FOCUS-Gesundheit: Ärzte des Venenzentrums top bewertet

28.03.2018

Das Katholische Klinikum Bochum (kurz KKB) festigt seine Spitzenposition in der Behandlung von Venenerkrankungen. In der soeben erschienenen Übersicht der Venenleiden-Therapeuten der neuesten FOCUS-Gesundheit-Ausgabe „Die gesunde Frau“ werden gleich drei KKB-Mediziner des Venenzentrums unter den Besten ihres Fachs gelistet: Vor allem mit Blick auf Patienten- und Ärzteempfehlungen gelten die beiden Medizinischen Leiter des Venenzentrums Bochum, Prof. Achim Mumme (links) und Prof. Markus Stücker (rechts) sowie die Stiftungsprofessorin Prof. Stefanie Reich-Schupke, als Topadressen. Weitere entscheidende Bewertungskriterien sind das Behandlungsspektrum und die wissenschaftliche Arbeit.

Mehr Informationen über die Arbeit des Venenzentrums unter www.venenzentrum-uniklinik.de

Wissenschaftsministerin besucht RUB-Universitätsklinikum

27.03.2018

Ministerbesuch in Bochum: NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat sich am Freitag, 23. März, am Klinikum der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der medizinischen Fakultät aus erster Hand über Struktur und Perspektiven der Bochumer Universitätsmedizin informiert. Mit 214.160 stationär versorgten Patienten (2016) sind die RUB-Kliniken ein bedeutender Faktor in der Patientenversorgung des Ruhrgebiets und weit darüber hinaus. In ihren Kernkompetenzen gehören sie hinsichtlich der Patientenversorgung sowie auch im Bereich von Forschung und Lehre zu den leistungsstärksten in Deutschland und genießen eine hohe Reputation.

Das Modell der Bochumer Hochschulmedizin ist einzigartig in Deutschland: Im Gegensatz zu allen anderen Universitätskliniken werden die insgesamt acht RUB-Krankenhäuser unter dem Dach unterschiedlicher und überwiegend freigemeinnütziger Träger dezentral und in voller wirtschaftlicher Eigenverantwortung geführt.

Dr. Wilhelm Beermann, Vorsitzender des Dachverbandes Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB): "Wir haben uns über den Besuch der Ministerin gefreut und sehen ihn als Zeichen der Wertschätzung. Angesichts der wichtigen Aufgaben, die unsere Kliniken zu erfüllen haben, ist dieser konstruktive Dialog von hoher Bedeutung." Prof. Ralf Gold, Dekan der Medizinischen Fakultät der RUB, betonte: "Unsere Kliniken werden auch künftig dazu beitragen, den Medizinstandort Nordrhein-Westfalen in Forschung, Lehre und Patientenversorgung nachhaltig zu stärken."

 

Pflaster im Test - Prof. Stücker als Hautexperte im ZDF-Magazin WISO

23.03.2018

Das renommierte ZDF-Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin WISO hat letzten Montag (19.3.2018) in der Rubrik  „Teuer oder Billig“ Pflaster detailliert getestet.

Ausgehend von den Eigenschaften Hautverträglichkeit und Haftung ging es dabei um das Verhältnis Discounter- gegen Markenprodukte. Als Hautexperte wirkte Prof. Markus Stücker, Geschäftsführender Direktor unserer Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie im St. Josef-Hospital, bei dem Test mit nachhaltigen Statements gekonnt mit. In der Mediathek ist der vielbeachtete Beitrag abzurufen.

Cannabis in der Medizin

12.03.2018

Seit dem 1. März 2017 können Cannabisblüten und -Extrakte mittels Betäubungsmittel-Rezept verordnet werden. Dies bedeutet für den behandelnden Arzt und den Patienten, dass eine neue Behandlungsoption zur Verfügung steht.

Cannabis gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde schon vor ca. 8000 Jahren verwendet. Im 19. Jahrhundert wurde Cannabis als Medizin gegen Schmerzen bei Depressionen, bei Appetitlosigkeit und Schlafstörungen eingesetzt. In den USA und in Europa kamen viele Cannabis-haltige Medikamente auf den Markt, die dann im Laufe der Zeit wegen Dosierungsschwierigkeiten, nicht vorhersehbarer Wirkungen und wegen der Entwicklung neuer synthetischer Arzneimittel verdrängt und dann im Jahre 1925 auf der Internationalen Opiumkonferenz verboten wurden.

In den letzten Jahrzehnten hat man dann die therapeutischen Möglichkeiten des Cannabis neu untersucht und positive Wirkungen v. a. auf das Schmerzgeschehen nachgewiesen. Es konnte ein körpereigenes Endocannabinoidsystem (ECS) nachgewiesen werden, welches physiologische Regelkreise wie die Schmerzweiterleitung, den Appetit und motorische Funktionen normalisiert und moduliert. Diese Erkenntnisse führten zu der Hoffnung, dass der medizinische Einsatz von Cannabis neue Therapieoptionen für Patienten eröffnet, die auf eine herkömmliche Therapie nicht ansprechen.

