Team

Dr. Jürgen Frech

Leiter Unternehmenskommunikation

0234/509-6104

Vassilios Psaltis

Pressereferent

0234/509-2744

Annette Wenzig

Pressereferentin

0234/509-2755

Jahresmagazin

Das Katholische Klinikum Bochum hat seinen erfolgreichen Weg fortgesetzt und auch im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Die Zahl der Mitarbeiter wurde erneut gesteigert. In besonderem Maße galt dies für die Pflege. Die fünf Krankenhäuser im Verbund des KKB behandelten rund 50.000 Patienten stationär und 157.500 ambulant.

"Im Krankenhaus sind wir extrem nah am Menschen. Diese Herausforderung nehmen wir an – mit all unserer Expertise."

Dr. Ing. E.h. Wilhelm Beermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates),
Priv.-Doz. Dr. Christoph Hanefeld (Sprecher der Geschäftsführung)
Dipl. Ök. Franz-Rainer Kellerhoff (Kaufmännischer Geschäftsführer)

Die aktuelle Ausgabe steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Impuls

Der Impuls ist ein Mitarbeitermagazin für alle Kliniken des Katholischen Klinikums Bochum. Es erscheint zwei Mal jährlich in einer Auflage von 4.000 Exemplaren. Der Impuls berichtet in Wort und Bild über alle wichtigen Entwicklungen in unseren Häusern.

"Es sind nicht nur die Zahlen, die uns stolz machen, sondern auch das ethisch-christliche Fundament."

Dr. Ing. E.h. Wilhelm Beermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates),
Priv.-Doz. Dr. Christoph Hanefeld (Sprecher der Geschäftsführung),
Dipl. Ök. Franz-Rainer Kellerhoff (Kaufmännischer Geschäftsführer)

Die aktuelle Ausgabe steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Aktuelles

Wenn an Knie und Hüfte nur noch eine Operation hilft

30.06.2017

  • Informationsveranstaltung am 12. Juli im St. Josef-Hospital Bochum

Gelenkverschleiß (Arthrose)  ist eines der bedeutendsten Volksleiden unserer Zeit. Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 400.000 künstliche Gelenke eingesetzt.  Betroffen sind vor allem die Knie- und Hüftgelenke. Millionen Menschen leiden in diesem Bereich unter Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen. In vielen Fällen kann das Gelenk durch gezielte sportliche Aktivitäten und konsequente Bewegungstherapie stabilisiert werden. Oft ist jedoch auch eine Operation erforderlich. Die Entscheidung, ob und wann eine solche Operation erfolgen sollte, muss gut durchdacht werden. Spezialisiert auf den Einbau künstlicher Hüft- und Kniegelenke ist die Abteilung für Rheumaorthopädie und Endoprothetik des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) im St. Elisabeth- und im St. Josef-Hospital. Seit Juni 2016 belegt das Katholische Klinikum Bochum an beiden Standorten die hohe Qualität der Versorgung durch ein Zertifikat als EndoProthetikZentrum.

Aufgrund des hohen überregionalen Interesses bietet die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des KKB eine Informationsveranstaltung an:

Mittwoch, 12. Juli 2017 von 16.00 bis 18.00 Uhr

Hörsaalzentrum St. Josef-Hospital, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Die wichtigsten Ziele der Endoprothetik sind Schmerzlinderung oder sogar Schmerzfreiheit, mehr Beweglichkeit und die Verbesserung der Lebensqualität.  Bei sachkundigen Eingriffen gibt es für den Patienten sehr gute Erfolgschancen, dies auch zu erreichen. „In der Endoprothetik hat die Medizin bemerkenswerte Fortschritte erzielt“, betont  Prof. Dr. Roland Willburger, Koordinator des EndoProthetikZentrums im Katholischen Klinikum. „Um gute Ergebnisse zu erzielen, ist langjährige Erfahrung des Operateurs eine entscheidende Voraussetzung.“ Die Anerkennung einer Klinik als EndoProthetikZentrum bietet dem Patienten hierfür gute Anhaltspunkte.

