- Katholisches Klinikum Bochum
- Fachbereiche
- Radiologie und Nuklearmedizin
- Bildgesteuerte Therapien
- Gefäße
- Uterusmyomebolisation
Uterusmyomembolisation (UAE)
„Die Uterusmyomembolisation ist eine schonende, Gebärmutter‑erhaltende Behandlung bei Myomen (gutartige Gebärmuttertumore). Sie wird minimal‑invasiv durchgeführt und kann starke Blutungen, Schmerzen und Druckbeschwerden deutlich lindern.“
Gebärmuttererhalt – keine Bauchschnitte – kurzer Klinikaufenthalt – schnelle Erholung
Was ist eine Uterusembolisation?
Uterusmyome sind gutartige Muskelknoten der Gebärmutter. Sie können zu starken Regelblutungen, Schmerzen und einem ausgeprägten Druckgefühl im Unterbauch führen. Bei der Uterusmyomembolisation werden die Blutgefäße, die das Myom versorgen, gezielt verschlossen. Das Myom erhält weniger Blut, schrumpft in den folgenden Wochen und Monaten und die Beschwerden lassen deutlich nach. Die Behandlung erfolgt minimal‑invasiv über einen kleinen Zugang in der Leiste und wird unter bildgebender Kontrolle durch erfahrene interventionelle Radiolog:innen durchgeführt.
Vorteile der UAE
-
Erhalt der Gebärmutter
-
Keine Operation, keine Bauchschnitte
-
Kurzer Klinikaufenthalt (meist 1–2 Tage)
-
Rasche Rückkehr in den Alltag
-
Deutliche Symptomverbesserung bei Blutungsstörungen und Druckbeschwerden
-
Geeignet für viele Myomformen
Für wen eignet sich die Behandlung?
Die Uterusmyomembolisation ist besonders geeignet für Patientinnen mit:
-
starken oder verlängerten Regelblutungen
-
Druck‑ oder Schmerzsymptomen im Unterbauch
-
mehreren oder großen Myomen
-
Wunsch nach einer Gebärmutter‑erhaltenden Therapie
-
erhöhtem Risiko für eine Operation
Ob die UAE für Sie sinnvoll ist, wird im gemeinsamen Gespräch mit Radiologie und Gynäkologie individuell geprüft.
Wann ist eine Behandlung nicht empfohlen?
Die UAE ist in der Regel nicht geeignet bei:
-
bestehender Schwangerschaft
-
Verdacht auf bösartige Veränderungen der Gebärmutter
-
akuten Infektionen
-
ungünstiger Gefäßanatomie
-
sicher geplantem Kinderwunsch
In diesen Situationen werden alternative Behandlungsoptionen gemeinsam mit Ihnen besprochen.
Wie läuft die Behandlung ab?
Vorbereitung
Vor der Behandlung erfolgen:
-
ein ausführliches Gespräch mit Radiologie und Gynäkologie
-
eine gynäkologische Untersuchung
-
Ultraschall oder MRT zur genauen Darstellung der Myome
-
Laboruntersuchungen
-
eine gemeinsame Therapieplanung und Aufklärung.
Intervention
Die Behandlung findet in der Angiographie statt:
-
Lokale Betäubung und leichte Sedierung
-
kleiner Zugang in der Leiste
-
Vorschieben eines dünnen Katheters in die Gebärmutterarterien
-
gezielte Embolisation der Myomgefäße mit feinen Partikeln
-
anschließende Überwachung auf der Station.
Nachsorge
Nach der Embolisation:
-
erhalten Sie eine angepasste Schmerztherapie
-
werden Ihre Kreislaufwerte überwacht
-
erfolgt die Entlassung meist nach 24–48 Stunden
-
wird eine Kontrolluntersuchung nach 3–6 Monaten vereinbart.
Kontakt & Terminvereinbarung
Sie möchten sich über die Uterusmyomembolisation informieren oder prüfen, ob diese Behandlung für Sie geeignet ist? Unser Team der Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Bochum steht Ihnen gerne für ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung.
Wir nehmen uns Zeit, Ihre Beschwerden und Befunde individuell zu besprechen und gemeinsam mit Ihnen die passende Therapieoption zu finden. Die Terminvereinbarung erfolgt unkompliziert über unser Sekretariat – telefonisch oder per E‑Mail.