Besenreiser

Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind kleinste Adern in der Haut, die sich erweitert haben und mit Blut gefüllt sind und deshalb durch die Haut als hellrote Gefäßbäumchen, dunkelblaue Äderchen oder rötliche Flecken sichtbar sind.

Wie entstehen Besenreiser?

Besenreiser treten bei einer angeborenen Bindegewebsschwäche auf. Sie können auf ein Venenleiden hinweisen, da die Besenreiser mit größeren Venen in Verbindung stehen. Liegt ein Venenleiden vor, kann sich das gestaute Blut der Venen bis in die Besenreiser "zurückstauen". Deshalb ist es sinnvoll, vor der Behandlung der Besenreiser ein Venenleiden sicher auszuschließen bzw. zu behandeln.

Wie werden Besenreiser behandelt?

Zwei Behandlungsmethoden sind besonders wichtig:

Sklerosierungstherapie mit feinsten Nadeln

Bei der Sklerosierungstherapie wird in die Besenreiser ein Verödungsmittel eingespritzt. Im Idealfall ist pro Gefäßbäumchen nur ein Stich notwendig. Dadurch kommt es zu einer Schädigung des Äderchens von innen (Endothelschädigung). Nach der Verödung wird eine Kompression der jeweiligen Stelle über drei Tage mit einem selbstklebenden Verband vorgenommen. In den folgenden Tagen verfärbt sich das Gefäß dunkelblau und wird über mehrere Wochen bis Monate abgebaut.

Lasertherapie

Bei der modernen Laserbehandlung wird die Wellenlänge des Lichts so gewählt, dass hauptsächlich rote Strukturen (d.h. die erweiterten Äderchen) den Energiestrahl absorbieren und zerstört werden und das umgebende Gewebe (d.h. auch die oberen Hautschichten) geschont wird. Die Lasertherapie eignet sich besonders für die feinen rötlichen, sehr oberflächig liegende Besenreiser und Flecken. Für die für tiefer liegenden, bläulichen Besenreiser ist das Laserverfahren nur eingeschränkt geeignet.

Wann welches Behandlungsverfahren?

Zuerst werden, falls vorhanden, die größeren defekten Venen behandelt (Operation, Verödung). Danach werden die größeren Besenreiser verödet. Feinste Besenreiser, die einer Verödung nicht zugänglich sind, werden abschließend mittels Laser entfernt.

Welche Risiken gibt es?

Bisweilen kommt es sowohl nach der Sklerosierung als auch nach der Lasertherapie zu Braunverfärbungen der Haut. Deshalb sollte in den Wochen vor, während und nach der Behandlung UV-Bestrahlung (Sonne, Solarium) gemieden werden. In sehr seltenen Fällen kann es zu stärkeren Entzündungen oder sogar zum Gewebeuntergang kommen.