Berichtet wird auf der Veranstaltung über moderne Behandlungsmöglichkeiten und technische Neuheiten aus der Medizin. Den Einstieg bildet ein allgemeiner Überblick: „Was ist eine Arthrose und welche Behandlungsformen sind möglich?“ Im Anschluss wird im Einzelnen über die Knie- und Hüftgelenkversorgung, aber auch über fortgeschrittene Arthrose im Sprunggelenk informiert. Die Demonstration von Kunstgelenken am Modell und ein persönlicher Kontakt zu den Hauptoperateuren des Zentrums runden das Programm ab.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  

Diabetologie des St. Josef-Hospitals Bochum eröffnet zweiten Standort in Hattingen

27.06.2017

  • Diabeteszentrum Bochum/Hattingen startet mit 31 Betten

Die Abteilung für Diabetologie des Bochumer St. Josef-Hospitals hat in der Klinik Blankenstein einen zweiten Standort mit 31 Betten eröffnet und firmiert künftig als Diabeteszentrum Bochum/Hattingen. In der Klinik Blankenstein, die sich bereits im vergangenen Jahr mit den Disziplinen Naturheilkunde, Schmerztherapie, orthopädische Schmerztherapie und Rheumatologie als Spezialklinik den neuen Schwerpunkt „chronische Erkrankungen“ gesetzt hat, bietet das Zentrum ein maßgeschneidertes Angebot für alle Diabetes-Patienten. Ein Schwerpunkt ist die Behandlung von Menschen mit Diabetes Typ II, die schlecht auf Insulin ansprechen, also eine so genannte Insulinresistenz entwickelt haben. Auch die Behandlung des Übergewichtes soll eine zentrale Rolle spielen.

„Wir finden in Blankenstein nahezu ideale Bedingungen vor, weil wir auf bereits etablierte Konzepte von Bewegungstherapie, Physiotherapie, Ernährungsmedizin und auf komplementärmedizinische Angebote zurückgreifen können“, erklärt der Chefarzt des Diabetes-Zentrums, Prof. Dr. Juris Meier. „In einer spezialisierten Einheit können wir in Blankenstein mit unseren erfahrenen Ärzten und einem komplett auf Diabetes geschulten Team für diese Patienten ein Sport- und Bewegungsprogramm sowie eine spezielle Ernährungsschulung anbieten.“

Typ-II-Diabetes hat sich zu einer wahren Volkskrankheit entwickelt: Rund acht Pro-zent der deutschen Bevölkerung leiden unter dieser schwerwiegenden Stoffwechselerkrankung, bei den Über-60-Jährigen ist es sogar jeder Vierte. „Wir sehen uns mit einer Diabetes-Epidemie konfrontiert“, sagt Prof. Meier. „Obwohl die Behandlungsmöglichkeiten sich verbessert haben, ist Diabetes nach wie vor eine schwerwiegende Erkrankung, die mit einer deutlichen Einschränkung der Lebenserwartung verbunden sein kann.“

Diabetes ist weiterhin eine der führenden Ursachen für Herzinfarkte, Schlaganfälle, Erblindung, dialyse-pflichtiges Nierenversagen und die Amputation von Zehen und Füßen. Das Diabeteszentrum steuert mit seinem interdisziplinären und multiprofessionellen Team dagegen. Prof. Meier: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, durch umfassende und interdisziplinäre Behandlung diese Komplikationen zu vermeiden.“

Das Therapieangebot des Diabeteszentrums richtet sich an Menschen mit sämtlichen Diabetestypen. Für Menschen mit Typ I Diabetes werden modernste Diabetes-Technologie, kontinuierliche Blutzucker-Messung, Insulinpumpentherapie und komplexe Formen der medikamentösen Therapie angeboten.

14 Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum unter den Besten in Deutschland

23.06.2017

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seine Reputation in zahlreichen ärztlichen Fachgebieten erneut unter Beweis gestellt. 14 Mediziner sind in der neuen Ärzteliste des Magazins FOCUS (KKB) unter dem Titel „Deutschlands Top-Ärzte“ vertreten, einige von ihnen gleich mehrfach. Die Ärzteliste erscheint seit Jahren bundesweit und wird in der Medizin, bei Patienten und in der medialen Öffentlichkeit stark beachtet.

Ausgewertet wurden u.a. Empfehlungen von Patienten und Ärzten, die Beteiligung an klinischen Studien und die wissenschaftliche Dynamik. Dabei wird untersucht, wie viele Veröffentlichungen der jeweilige Arzt in den vergangenen fünf Jahren in seriösen Publikationen aufzuweisen hat.

