Herzlich willkommen in der Praxis für Pränatalmedizin

„Wird es ein Junge oder ein Mädchen?“ - so lautet die klassische Frage in der Schwangerschaft. Unabhängig davon, welches Chromosomenpaar das Rennen macht, bietet die moderne Pränataldiagnostik heute die Möglichkeit, bereits sehr früh Auskunft über den Entwicklungszustand und die Versorgung des ungeborenen Kindes zu geben. Dabei sind in über 95 Prozent der Fälle keine Auffälligkeiten festzustellen.

Entsprechend verlaufen die Untersuchungen auch sehr entspannt. Sofern es doch mal zu Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten kommen sollte, besteht durch das frühzeitige Erkennen in der Regel die Chance, medizinisch gezielt zu helfen. In allen Fällen arbeiten wir eng mit Ihrer Gynäkologin zusammen und freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Praxis.

Leistungsspektrum

Ersttrimesterscreening

Schwangerschaftswoche: 11+0 bis 13+6

Dauer: ca. 45 Minuten

Erstattung durch die Krankenkasse: Nein, Ausnahme bestimmte private Kassen

Das Ersttrimester-Screening (ETS) ist eine umfassende Untersuchung, die aus einer Ultraschalluntersuchung des Kindes und einer Blutuntersuchung der Mutter besteht. Es ermöglicht Aussagen über den Entwicklungszustand eines ungeborenen Kindes. Aus den Ergebnissen wird unter Berücksichtigung Ihres individuellen mütterlichen Altersrisikos ein Gesamtrisiko für eine Trisomie der Chromosomen 13, 18 oder 21 errechnet.

Im Mittelpunkt der Ultraschalluntersuchung steht die sogenannte „Nackentransparenz“ (NT oder „Nackenfalte“). Die Nackentransparenz ist eine Flüssigkeitsansammlung unter der Haut im Nackenbereich des ungeborenen Kindes, die man im Ultraschall darstellen kann. Eine geringe Nackentransparenz ist vollkommen normal. Bei größeren Werten steigt jedoch das Risiko für mögliche Erkrankungen des Kindes an. Des Weiteren werden durch Ultraschall frühe Organuntersuchungen durchgeführt (z.B. Nasenbein, Herzuntersuchung mit Überprüfung des Blutflusses und. u.a.)

Bei der Untersuchung handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGEL- Leistung), diese wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

 

Zweittrimester-Screening

  • fetale Echokardiographie
  • Dopplersonographie
  • Organ-Ultraschall

Schwangerschaftswoche: 20 bis 22

Dauer: ca. 35 Minuten

Erstattung durch die Krankenkasse: Ja, bei Überweisung durch Ihre Gynäkologin (siehe auch unten: Kostenübernahme)

Der Organ-Ultraschall inkl. fetaler Echokardiographie (Herzultraschall) wird zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Das Organscreening ist wesentlich umfangreicher als der gemäß den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehene Ultraschall in diesem Zeitraum. Diese Untersuchung wird mittels eines speziellen hochauflösenden Ultraschallgeräts durchgeführt und erfordert große Erfahrungen des Untersuchers.

Beim Organ-Ultraschall inkl. fetaler Echokardiographie werden alle darstellbaren Organe und Merkmale des ungeborenen Kindes betrachtet. Die Darstellbarkeit der Organe hängt dabei von der Lage des Kindes und der Stärke der mütterlichen Bauchdecke ab. Zusätzlich befinden sich das Herz und das Kind in permanenter Bewegung, so dass das Erfassen kleiner Strukturen häufig nicht einfach ist.

 

Fetale Echokardiographie (Herz-Ultraschall)

Im Rahmen des fetalen Herz-Ultraschalls, der ein Bestandteil des Organscreenings ist, betrachten wir:

  • Lage, Größe und Symmetrie des Herzens
  • Anatomie der Herzstrukturen
  • Funktion der Herzklappen und -kammern
  • Herzfrequenz
  • Lage der großen arteriellen und venösen Gefäße


Dopplersonographie

(auch als separate Untersuchung möglich)

Die Dopplersonographie vermittelt uns Informationen über akute oder chronische Mangelzustände der Versorgung des ungeborenen Kindes sowie über die Funktion der Plazenta (Mutterkuchen).

Der Doppler-Ultraschall basiert auf einem speziellen physikalischen Effekt (Doppler-Effekt) und stellt den Blutfluss in den kindlichen und einem Teil der mütterlichen Gefäße farbig und akustisch dar. Hierbei werden der Blutfluss in den kindlichen Gefäßen (z.B. Hauptschlagader, Gehirngefäße, Nabelschnur) und das Durchblutungsverhalten in den mütterlichen Gefäßen (Gebärmuttergefäßen) gemessen.

