St. Josef-Hospital Bochum zählt zu den besten Krankenhäusern in Deutschland

04.10.2017

  • Top-Platzierungen in der neuen FOCUS-Klinikliste 2018

Das St. Josef Hospital in Bochum zählt zu den führenden Krankenhäusern in Deutschland. In der heute veröffentlichten Klinikliste 2018 des Nachrichtenmagazins FOCUS rangiert das Haus auf Platz 28,  in Nordrhein-Westfalen Platz auf Platz sieben und im Ruhrgebiet auf Platz zwei. In die stark beachtete Klinikliste fließen zahlreiche Bewertungskriterien und Kennzahlen ein. Dazu zählen die medizinische Leistung (Fallzahlen, Komplikationsquoten, technische Ausstattung, Zahl und Qualifikation der Ärzte und Pflegekräfte, Hygiene), positive Empfehlungen anderer Ärzte der jeweiligen Fachrichtung, Qualitätskennzahlen und die Ergebnisse einer groß angelegten Patienten-Umfrage unter 400.000 Mitgliedern der Techniker-Krankenkasse.

Besonders hoch bewertet wurden in der Umfrage die Neurologie, die Diabetologie, die breit aufgestellte Krebstherapie sowie darüber hinaus die Kardiologie (Direktor Prof. Andreas Mügge) und Gefäßchirurgie (Direktor Prof. Achim Mumme). In der Neurologie (Direktor Prof. Ralf Gold) wird besonders die Behandlung von Multipler Sklerose (MS) hervorgehoben, aber auch von Parkinson und Alzheimer. Die Diabetologie betreut unter Leitung von Chefarzt Prof. Juris Meier die erwachsenen Patienten, während in der Universitätskinderklinik Dr. Eggert Lilienthal für die jüngeren Patienten verantwortlich zeichnet. In der Darmkrebs-Therapie gibt es eine enge Kooperation zwischen der Allgemein- und Viszeralchirurgie (Direktor Prof. Waldemar Uhl) und der Onkologie (Chefärztin Prof. Anke Reinacher-Schick).

Das St. Josef-Hospital gehört zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). PD Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB): „Qualität der Arbeit ist in unserem Haus oberstes Gebot. Die erneute Top-Platzierung in der FOCUS-Klinikliste ist dafür eine schöne Bestätigung und gleichzeitig eine weitere Ermutigung, diesen Weg konsequent fortzusetzen.“

Venenleiden Beine machen

15.09.2017

Neue Praxis für Pränatalmedizin startet am 1. September im JosefCarrée Bochum

21.08.2017

  • Spezialisierte Ultraschall-Diagnostik für das Baby im Mutterleib

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) erweitert sein Angebot. Ab 1. September 2017 wird im JosefCarrée unter Leitung von Dr. Stanislava Polievka eine neue Praxis für Pränatalmedizin eröffnet. Die aus der Slowakei stammende Fachärztin für Gynälologie und Geburtshilfe bietet eine hochspezialisierte Ultraschalldiagnostik an, die für viele Eltern eine wertvolle Hilfe vor der Geburt ihres Kindes sein kann. Dies umfasst Hirnuntersuchungen, komplexen Herzultraschall für den Fötus, Fruchtwasseruntersuchungen und zahlreiche andere diagnostische Verfahren. Für die Pränataldiagnostik schreibt das Gesundheitssystem eine besondere Qualifikation und Ausstattung im Ultraschall vor. 

Niedergelassene Gynäkologen können Pränatalmediziner ergänzend zu Rate ziehen. Beide ärztlichen Fachrichtungen arbeiten zusammen, um die Entwicklung des Fötus bestmöglich zu überwachen, die Eltern umfangreich zu informieren, ihnen Sicherheit zu geben und Ängste und Sorgen zu nehmen. Besonders häufig kommt die Pränatalmedizin zum Einsatz, wenn eine hochdifferenzierte Diagnostik zur Risikobewertung nötig ist. Dafür muss nicht zwingend immer eine klare Auffälligkeit vorliegen. So kann auch ein völlig gesund wirkender Fötus einen versteckten, isolierten Herzfehler haben, der pränatalmedizinisch abzuklären ist. 

Werden in der pränatalmedizinischen Untersuchung besondere Risiken erkannt, wird die Schwangere professionell beraten, um die weiteren medizinischen Schritte vor der Geburt abzustimmen. Auch hier ist die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärzten eng. Weitere Beratungsnetzwerke stehen ebenfalls zur Verfügung. 

