen und gleichzeitig die Erwartungen aus der Politik berücksichtigen, uns auf Schwerpunkte zu konzentrieren und moderne Strukturen vorzuhalten.“

„Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen sind wir sehr zufrieden, mit dem Katholischen Klinikum Bochum einen starken konfessionellen Träger gefunden zu haben“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende des Diakoniewerkverbundes, Superintendent Heiner Montanus. Der Geschäftsführer und Kaufmännische Vorstand Olaf Walter ergänzt: „Uns war es wichtig, dass die Versorgung der Patienten in Wattenscheid durch einen regionalen Versorger langfristig gewährleistet bleibt.“ Die Evangelischen Kliniken in Gelsenkirchen verbleiben weiterhin in Trägerschaft der Diakonie.

Der Charakter des Hauses als wichtiges medizinisches Zentrum und Notarztstandort wird erhalten. Gemeinsam mit den am Martin-Luther-Krankenhaus vorhandenen Praxen und der am Standort vorhandenen Radiologie bleibt ein wohnortnahes internistisches und chirurgisches Angebot bestehen. Der moderne Hybrid-Operationssaal wird weiterentwickelt. Die Psychiatrie bleibt eine starke Säule in Wattenscheid. Mit ihr erhält das Katholische Klinikum einen neuen medizinischen Behandlungsschwerpunkt.

In der Kardiologie des Martin-Luther-Krankenhauses soll, wie bisher, ein Schwerpunkt auf Schrittmacher-Implantationen und Katheter-Untersuchungen gelegt werden. Darüber hinaus beabsichtigt das KKB, das bestehende endoprothetische Leistungsangebot in Wattenscheid auszubauen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hüft- und Knieoperationen.

Ferner entsteht ein interdisziplinäres Gefäßzentrum. Zu diesem Zweck soll das zurzeit am Standort Bochum-Gerthe angesiedelte Venenzentrum nach Wattenscheid verlagert werden. Dieses Zentrum, getragen von der Universitätsklinik für Dermatologie und der gefäßchirurgischen Klinik des KKB, gehört mit rund 10.000 Patienten und 2.000 Operationen zu den größten seiner Art in ganz Deutschland. Das Gefäßzentrum wird mit der universitären Kardiologie des St. Josef-Hospitals eng verzahnt. Am Standort Gerthe ist ein Schulzentrum für Pflegeberufe geplant.

Das Katholische Klinikum Bochum ist gut aufgestellt und erzielte 2018 mit rund 4300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 300 Millionen Euro. Schon heute ist das Klinikum einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Region. „Wir sind überzeugt, mit dieser Ergänzung einen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Patientenversorgung in Bochum und darüber hinaus zu leisten“, betont der Kaufmännische Geschäftsführer des KKB, Franz-Rainer Kellerhoff. „Unserer sozialen Verantwortung sind wir uns bei der Umsetzung der notwendigen Strukturveränderungen bewusst.“   

St. Elisabeth-Hospital bietet für werdende Eltern künftig zwei Kreißsaalinfoabende im Monat an

07.03.2019

1440 Kinder sind im vergangenen Jahr im St. Elisabeth-Hospital zur Welt gekommen – ein Rekord in der 170-jährigen Geschichte des Hauses. Vor der Geburt nutzen viele werdende Eltern die Möglichkeit, die Klinik im Rahmen des Kreißsaal-Infoabends kennenzulernen. Damit diese Abende auch weiterhin in einer persönlichen und vertrauensvollen Atmosphäre stattfinden, bietet das Team um Klinikdirektor Dr. Peter Kern fortan zwei Veranstaltungen im Monat an. Termine sind jeweils der 2. und 4. Dienstag um 19:30 Uhr. Treffpunkt ist das Bistro des St. Elisabeth-Hospitals (Bleichstr. 15). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der nächste Termin ist am Dienstag, 12. März. Unter dem Titel „Geburt im Eli: Der Start ins Lebens – sicher und geborgen“ kann man sich auch auf der Website des Katholischen Klinikums einen Eindruck verschaffen: Unter www.klinikum-bochum.de/geburt gibt es einen Kurzfilm sowie zahlreiche Informationen zu den Themen Schwangerschaft und Geburt.

Schulklassen werden fürs Wassertrinken mit Aktionstag an der Ruhr-Uni belohnt

06.03.2019

Mit einem Aktionstag an der Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (RUB) werden zwei Klassen der Gelsenkirchener Gesamtschule Berger Feld für ihre Teilnahme an einer Studie des Forschungsdepartments Kinderernährung (FKE) der Universitätskinderklinik Bochum belohnt: Die beiden 6. Klassen haben sich unter insgesamt 14 Schulklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe am intensivsten an der so genannten Cogni-DROP-Studie beteiligt. Dafür dürfen sie einen kompletten Schultag an der Uni verbringen und sich dort neben einem „sportwissenschaftlichen“ Rundgang durchs Institut u.a. unter dem Motto „Klettermax und Co.“ an einer Kletter- und Boulderwand ausprobieren sowie Leistungstests absolvieren, wie sie normalerweise Profisportler machen.

