Vielfalt verlangt Toleranz: Nur wenn Raum für Individualität gelassen wird, kommen Fantasie und Innovation zur Geltung. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich das Katholische Klinikum Bochum (KKB) zum Deutschen Diversity Tag (28. Mai) an der Kampagne des Verbands Deutscher Universitätsklinika mit dem Titel „Vielfalt und Toleranz“.

In den sechs Krankenhäusern des KKB arbeiten Mitarbeiter aus 70 Nationen eng und konstruktiv zusammen. Sie sind geprägt von stark unterschiedlichen Biografien, von der Religion, über die beruflichen Kenntnisse, die Muttersprache und sexuelle Orientierung bis hin zur Hautfarbe. „Wir bauen auf jeden einzelnen von ihnen, ihr Können und ihren Einsatz. Globalisierung bringt nicht nur die Produkte der Welt zueinander, sondern vor allem die Menschen“, betont Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB.

Stellvertretend für diese Vielfalt steht Willy Chedjou (32), Pfleger auf der Intensivstation des St. Josef-Hospitals (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum). Seine Wurzeln liegen im westafrikanischen Kamerun, heute ist er deutscher Staatsbürger, spricht die deutsche Sprache fließend und studiert gerade Medizin im 8. Semester. Der 32-Jährige spürt jeden Tag genau, was Vielfalt und Toleranz in einem Unternehmen bedeuten: „Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl und bin hier auf großes Verständnis gestoßen. Auch Diskriminierung wegen meiner Herkunft und Hautfarbe habe ich nicht erlebt.“ Ohnehin ist Integration für ihn Geben und Nehmen, egal ob im Fußballverein, in der Kirche oder beim Posaune-Spiel.

Respekt und Menschenwürde sind bereits im Leitbild des Katholischen Klinikums Bochum verankert. Sichtbarer Ausdruck in religiöser Hinsicht sind beispielsweise Gebets- und Abschiedsräume, die sich über Sprache und Symbolik gleichermaßen an Christen, Juden, Moslems, Buddhisten und Hinduisten wenden.

Der Status einer Universitätsklinik, den die beiden KKB-Häuser St. Josef- und St. Elisabeth-Hospital haben, ist schon in sich ein Zeichen von Vielfalt, denn Universitätskliniken sind ansonsten durchgängig in Landeshand. In christlicher Trägerschaft gibt es diese Konstruktion nur im dezentralen Bochumer Modell.

Auch die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig. Dies gilt sowohl für die ärztliche Spezialisierung als auch für die pflegerische Fachweiterbildung mit so unterschiedlichen Feldern wie der Onkologie, Geriatrie, OP-Pflege, Endoskopie oder Intensivmedizin. Hinzu kommen vielfältige Kurse zum Praxisanleiter, Wundmanager oder für die Palliativpflege. Hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege haben diese Chancen genutzt und tun es weiterhin.

Die 34 deutschen Universitätskliniken beschäftigen mehr als 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Zusammenspiel verschiedener Menschen und Kulturen in medizinischer Versorgung, Forschung und Lehre trägt maßgeblich dazu bei, Patienten bestmöglich zu versorgen und neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Mit einer deutschlandweiten Aktion setzen die deutschen Universitätskliniken ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Toleranz.

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