Hinzu kommt, dass die Frauenklinik des KKB im St. Elisabeth-Hospital (Chefarzt: Priv. Doz. Dr. Peter Kern) einen eigenen Schwerpunkt für Risikoschwangerschaften hat, was u.a. dazu führt, dass Frühgeburten häufig verhindert werden können. Die Geburtshilfe arbeitet bei Bedarf Tür an Tür mit der Neonatologie und ihrer Frühgeborenen-Intensivstation zusammen. Gemeinsam sind die Geburtshilfe der Frauenklinik und die Neonatologie, eine Abteilung der Bochumer Universitätskinderklinik, als Zentrum der höchsten Sicherheitsstufe (sogenanntes Perinatalzentrum Level 1) anerkannt. Sicherheit in der Schwangerschaft und nach der Geburt ist dementsprechend ein wichtiger Schwerpunkt im Katholischen Klinikum Bochum. 

Dr. Stanislava Polievka kam 2006 nach Deutschland und erwarb 2009 ihre Qualifikation als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in Jena. Danach folgten Krankenhausstationen in Oberhausen und Duisburg.

www praxis-praenatal.de; tel. Anmeldung 0234 509-5210 (9-13 Uhr)

Forscher arbeiten an intelligentem Pflaster zur Versorgung chronischer Wunden

08.08.2017

  • Sensor soll Ärzten und Pflegekräften wichtige Informationen liefern
  • Bochumer Dermatologie ist medizinischer Partner des Projekts

Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Wunden. Betroffen sind in den meisten Fällen ältere Menschen. Hier gilt es, Infektionen zu vermeiden und in der Wunde ein Klima zu schaffen, das die Heilung fördert. Bisher ist man in der Steuerung der Versorgungsabläufe chronischer Wunden allein auf die Expertise des pflegerischen und ärztlichen Wundversorgers angewiesen. Die Intervalle für Verbandswechsel ambulant wie stationär folgen meist starren Planungen. Objektive Parameter und differenziertere Kontrollmöglichkeiten, die eine individualisierte Versorgung erlauben, fehlen.

Vor diesem Hintergrund haben mehrere Partner aus Wissenschaft, Industrie und Kliniken das Projekt vulnusMON gestartet. Es wird vom Bundesforschungsministerium gefördert und ist auf drei Jahre angelegt. Medizinischer Projektpartner ist die Universitätsklinik für Dermatologie im St. Josef-Hospital Bochum (Direktor Prof. Eggert Stockfleth).

Eine Wunde wird als chronisch bezeichnet, wenn sie innerhalb von acht Wochen trotz optimaler Therapie keine Heilungstendenz zeigt und/oder innerhalb eines Jahres nicht abheilt. Ziel von vulnusMON ist es, ein Sensorpflaster zu entwickeln, mit dem die Wundheilung auch unter dem Verband im klinischen und ambulanten Alltag z.B. hinsichtlich drohender Infektionszeichen überwacht werden kann. Zusätzlich soll beim Wechsel des Verbands ein Video der Wunde aufgenommen und mit Bildanalysetools ausgewertet werden.

Auf Basis dieser objektiven Sensorparameter und Bildanalysetools können Ärzte und Pflegekräfte die weiteren notwendigen Entscheidungen zur Wundversorgung treffen. „Es ist eine Art intelligentes Pflaster“, sagt Prof. Stefanie Reich-Schupke, die im Venenzentrum Bochum Anfang 2017 die Stiftungsprofessur für Phlebologie innehat und gemeinsam mit Prof. Markus Stücker die Projektleitung für die Dermatologie bei vulnusMon übernommen hat. Getragen wird das Venenzentrum von den Abteilungen für Dermatologie und Gefäßchirurgie im St. Josef-Hospital.

Physiotherapie-Ausbildung im Katholischen Klinikum Bochum ab Oktober ohne Schulgeld

31.07.2017

  • Krankenkassen übernehmen die Pflicht zur Finanzierung
  • Bisher mussten angehende Therapeuten 420 Euro im Monat aufbringen

Gute Nachricht für angehende Physiotherapeuten: Die bisher kostenpflichtige Ausbildung (420 Euro im Monat) wird zumindest im Katholischen Klinikum Bochum (KKB) künftig ohne Schulgeld angeboten. Hintergrund ist der neue Feststellungsbescheid, in dem die Ausbildung zum Physiotherapeuten im KKB als Pflichtaufgabe der Krankenkassen anerkannt wird. Der neue Kurs im Rahmen der dreijährigen Ausbildung beginnt am 1. Oktober 2017. Selbstverständlich entfällt ab diesem Zeitpunkt das Schulgeld nicht nur für die Teilnehmer des neu startenden Kurses, sondern auch für die Schüler des zweiten und dritten Ausbildungsjahres.