Im Rahmen der Studie, die das zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörende FKE im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der RUB an der Gesamtschule durchgeführt hat, hat FKE-Doktorandin Alina Drozdowska drei Monate lang untersucht, inwieweit das Wassertrinken in Kombination mit Bewegung die Kognition der Schüler beeinflusst. Cogni-DROP steht dabei für „Cognition, Drinking Observation and Physical Activity“. 

„Das Ganze wurde unter realen Bedingungen im Schulalltag getestet“, erklärt Dr. Kathrin Jansen, Leiterin der Studie. Die Schülerinnen und Schüler der Interventionsgruppe wurden dabei aktiv zum Wassertrinken motiviert, während diese Motivation bei der Kontrollgruppe ausblieb. Jeweils mittags wurde zudem in beiden Gruppen in Zusammenarbeit mit dem ALA-Institut Bochum (Institut für Arbeiten, Lernen, Altern) ein Kognitionstest am Computer gemacht.

„Außerdem haben wir von Seiten der Fakultät für Sportwissenschaft die Fitness der Kinder untersucht“, ergänzt Dr. Gernot Jendrusch vom Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der RUB. Auf die Ergebnisse der Studie sind alle Beteiligten schon sehr gespannt. Dr. Jansen: „Im Moment sind wir noch bei der Auswertung der Daten.“ Die CogniDROP Studie wird von der Uniscientia Stiftung Vaduz, gefördert.

Auszeichnung für Mediziner des KKB

05.03.2019

Seit Jahren gehört die Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum bundesweit zu den renommiertesten Kliniken in der Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Diesen Ruf haben Klinikdirektor Prof. Ralf Gold und Oberärztin PD Dr. Kerstin Hellwig nun in der aktuellen Rangliste des Nachrichtenmagazins FOCUS erneut bestätigt. Basis dafür sind Bewertungen von Patienten und ärztlichen Kollegen, aber auch die veröffentlichten Fachbeiträge und Teilnahme an Studien.

Ebenfalls ausgewertet wurde der Krankheitsbereich Neurodermitis. Hier gehört Prof. Uwe Schauer, Oberarzt an der Universitäts-Kinderklinik Bochum, zu den führenden Medizinern in Deutschland. Der FOCUS veröffentlicht Ranglisten zu wichtigen medizinischen Bereichen schon seit Jahren. Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) sind dort traditionell stark vertreten.

Im Gedenken der Kinder: Gastausstellung über die medizinischen Menschenversuche der Nazis

22.02.2019

80 Jahre ist es jetzt her, dass im Nationalsozialismus eines der schlimmsten Kapitel deutscher Geschichte begann: Die systematische Tötung geistig und körperlich behinderter Menschen. Auch an Kindern und Jugendlichen wurden in Arztpraxen, Ämtern und Kliniken massenhaft medizinische Verbrechen begangen. Unter dem Titel

„Im Gedenken der Kinder“ erinnert daran eine Gastausstellung der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin, die in Kürze in Bochum zu sehen sein wird.

Die offizielle Eröffnung findet am 6. März 2019 um 19.30 Uhr im Carrée des St. Josef-Hospitals statt.

Mehr als 10.000 Kinder fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten  Lebens“  zum  Opfer.  5000  Kinder  wurden  allein  in  so  genannten „Fachabteilungen“ - eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen – gequält und ermordet.

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt am Vorabend der Tagung „Forum Sozialpädiatrie“, das in diesem Jahr im Hörsaalzentrum am St. Josef-Hospital ausgetragen wird und Experten aus ganz Deutschland zusammenführt. Gastgeber ist Prof. Thomas Lücke, Direktor der zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörenden Universitäts- Kinderklinik. „Jeden Tag und jede Stunde beschäftigen wir Pädiater uns mit der Gesundheit von Kindern“, sagt er. „Umso mehr beschämt es noch heute, dass diese Verbrechen damals von Kinderärzten begangen wurden.“

„Eine Universitätsklinik, überdies eine in christlicher Trägerschaft, hat die Verpflichtung, nicht nur medizinisch zu denken und zu handeln, sondern auch gesellschaftlich“, betont Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB. „Dazu trägt die Gastaustellung in besonderem Maße bei. So schrecklich die Ereignisse von damals sind, so sehr fühlen wir die Verpflichtung, sie auch 80 Jahre später nicht zu vergessen.“

Der Besuch der Ausstellung ist selbstverständlich kostenlos. Lehrern und ihren Klassen wird die Möglichkeit gegeben, sie auch in Gruppen zu besuchen. Nähere Informationen und Terminabsprachen bitte unter s.kuehn@klinikum-bochum.de

Im Internet unter www.Im-Gedenken-der-Kinder.de