Gelistet sind aus den Reihen des Katholischen Klinikums Bochum:

Prof. Waldemar Uhl (Bauchchirurgie und Tumoren des Verdauungstrakts), Prof. Anke Reinacher-Schick (Tumoren des Verdauungstrakts), Prof. Ralf Gold (Multiple Sklerose), Priv. Doz. Dr. Kerstin Hellwig  (Multiple Sklerose), Prof. Stefan Dazert (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde), Prof. Juris Meier (Diabetologie), Prof. Michael Nauck (Diabetologie), Prof. Andreas Mügge (Kardiologie und Bluthochdruck), Prof. Eggert Stockfleth (Hautkrebs), Prof. Uwe Schauer (Neurodermitis), Prof. Achim Mumme (Gefäßchirurgie), Prof. Irenäus Adamietz (Strahlentherapie), Dr. Norbert Teig (Neonatologie), Dr. Klaus Hoffmann (Schönheitsmedizin (Botox/Filler))

Zöliakie-Tag an der Universitätskinderklinik Bochum

14.06.2017

  • Unverträglichkeit von Gluten kommt in allen Altersstufen vor
  • Spiel und Spaß für Kinder und Erwachsene am 24. Juni

Die Zöliakie (Gluten-Unverträglichkeit) wird immer häufiger erkannt. Sie kommt in allen Altersgruppen vor. Für die Patienten, Familien und das gesamte Umfeld ist nach der Diagnosestellung eine aufwendige Umstellung der Ernährung nötig. In der Universitätskinderklinik Bochum findet dazu seit mehreren Jahren das „Forum Zöliakie“ unter Leitung von Priv. Doz. Dr. Anjona Schmidt-Choudhury statt. Es bietet Eltern, Angehörigen und Betreuern von betroffenen Kindern die Möglichkeit zum Austausch.

In diesem Jahr findet das Forum am 24. Juni von 12-16 Uhr in der Universitäts-Kinderklinik statt. Die Kinder erhalten die Chance, Näheres über ihre Krankheit zu erfahren und andere betroffene Gleichaltrige kennenzulernen. Ihnen wird auf spielerische Art Wissenswertes zu ihrem Krankheitsbild nähergebracht. Für die Erwachsenen gibt es Vorträge über Ernährung, soziale Aspekte und Neuigkeiten aus der Wissenschaft. Ein Highlight wird zudem ein komplett glutenfreies Buffet sein. Kosten: 6 Euro pro Familie. Ein glutenfreier Beitrag für das Buffet (nebst Rezept) wäre willkommen.

Weitere Infos und Anmeldung: www.familienforum-ruhrgebiet.de

Jeder vierte Deutsche hat Knoten in der Schilddrüse - was tun?

13.06.2017

  • Informationsveranstaltung für Patienten und Interessierte am  25. Juni im Hörsaalzentrum St. Josef-Hospital Bochum

Was tun bei Schilddrüsen-Erkrankungen? Wie gefährlich sind sie? Wie kann man vorbeugen? Diese Fragen beschäftigen Millionen Menschen. Unter einer knotenhaften Vergrößerung dieses wichtigen Organs, das den gesamten Stoffwechsel im Körper reguliert, leidet in Deutschland jeder vierte Erwachsene, oft in Verbindung mit Luftnot, Schluckbeschwerden und Druckgefühl im Hals. Viele Menschen haben an der Schilddrüse krankhafte Veränderungen, von denen sie bisher nichts wussten. Vor diesem Hintergrund bietet die Universitätsklinik für Viszeral- und Allgemeinchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Waldemar Uhl) für Patienten eine Informationsveranstaltung zur Schilddrüse an:

Sonntag, 25. Juni 2017, von 11 - 12.30 Uhr im Hörsaalzentrum St. Josef-Hospital, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum.

In verständlichen Vorträgen wird über gutartige und bösartige Veränderungen der Schilddrüse sowie notwendige Maßnahmen informiert. Dazu zählt die Frage, wann ein Knoten operiert werden muss. Darüber hinaus stehen die Ärzte für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die grundlegende Diagnostik für die Schilddrüse findet bereits beim Hausarzt statt, etwa durch Blutentnahme, Ultraschall und Endokrinologie. Viele auf diesem Weg erkannte Schilddrüsen-Erkrankungen können durch Medikamente behandelt werden. Bei größeren Knoten oder bestimmten Formen der Überfunktion ist jedoch häufig eine Operation erforderlich.

Die Schilddrüsen-Therapie ist Teil der endokrinen Chirurgie und gehört zu den Behandlungsschwerpunkten der Allgemeinchirurgie im St. Josef-Hospital. Priv. Doz. Dr. Chris Braumann, Oberarzt im Team von Prof. Uhl, gilt in diesem Bereich als Spezialist und hat bereits mehr als 700 Schilddrüsen-Operationen durchgeführt.

Krebs an der Schilddrüse ist relativ selten, kann jedoch auch in jungen Jahren auftreten. Dennoch raten Experten zur Operation, wenn ein fundierter Verdacht auf bösartige oder unklare Veränderungen besteht. Nur zu punktieren genügt oft nicht. Operationen werden heute mit Stimmbandnerv-Kontrolle schonend und zuverlässig für den Patienten durchgeführt. Das Neuromonitoring sorgt für ein Höchstmaß an Sicherheit.