„Physiotherapeuten leisten in unserem Gesundheitssystem einen wichtigen Beitrag. Da ist es nur gerecht, wenn für die Ausbildung nicht mehr bezahlt werden muss“, sagt Matthias Möllhoff, Leiter der Physiotherapieschule im Katholischen Klinikum. Viele angehende Physiotherapeuten mussten bisher Nebenjobs annehmen, um ihre Ausbildung zu finanzieren. In der St. Elisabeth Stiftung, zu der das KKB mehrheitlich gehört, wird die Physiotherapie-Ausbildung seit über 30 Jahren angeboten. Sie ist für die Qualität ihrer Arbeit zertifiziert. 

Herzkatheter kommt ohne Röntgenstrahlen aus

25.07.2017

  • Rhythmologie im St. Josef Hospital Bochum bietet besonders schonendes Verfahren an

Eingriffe am Herzen, die mit einem Katheter durchgeführt werden, erfordern in der Regel Röntgenstrahlen. Dadurch werden gesunde und erkrankte Teil des Herzens für den Arzt sichtbar. Allerdings sind Röntgenstrahlen für den Patienten auch belastend und können in hoher Dosis Schäden am Erbgut und Tumorerkrankungen auslösen. Daher ist jeder Arzt verpflichtet, Röntgenstrahlen kritisch zu hinterfragen und möglichst wenig von ihnen einzusetzen.

Für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen kommen im St. Josef Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr-Universität) modernste Computersysteme zum Einsatz, die es in den meisten Fällen erlauben, auf Röntgenstrahlung vollständig zu verzichten. Leitender Arzt der Rhythmologie im St. Josef-Hospital ist PD Dr. Alexander Wutzler. „Bei der Katheterverödung von Herzrhythmusstörungen aus der Vorkammer (supraventrikuläre Tachykardien) setzen wir zumeist gar keine Röntgenstrahlung mehr ein“, betont er. „Die Computersysteme nutzen wir zur Navigation schon seit vielen Jahren. Früher allerdings immer in Kombination mit Röntgenstrahlen. Neuerdings wissen wir, dass wir bei vielen Eingriffen auch ganz ohne Röntgenstrahlen auskommen können – und das ist ein echter Sprung nach vorne, sowohl für die Patientensicherheit, als auch für das kardiologische Personal.“

Die Führung des Katheters im Herzen wird mit einem Computersystem gesteuert, das ähnlich funktioniert wie ein GPS-System im Auto. Es wird eine Landkarte im Herzen erstellt, und der Weg des Verödungskatheters kann auf einem Computerbildschirm nachverfolgt werden. Dieses Verfahren ist sehr schonend und mit keinerlei Strahlenbelastung verbunden.

Dr. Wutzler und sein Team konnten zeigen, dass bei den allermeisten Patienten ganz auf Röntgenstrahlung verzichtet werden kann. Erfahrene Ärzte schaffen es, bei mehr als 90 Prozent der Patienten Röntgenstrahlung zu eliminieren. Selbst wenn sie noch zum Einsatz kommt – etwa wenn ein Patient eine vergrößerte oder etwas ungewöhnlich geformte Herzvorkammer hat – ist der Einsatz so kurz, dass die Strahlenbelastung im Vergleich zu früher deutlich reduziert ist und kaum noch ins Gewicht fällt.

Dr. Wutzler und sein Team werden die Ergebnisse im Oktober auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Berlin einem Fachpublikum aus Kardiologen und Technikern aus ganz Deutschland präsentieren. Weltweit gibt es bisher nur wenige Veröffentlichungen zu diesem Thema.

Neuer Hochgeschwindkeits-Laser in Bochum beseitigt Altersflecken schonend

05.07.2017

  • Auch grüne und blaue Tattoo-Farben werden effizient entfernt

Altersflecken sind für viele Menschen ästhetisch ein Ärgernis. Von ihnen geht zwar keine Gefahr aus, sie werden oft aber als unansehnlich empfunden. Das Laserzentrum NRW, angesiedelt in St. Josef-Hospital Bochum (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität), hat nun in einen neuen so genannten Picosekunden-Laser investiert, der das ohnehin große Programm des Zentrums abermals erweitert. Anders als bei herkömmlichen Lasern, wird das Pigment  bei diesen Hochgeschwindigkeitslasern nicht zerkocht, sondern zerschossen. „Dies ist für den Kunden die schonendste und gleichzeitig effektivste Methode“, sagt Dr. Klaus Hoffmann, Leitender Arzt im Laserzentrum Bochum.