Seit dem 1. März 2017 können Cannabisblüten und -Extrakte mittels Betäubungsmittel-Rezept verordnet werden. Dies bedeutet für den behandelnden Arzt und den Patienten, dass eine neue Behandlungsoption zur Verfügung steht.

Hinweise für positive Wirkungen von Cannabis gibt es bei folgenden Erkrankungen und Symptomen:

  • Chronische Schmerzkrankheit
  • Spastik bei Multipler Sklerose
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
  • Neurodermitis, Psoriasis, Akne, starkes Schwitzen
  • Arthritis, Colitis, Morbus Crohn
  • Depression, Angststörungen, Schlafstörungen, ADHS

Cannabis in der Schmerztherapie einzusetzen, stellt eine echte Bereicherung des therapeutischen Spektrums dar, es ist aber kein Wundermittel.

Um abzuschätzen, ob bei der vorliegenden Erkrankung eine Behandlung mit Cannabis sinnvoll ist, haben wir in der Schmerzambulanz der Klinik Blankenstein eine Cannabis-Sprechstunde eingerichtet. Hier werden besprochen:

  • Vor- und Nachteile der Cannabisbehandlung
  • Welche Sorten von Cannabissorten stehen zur Verfügung
  • Bei welcher Erkrankung ist welche Cannabissorte am sinnvollsten
  • Wie werden Cannabisblüten dosiert
  • Welche Einnahmearten sind möglich
  • Welche Nebenwirkungen können auftreten
  • Wann sollte Cannabis nicht verordnet werden (Kontraindikationen)
  • Kann eine Abhängigkeit entstehen?
  • Besteht die Möglichkeit, Cannabis zu Lasten der Krankenkasse zu verordnen?

Kontakt

Dr. Dirk Neveling

Schmerzambulanz

Schmerztherapie

02324/396-72462 Vita

Die Terminvergabe erfolgt über das Sekretariat (Kornelia Teichmann, Sandra Majewski, Sandra Meyer auf der Heide):

Telefon 02324/396-72462
Telefax 02324/396-72446
keb-anaesthesie@klinikum-bochum.de

Sprechstunden

Mo, Di, Do. 08.30 - 12.00 Uhr 13.30 - 15.30 Uhr
Fr. 08.30 - 12.00 Uhr

Veranstaltungen für CI Träger im CI Zentrum Ruhrgebiet

20.02.2018

Musik begegnet uns in vielen Situationen im Alltag und ist somit ein ständiger Bestandteil in unserem Leben. Das Hören von Musik mit dem CI stellt für viele eine große Herausforderung dar. Musik muss mit dem CI wieder neu erlebt und erfahren werden.

Um wieder das Interesse und auch die Freude an Musik zu wecken, fanden im letzen Jahr mehrere musikalische Veranstaltungen in unserem CI-Zentrum statt.

An unserem 1. Bochumer Musikworkshop im April 2017 nahmen über 30 CI-Patienten teil. Nach Klaviermusik, einleitenden Worten von Herrn Prof. Dr. Dazert (Direktor der Klinik) und Frau PD. Dr. Völter (Leitung der Hörrehabilitation) sowie einem Vortrag von Frau Johanna Pätzold (Musikwissenschaftlerin und selbst CI-Trägerin) stellten sich die Teilnehmer anschließend in praktischen Übungen gemeinsam mit den Logopädinnen  Fr. Oberländer und Fr. Eick der Herausforderung, Musik mit dem CI wieder zu erleben.

Im November 2017 lud das Team des CI-Zentrums zu einem Adventskonzert in die Kapelle des St. Elisabeth Hospitals ein. Das Vokalensemble unter Leitung von Frau Juchem stimmte die zahlreich erschienenen CI-Träger und ihre Angehörigen stimmungsvoll auf die Adventszeit ein. Anschließend traf man sich noch bei Glühwein und Plätzchen.

Wenn die Knie- oder Hüftprothese Probleme macht

19.02.2018

  • Informationsveranstaltung für Patienten am 14. März im Hörsaalzentrum am St. Josef-Hospital
  • Allergien auf Implantate und Wechseloperation von Prothesen

Knie- und Hüftoperationen gehören zu den häufigsten und erfolgreichsten Operationen der Orthopädie. Die primäre Implantation von Knie- und Hüft-Endoprothesen wird in der von Prof. Roland Willburger geleiteten Abteilung für Rheumaorthopädie und Endoprothetik der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Katholischen Klinikums Bochum (Direktor Prof. Tobias Schulte) mit hoher Zufriedenheit der Patienten und Zuweiser durchgeführt. Die Abteilung ist als Endoprothesenzentrum zertifiziert und hat somit über Jahre hinweg die hochwertige Versorgung der Patienten nachgewiesen. Im St. Josef-Hospital ist darüber hinaus seit Anfang 2018 durch den Geschäftsführenden Oberarzt der orthopädischen Klinik, Herrn Hendrik Bulok, ein neuer Schwerpunkt  etabliert: Revisions-Endoprothetik und Tumororthopädie. Er war langjährig als Oberarzt in einer Schwerpunktabteilung für Wechselendoprothetik und Tumororthopädie tätig.