Wird dann ein Teil der Schilddrüse oder gar das komplette Organ entfernt, hat der Patient danach selten mit Einschränkungen zu rechnen. Die Hormonproduktion der Schilddrüse kann durch Medikamente ersetzt werden. Ein Leben ohne Schilddrüse ist gut möglich.

Zu den Risikofaktoren von Schilddrüsen-Erkrankungen gehört in erster Linie ein Mangel an Jod. So wird zur Vorbeugung empfohlen, bereits Neugeborene früh damit zu versorgen.

Walk In Ruhr (WIR) – Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin - stößt auf große Resonanz

10.06.2017

  • Pro Quartal 2000 Ratsuchende aus dem gesamten Ruhrgebiet
  • Offene Tür für alle Interessierten zum 1. Jahrestag des Zentrums

Sein einjähriges Bestehen feiert das WIR – Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin – in diesen Tagen. WIR steht für WALK IN RUHR mit der Botschaft: Offen für alle! Angelehnt an diesen Leitgedanken organisiert das vom Katholischen Klinikum Bochum (KKB) und zahlreichen bewährten  Organisationen getragene Zentrum am kommenden Freitag, 23. Juni 2017, ein hochkarätiges wissenschaftliches Symposium (ab 9 Uhr im Blue Square der Ruhr-Universität in der Innenstadt) sowie anschließend einen Tag der offenen Tür für die interessierte Öffentlichkeit (ab 13.30 Uhr im WIR am St. Elisabeth-Hospital).

Die Einzelheiten beider Veranstaltungen stehen auf der WIR-Homepage unter http://www.wir-ruhr.de/2017/04/19/ein-jahr-walk-in-ruhr-symposium-und-tag-der-offenen-tuer-im-wir/. Das WIR versteht sich seit seiner Gründung sowohl als Einrichtung der vernetzten Arbeit untereinander (Interdisziplinäre Immunologische Ambulanz - Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin der Universitätshautklinik, Aidshilfe Bochum, Gesundheitsamt Bochum, pro familia, Rosa Strippe und Madonna) als auch mit anderen Haus- und Fachärzten und Gesundheitseinrichtungen. Zu seinen Kernaufgaben zählen die bedarfsorientierte, niederschwellige und ganzheitliche Betreuung und Versorgung von Ratsuchenden, die Organisation von Fortbildungen für medizinisches, therapeutisches Personal und für die interessierte Öffentlichkeit sowie die wissenschaftliche Arbeit rund um die Bereiche Sexuelle Gesundheit, Präventionsverhalten, Sexualberatung und Kinderwunsch.

Für die Beteiligten ist das Konzept gut aufgegangen: Die Nachfrage steigt kontinuierlich. Heute nehmen in jedem Quartal gut 2.000 Ratsuchende aus Bochum und der gesamten Region Kontakt mit dem WIR auf.

Das von Bund und Land unterstützte Zentrum will seine präventive Arbeit noch weiter intensivieren, versichert Prof. Norbert H. Brockmeyer, Abteilungsleiter der Interdisziplinären Immunologischen Ambulanz im WIR: „Wir besuchen Schulen, um Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam mit ihren Lehrern aus erster Hand über Sexuelle Gesundheit zu informieren. Wir beraten Menschen, die Flüchtlinge betreuen, und wir verstärken unsere Öffentlichkeitsarbeit. All diese Maßnahmen sind dringender denn je: Denn die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen steigt trotz guter Präventionskampagnen leider weiter an.“ 

Frühe Diagnose und gezielte Therapie geben Patienten bei Acne inversa neue Perspektive

01.06.2017

  • Informationsveranstaltung am 7. Juni im St. Josef-Hospital Bochum

Entzündete Hautstellen, Schwellungen und Knoten kommen häufig vor. Oft kehren sie immer wieder und führen zu schmerzhaften Abszessen oder Fisteln vor allem in den Achselhöhlen, der Leistengegend sowie unter der Brust, am Gesäß oder an den Innenseiten der Oberschenkel. Grund dafür kann die chronisch-entzündliche und oft sehr schmerzhafte Hauterkrankung Acne inversa sein, die in der Öffentlichkeit aber wenig bekannt ist. Vor diesem Hintergrund bietet die Abteilung für Dermatochirurgie der Bochumer Universitätsklinik für Dermatologie im St. Josef-Hospital(Direktor: Prof. Eggert Stockfleth)für alle Interessierten eine Informationsveranstaltung mit dem Leitenden Arzt Prof. Falk G. Bechara und weiteren Experten an:

Mittwoch, 7. Juni 2017, um 18 Uhr im St. Josef-Hospital, Hörsaalzentrum, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum.