Sein Zentrum ist in ganz Europa das erste, welches ein solches Gerät anbieten kann. Dem Kunden wird eine Creme aufgetragen, die rund eine halbe Stunde einzieht. Durch die Wirkung dieser Creme wird die Hornschicht durchlässiger für das Laserlicht und es treten weniger Beschwerden  auf. Dr. Hoffmann weist ausdrücklich darauf hin, dass solche hochspezialisierten Behandlungen nur von erfahrenen und besonders geschulten Dermatologen durchgeführt werden dürfen. Schließlich muss zuvor genau geklärt sein, ob es sich bei den zu behandelnden Stellen lediglich um ungefährliche Altersflecken handelt oder womöglich um eine Erkrankung der Haut.

Altersflecken treten gehäuft ab dem 60. Lebensjahr auf, oft auch schon früher. Sie sind Folge davon, dass die Haut im Laufe der Jahre sehr lange der Sonne ausgesetzt war. Betroffen sind meist Hände, Schultern, Arme und das Gesicht.

Der neue Laser in Bochum kann aber nicht nur Altersflecken entfernen, sondern auch Tattoos. Die angebotene Wellenlänge von 670 Nanometer (nm) wird insbesondere bei grünen und blauen Tattoo-Farben eingesetzt, die mit herkömmlichen Lasern nur schwer zu entfernen sind.

Der neue, von einem amerikanischen Hersteller gelieferte Laser rundet im St. Josef-Hospital Bochum eine Produktausstattung ab, die in dieser Form international führend ist. Der Neuanschaffungswert des Komplettgeräts beträgt rund 300.000 €. Die Nachrüstung eines vorhandenen Picosekunden-Lasers schlägt mit rund 140.000 € zu Buche. Vorhanden sind nunmehr Picosekunden-Laser mit 532, 670, 755 und 1064 nm. Hinzu kommt modernste Ausrüstung mit zahlreichen anderen Geräten für ästhetische Behandlungen.

Näheres unter www.hautteam.de

Pankreas-Zentrum im St. Josef-Hospital Bochum gehört zu den besten in Deutschland

04.07.2017

  • Nach Auswertung neuester Daten der Deutschen Krebsgesellschaft über Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • Prof. Waldemar Uhl: „Chirurgie hat wesentliche Fortschritte erzielt“

Für die Behandlung von Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse gehört das St. Josef Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr Universität Bochum) zu den besten und erfolgreichsten Adressen in Deutschland. Dies ergibt sich aus den neuesten Daten aller von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Pankreaskarzinom-Zentren. DKG-zertifiziert sind 91 Zentren im gesamten Bundesgebiet. 

Sowohl die Zahl der erforderlichen Revisionseingriffe und der Wundinfektionen als auch die Sterblichkeitsrate liegen im Bochumer Pankreaszentrum Ruhr weit unter den Sollvorgaben und im Vergleich zu allen anderen untersuchten Zentren deutlich unterdurchschnittlich. Mit 155 Primärfällen (operativ und nichtoperativ) ist das von Prof. Waldemar Uhl geleitete Zentrum im St. Josef-Hospital darüber hinaus das mit weitem Abstand größte aller von der Deutschen Krebsgesellschaft untersuchten Pankreaskarzinomzentren.

Der Krebs der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gilt als der gefährlichste aller Karzinome mit vergleichsweise hohen Komplikationsraten und extrem schlechter Prognose. Operationen an dieser Drüse sind hochkomplex und riskant. Prof. Uhl gilt in diesem Bereich als einer der führenden Chirurgen international. Allein in seiner Zeit als Direktor der Viszeralchirurgie im St. Josef-Hospital haben er und sein Team seit 2004 mehr als 3800 Operationen an der Bauchspeicheldrüse durchgeführt. 

„Die Chirurgie ist heute onkologischer, sicherer und die Prognose für den Patienten deutlich besser geworden“, betont er. „Durch multimodale Therapiekonzepte hat die Lebenserwartung von Menschen, die am Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert wurden und perioperativ Chemotherapie erhielten, in den vergangenen fünf Jahren einen Quantensprung erzielt. Die Überlebenszeiten betragen oft mehr als drei Jahre. In Einzelfällen ist heute sogar eine Heilung möglich.“

Das Bochumer Zentrum arbeitet interdisziplinär und multimodal. Es bezieht die Onkologie, Gastroenterologie und Diabetologie genauso ein wie die Physiotherapie, Psychoonkologie und die Ernährungsberatung.