Zu diesem Thema wird eine Informationsveranstaltung für Patienten angeboten:

Mittwoch, 14. März 2018, ab 16.15 Uhr im Hörsaalzentrum St. Josef-Hospital, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Die Veranstaltung informiert über das Thema Allergien auf Implantate und Revisions-Endoprothetik. Die meisten Patienten erhalten ihr erstes künstliches Gelenk im mittleren Lebensalter. Aufgrund des steigenden Alters der Patienten wird ein Wechsel der Prothese immer wahrscheinlicher. Auch Komplikationen mit dem eingesetzten Kunstgelenk können einen Revisionseingriff notwendig machen.

 

Bei Knie- und Hüftoperationen gilt es aber auch, mögliche Allergien und andere Unverträglichkeiten vor einem Ersteingriff bzw. bei fraglichen allergischen Reaktionen vor einer eventuell erforderlichen Wechseloperation abzuklären. Wird dies nicht berücksichtigt, können anhaltende Beschwerden (Schmerzen und Schwellungszustände) oder sogar Lockerungen der Implantate auftreten. Frühzeitige Aufklärung und Diagnostik sind hier wichtig. Moderne Implantate und Operationstechniken bieten neue Lösungsansätze. Auch darüber wird auf der Patientenveranstaltung informiert.

Notarzt fährt in Wohngebiete mit hoher Arbeitslosigkeit besonders häufig

07.02.2018

Neue Studie wertete Rettungsdienst-Einsätze in Bochum für zwei komplette Jahre aus

In Wohngebieten mit hoher Arbeitslosigkeit  wird viel häufiger der Notarzt gerufen als in anderen Vierteln. Diesen engen Zusammenhang hat eine Studie ergeben, die unter Leitung von Priv. Doz. Dr. Christoph Hanefeld, Direktor der Inneren Medizin im St. Elisabeth Hospital Bochum, erstellt und nun im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht worden ist (https://www.aerzteblatt.de/archiv/195862).

Das St. Elisabeth-Hospital gehört zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). Erfasst wurden zunächst sämtliche 16.767 Notarzteinsätze der Stadt Bochum in den Jahren 2014 und 2015. Um eine Zuordnung zur Wohnumgebung und der dort herrschenden wirtschaftlichen Situation herzustellen, konzentrierten sich die Forscher anschließend auf jene Fälle, in denen der Ort des Notarzteinsatzes dem Wohnort des Patienten entsprach (12.198).

Besonders aussagefähig sind bei diesen Einsätzen Herz- und Lungenerkrankungen sowie Schlaganfälle. „Es zeigte sich, dass die notärztliche Einsatzrate in sozial benachteiligten Stadtteilen signifikant erhöht ist. Hier wird eine gesamtgesellschaftliche Problematik erkennbar, die bei der Rettungsdienstorganisation konkret berücksichtigt werden sollte“, resümiert Dr. Hanefeld. Studien, die den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Notarzteinsätzen und wirtschaftlichen Bedingungen zum Inhalt hatten, gab es in den vergangenen zehn Jahren nicht. Zugleich nahm die Zahl der Rettungsdiensteinsätze in Deutschland stark zu.

Für  die statistische Auswertung der neuen Studie zuständig war Prof. Hans-Joachim Trampisch, Leiter der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie an der Ruhr Universität Bochum. „Ich bin überrascht, wie extrem eng dieser Zusammenhang ist“, betont er. „Das hatte ich nicht erwartet. So deutlich wurde das noch nie gezeigt.“

„Akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein häufiger Grund für Notarzteinsätze. Es muss unbedingt weiter erforscht werden, warum sie in sozial benachteiligten Gebieten so viel häufiger vorkommen und wie sich dies verbessern lässt“, betont Prof. Andreas Mügge, Mitautor der Studie und Direktor der Kardiologischen Klinik im St. Josef-Hospital.

Priv. Doz. Thomas Lampert, Leiter des Fachgebietes Soziale Determinanten der Gesundheit am Robert-Koch-Institut und ebenfalls Mitautor der Untersuchung: „Arbeitslosigkeit verursacht Stress und Zukunftsängste. Sie geht mit einem ungesünderen Gesundheitsverhalten einher, was sich z.B. in Bezug auf den Tabak- und Alkoholkonsum, die Ernährungsweise und die körperliche Aktivität zeigt. Dem entspricht ein etwa 2- bis 3-fach erhöhtes Risiko für Krankheiten und Gesundheitsbeschwerden. Dies gilt auch und gerade für Krankheiten, die Notarzteinsätze erforderlich machen.“