Die Dermatologie im St. Josef-Hospital gilt national und international als eines der führenden Behandlungs- und Forschungszentren für Acne inversa. In Deutschland leiden etwa 800.000 Menschen unter dieser schweren, meist fortschreitenden Krankheit. „Häufig treten die ersten Beschwerden nach der Pubertät auf“, betont Prof. Bechara. „Die Betroffenen leiden unter stark schmerzhaften Knoten und Eiteransammlungen, die oft in Schüben auftreten. Die Lebensqualität ist stark reduziert, und nicht selten hat die Erkrankung stark negative Auswirkungen auf das soziale und berufliche Leben der Patienten.“

Besonders belastend ist neben der Entzündung die mit Dauer der Erkrankung fortschreitende narbige Zerstörung von Gewebe. Das gleichzeitige Auftreten von Entzündung und vernarbtem Gewebe macht auch die Therapie der Acne inversa so schwierig.  Erforderlich ist häufig eine kombinierte medikamentöse und operative Behandlung.

Acne inversa ist bislang zwar nicht heilbar, doch durch eine frühzeitige Diagnose und mit dem richtigen Behandlungskonzept können die Beschwerden deutlich verbessert werden, so dass dem Patienten die Rückkehr in ein normales Leben ermöglicht wird.

Die Veranstaltung im St. Josef-Hospital ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen online unter www.acneinversa.de. 

Bochumer Kinderernährungs-Forscher untersuchen Stillverhalten von Müttern in Deutschland

31.05.2017

  • Vier bis sechs Monate ausschließlich Muttermilch sind für das Baby der beste Start
  • Oft steigen Eltern aber zu früh auf industrielle Säuglingsnahrung um

Wenn die Mutter stillt, ist dies für den Säugling die beste Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung. Ernährungswissenschaftler und Mediziner empfehlen eine Phase von vier bis sechs Monaten, in denen das Kind nach der Geburt ausschließlich durch Muttermilch ernährt wird. Die Realität sah jedoch lange anders aus, ergab vor 20 Jahren die erste bundesweite Studie „Still- und Säuglingsernährung“ (SuSe), die vom damaligen Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund (FKE) durchgeführt wurde. Schon nach wenigen Wochen stillte kaum noch jede zweite Mutter ihr Baby ohne Zufütterung. Beteiligt an der Studie waren damals 170 Kliniken und 1700 Mütter.

Nun soll eine neue, ebenso groß angelegte Studie (SuSe II) klären, ob sich dieses Verhalten - bedingt etwa durch stärkeres Umweltbewusstsein oder mehr Stillberatung - verändert hat und Mütter nun mehr und länger stillen. Sie startet am 1. Juni 2017, wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und ist auf zwei Jahre angesetzt. Auftraggeber ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die die Stillstudie im Jahre 2020 in ihren 14. DGE-Ernährungsbericht aufnehmen wird. Den Zuschlag für die Durchführung erhielt das neue Forschungsdepartment für Kinderernährung (FKE), das der Universitätskinderklinik Bochum (komm. Direktor Prof. Thomas Lücke) seit 2016 angegliedert ist.

Prof. Mathilde Kersting, Wissenschaftliche Leiterin des FKE: „Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt. Alle Forschungsergebnisse bestätigen dies. Deshalb setzen wir uns seit langem für eine effektive Förderung des Stillens ein.“

Während die Stillquoten in Deutschland nach 1970 zunächst noch anstiegen, ist in den letzten rund 20 Jahren keine Verbesserung mehr zu erkennen. Nach wie vor fallen die anfangs hohen Stillquoten nach der Geburt rasch wieder ab. Alle an der Stillstudie beteiligten Professionen bedauern dies. Über den spezifischen Ernährungswert hinausenthält Muttermilch zahlreiche gesundheitsfördernde und schützende Komponenten, die in einem einzigartigen Zusammenspiel dazu beitragen, dass gestillte Kinder seltener krank werden. Auch für ihre spätere Gesundheit profitieren Kinder vom Stillen.

Für die Datenerhebung und –auswertung wurden für die nun anlaufende Studie namhafte Partner gewonnen. Beteiligt sind das Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Software (ISST) in Dortmund sowie  die Ruhr-Universität Bochum mit der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie unter Leitung von Prof. Hans Trampisch.