 

Kostenübernahme

Ihre Gynäkologin entscheidet, ob ein Überweisungsgrund für das Zweittrimester-Screening vorliegt. Andernfalls können Sie diese Untersuchung selbstverständlich als IGEL-Leistung (Selbstzahler) in Anspruch nehmen.

Überweisungsgründe liegen u.a. vor bei 

  • Paaren, die bereits ein krankes oder mit Handicap geborenes Kind haben
  • Erbkrankheiten der Eltern oder Erkrankungen der Mutter, die sich negativ auf die Entwicklung eines Kindes auswirken können (z.B. Diabetes)
  • Medizinisch erforderlicher Medikamenteneinnahme der Mutter in der Frühschwangerschaft, intensiven Röntgenuntersuchungen oder Strahlenbehandlungen
  • Familiärer Belastung mit möglicherweise vererbten Erkrankungen
  • Problemen während eines früheren Schwangerschaftsverlaufes
  • Auffälligkeiten in den Untersuchungen gemäß Mutterschaftsrichtlinien

3D-/4D-Ultraschall

In unserer Praxis wird diese Darstellungsmethode Ihres ungeborenen Kindes als Ergänzung bei speziellen diagnostischen Fragestellungen angewendet (z.B. Wirbelsäulendarstellung zum Ausschluss eines offenen Rückens, Darstellung einzelner Hirnstrukturen etc.).

Nicht-invasiver Pränataltest (NIPT)

Schwangerschaftswoche: 10+

NIPT ist ein Verfahren zur Erkennung der drei häufigsten Trisomien (13,18 und 21) aus dem mütterlichen Blut.

Im mütterlichen Blut zirkulieren die Bruchteile (Fragmente) der DNA des ungeborenen Kindes, die aus der Plazenta in das mütterliche Blut übergehen. Die Analyse der Erbsubstanz (zellfreie fetale DNA) kann ab der 10. Schwangerschaftswoche aus dem mütterlichen Blut erfolgen. Dieser Test kann jedoch eine ausführliche Ultraschalluntersuchung, bei der strukturelle Veränderung des Fetus erkannt werden, nicht ersetzen.

Chorionzottenbiopsie

Schwangerschaftswoche: 11 bis 14

Die Chorionzottenbiopsie (Probenentnahme aus dem Mutterkuchen) wird invasiv zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Sie ist sinnvoll, wenn eine Chromosomenanalyse sehr früh in der Schwangerschaft gewünscht und angezeigt ist: 

  • bei mütterlichem Wunsch nach einer frühen Diagnostik
  • bei Auffälligkeiten des Embryos im Ultraschallbild
  • bei hohem Risiko im Ersttrimester-Screening
  • bei Erbkrankheiten oder Stoffwechselstörungen in der Familie 

Amniozentese

Schwangerschaftswoche: 15+

Die Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) wird nach der abgeschlossenen 15. Schwangerschaftswoche invasiv durchgeführt. Unter ständiger Ultraschallkontrolle wird eine sehr dünne Nadel durch die mütterliche Bauchwand in die Fruchthöhle eingeführt. Es werden etwa 10 ml Fruchtwasser entnommen und an ein Labor zur weiteren Diagnostik gesendet. Das Ergebnis liegt 10-14 Tage nach der Punktion vor.

Psychosoziale Beratung

Während der Schwangerschaft, aber auch im Rahmen unserer Untersuchungen, kann es zu Situationen kommen, in denen man persönlich verunsichert ist und sich gerne weitergehend austauschen oder beraten lassen möchte. In solchen Fällen arbeiten wir mit verschiedenen Beratungseinrichtungen zusammen, deren Mitarbeiterinnen Ihnen mit viel Erfahrung und Empathie gerne zur Seite stehen.

Medizinische Leitung

MUDr. Stanislava Polievka

Leitende Ärztin Pränatalmedizin

Praxen

So erreichen Sie uns

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Gudrunstraße 56
44791 Bochum

Telefon 0234/509-0
Telefax 0234/509-3995

Kontakt

Telefon 0234/509-5210
Telefax 0234/509-5211
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Praxiszeiten

Mo. 9.00 - 13.00 Uhr & 15.00 - 19.00 Uhr
Di. 9.00 - 13.00 Uhr & 15.00 - 19.00 Uhr
Mi. 9.00 - 13.00 Uhr
Do. 9.00 - 13.00 Uhr & 15.00 - 20.00 Uhr
Fr. 9.00 - 13.00 Uhr

Einweihung der Praxis für Pränatalmedizin

Als MVZ-Praxis des Katholischen Klinikums Bochum wurden unsere Räumlichkeiten Ende Juni im Rahmen eines kleinen Empfangs nun auch traditionell „eingesegnet“. Dazu überreichte uns Pastor Bertold Bittger eine moderne Kreuz-Stanzung, die selbstverständlich einen Ehrenplatz erhalten wird.

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